Rotlicht

Erfahrungen mit Rotlichttherapie: was du erwarten kannst

MMarlo Schipper 14 Min. Lesezeit
Erfahrungen mit Rotlichttherapie: was du erwarten kannst
Was du von Rotlichttherapie merkst, hängt davon ab, wie du sie nutzt und wie lange du dranbleibst.

Kurz gesagt

Was Menschen über Rotlichttherapie berichten, nach welcher Zeit und wie solide die Grundlage dafür ist.

  • Je nach Anwendung unterscheiden sich sowohl die Berichte als auch der Zeitraum
  • Rechne mit acht bis zwölf Wochen, bevor du urteilst
  • Gerät, Abstand und Regelmäßigkeit erklären die meisten Unterschiede
  • Placebo ist echt und heißt nicht, dass du dir etwas einbildest

Suchst du nach Erfahrungen mit Rotlichttherapie, landest du in einem Berg widersprüchlicher Geschichten. Die eine ist nach zwei Monaten hellauf begeistert, der andere packt das Panel nach drei Wochen zurück in den Karton. Dieser Unterschied ist verwirrend, denn es geht um dieselbe Art Licht und oft sogar um vergleichbare Geräte.

Diese Seite soll dir ehrlich zeigen, was du erwarten kannst. Wir gehen für jede Anwendung durch, was Nutzer meist berichten, nach welcher Zeit das passiert und wie solide oder wie dünn die Grundlage dafür ist. Danach schauen wir, warum Erfahrungen so weit auseinandergehen, welche Rolle der Placeboeffekt spielt und wie du deine eigene Erfahrung festhalten kannst.

Zuerst etwas Wichtiges zur Art dieses Textes. Du findest hier keine Kundengeschichten, keine Zitate und keine Zufriedenheitswerte. Luxyor veröffentlicht keine erfundenen Erfahrungen. Was du unten liest, ist eine allgemeine Zusammenfassung dessen, was in Forschung und Nutzerberichten zum Vorschein kommt, ohne Namen, Zitate oder Zahlen, die wir nicht belegen können. Willst du zuerst die Grundlagen, lies den kompletten Ratgeber zur Rotlichttherapie.

Was eine Erfahrung wert ist und was nicht

Eine Erfahrung ist die Wahrnehmung einer Person, zu einem Zeitpunkt, in einem Leben, in dem noch hundert andere Dinge passieren. Das macht Erfahrungen wertvoll als Wegweiser und schwach als Beleg. Wer im selben Zeitraum besser schläft, mehr Wasser trinkt oder konsequenter entspannt, kann eine Veränderung bemerken, die mit allem Möglichen zu tun hat.

Dazu kommt, dass Menschen, die etwas merken, sich öfter die Mühe machen, darüber zu schreiben, als Menschen, bei denen es nichts bewirkt hat. Das Bild, das du online findest, ist also verzerrt, und zwar in beide Richtungen. Begeisterte Geschichten sind überrepräsentiert, und enttäuschte Geschichten bekommen manchmal gerade deshalb besondere Aufmerksamkeit, weil sie gegen den Strom schwimmen.

Die Forschung hat dieses Problem weniger, weil es eine Kontrollgruppe gibt und weil gemessen statt erinnert wird. Aber auch die Forschung zu rotem und nahinfrarotem Licht hat Grenzen: Viele Studien sind klein und nutzen unterschiedliche Geräte, unterschiedliche Wellenlängen, unterschiedliche Abstände und unterschiedliche Sitzungsdauern. Dadurch lassen sich Ergebnisse schwer miteinander vergleichen. Erwarte im Rest dieses Textes also keine festen Aussagen, denn die gibt es noch nicht.

Achtung: Rotlichttherapie ist keine medizinische Behandlung. Hast du Beschwerden, die Aufmerksamkeit brauchen, bist du schwanger oder nimmst du Medikamente, die deine Haut lichtempfindlicher machen? Sprich dann zuerst mit deinem Arzt.

Je nach Anwendung: was Menschen berichten und wie solide das ist

Rotlichttherapie wird für ganz unterschiedliche Ziele genutzt, und die Berichte unterscheiden sich je nach Anwendung stark. Unten gehen wir die vier am häufigsten genannten durch.

Haut und Gesicht

Das ist die Anwendung, über die am meisten berichtet wird, wahrscheinlich weil die Haut das Licht als Erstes auffängt und weil du das Ergebnis jeden Morgen im Spiegel siehst. Was Nutzer meist beschreiben, betrifft Textur und Ebenmäßigkeit: eine Haut, die etwas ruhiger aussieht oder sich weniger trocken anfühlt. Selten geht es um eine Wende, die anderen von selbst auffällt.

Der Zeitraum dazu ist lang. Wer etwas berichtet, tut das meist erst nach sechs bis zwölf Wochen regelmäßiger Nutzung und beschreibt es als allmählich. Wer nach zwei Wochen urteilt, kommt fast immer zu dem Schluss, dass nichts passiert, und das ist bei diesem Zeitraum auch logisch.

Die Grundlage ist für die Haut in diesem Bereich vergleichsweise am stärksten, was nicht dasselbe ist wie stark. Es gibt Laborforschung zur Aufnahme von rotem Licht in Hautzellen und kleinere Studien zu Hautwerten, aber ein eindeutiges Protokoll mit fester Dosierung gibt es nicht. Mehr dazu steht in Rotlicht und deine Haut.

Muskeln und Regeneration nach Anstrengung

Bei Muskeln geht es meist um Nahinfrarot, weil diese Wellenlängen tiefer eindringen als sichtbares Rot. Sportler schalten das Panel oft nach dem Training ein oder richten es auf eine Wade oder Schulter, die sich steif anfühlt.

Was Menschen darüber berichten, betrifft auffällig oft, wie es sich während und kurz nach der Sitzung anfühlt: angenehm, beruhigend, ein Moment des Stillsitzens nach der Anstrengung. Aussagen über tatsächlich schnellere Regeneration kommen seltener vor und sind auch schwerer zu beurteilen, weil Regeneration von Dutzenden anderen Dingen abhängt.

Die Grundlage ist hier gemischt. Es laufen Studien zu Leistung und Regeneration, manche mit positiven Ergebnissen, andere ohne Unterschied zur Kontrollgruppe. Wer das nutzt, sieht es besser als Ergänzung zu den Dingen, die sicher zählen: genug Schlaf, ausreichend Essen und Trinken und rechtzeitige Ruhetage.

Gelenke und steife Stellen

Ein Knie, ein Ellbogen, ein Handgelenk oder ein unterer Rücken, der sich steif anfühlt, ist ein häufig genannter Grund, mit Rotlicht anzufangen. Hier geht es fast immer um eine begrenzte Stelle, weshalb eine Bandage oder ein kleines Panel praktischer ist als eine große Fläche.

Was Menschen berichten, ist meist ein Gefühl von Geschmeidigkeit oder Entspannung rund um die behandelte Stelle, kurz nach der Sitzung. Ob diese Wirkung bleibt und ob sie mehr ist als die Ruhe von zehn Minuten Stillsitzen, ist genau die Frage, bei der die Berichte auseinandergehen. Es ist auch die Anwendung, bei der Erwartungen am schnellsten zu hoch werden.

Die Grundlage ist hier die dünnste der vier. Es gibt Forschung, aber mit kleinen Gruppen und stark wechselndem Aufbau. Wichtig: Anhaltende Beschwerden an einem Gelenk gehören zu deinem Hausarzt, nicht vor ein Panel.

Entspannung und die Abendroutine

Das ist die Anwendung, bei der es am wenigsten um das Licht selbst geht und am meisten um die Gewohnheit drumherum. Warmes rotes Licht in einem sonst dunklen Raum wirkt auf viele beruhigend, vor allem im Vergleich zum blauen Bildschirmlicht, mit dem die meisten Abende enden.

Was Nutzer dazu berichten, ist oft das Erste, was sie nennen, noch vor Haut oder Muskeln: der Ruhemoment selbst. Zehn Minuten, in denen du nichts tun kannst, kein Handy, kein Laptop, nur sitzen oder liegen. Das ist ein echter Vorteil, auch wenn es nicht der Vorteil ist, für den man das Gerät gekauft hat.

Die Grundlage für das Licht als solches ist hier begrenzt, aber die Grundlage für den Nutzen eines täglichen Ruhemoments ist das keineswegs. Wer ehrlich hinschaut, was passiert, sieht oft zwei Dinge gleichzeitig: das Licht und die Routine, die das Licht erzwingt.

Makroaufnahme eines Rasters roter Lichtpunkte unscharf, weich leuchtende Lichthöfe
Dasselbe Licht, ganz unterschiedliche Erfahrungen. Der Unterschied liegt meist im Gerät, im Abstand und in der Regelmäßigkeit.

Übersicht: Bericht, Zeitraum und Stärke der Grundlage

Die Tabelle unten fasst zusammen, was oben steht. Lies die Spalte Grundlage als relativen Vergleich innerhalb dieses Themas, nicht als Urteil über eine bewiesene Wirkung.

Anwendung Was Nutzer meist berichten Zeitraum, in dem das eine Rolle spielt Stärke der Grundlage
Haut und Gesicht Allmähliche Veränderung bei Textur und Ebenmäßigkeit Sechs bis zwölf Wochen Vergleichsweise am stärksten, aber ohne festes Protokoll
Muskeln und Regeneration Angenehmes Gefühl während und nach der Sitzung Sofort, pro Sitzung Gemischt, Studien widersprechen sich
Gelenke und steife Stellen Kurzes Gefühl von Geschmeidigkeit Sofort bis einige Wochen Dünn, kleine Studien mit wechselndem Aufbau
Entspannung am Abend Ruhe, Atmosphäre, ein Moment ohne Bildschirm Ab der ersten Sitzung Licht selbst begrenzt, Routine durchaus plausibel

Wie lange es dauert, bis du bei Rotlicht etwas merkst

Das ist vielleicht die meistgestellte Frage, und die ehrliche Antwort ist: länger, als du hoffst. Rotlichttherapie ist keine Anwendung, bei der du nach einer Sitzung etwas Greifbares siehst. Was du nach einer Sitzung merkst, ist vor allem, wie es sich angefühlt hat, zehn Minuten still zu sitzen.

Als Faustregel nehmen sich viele Menschen acht bis zwölf Wochen Zeit, bevor sie urteilen, bei einer Nutzung von drei bis fünf Mal pro Woche. Kürzer bringt bei den meisten Anwendungen kein brauchbares Urteil. Das ist auch der Grund, warum wir raten, deinen Ausgangspunkt festzuhalten, bevor du anfängst, denn deine Erinnerung daran, wie etwas vor acht Wochen war, ist kein verlässlicher Maßstab.

Zeitraum Was realistisch zu merken ist
Sitzung 1 bis 5 Vor allem das Gefühl der Sitzung selbst, plus Eingewöhnung in die Routine
Woche 2 bis 4 Noch kein verlässliches Urteil, aber klar, ob du dranbleibst
Woche 4 bis 8 Erster Moment, an dem ein allmählicher Unterschied sichtbar werden kann
Woche 8 bis 12 Vernünftiger Moment, um anhand deines Protokolls zu bewerten
Gut zu wissen

Urteile nicht an einem Tag, an dem du dich zufällig gut fühlst oder gerade schlecht geschlafen hast. Schau über einen Zeitraum von Wochen zurück, nicht auf eine Momentaufnahme.

Warum Erfahrungen so weit auseinandergehen

Zwei Menschen können beide sagen, dass sie Rotlichttherapie ausprobiert haben, und trotzdem etwas völlig anderes gemacht haben. Das sind die Unterschiede, die in der Praxis am meisten zählen.

Das Gerät und die Wellenlängen

Unter dem Begriff Rotlicht verkauft der Markt sowohl ernsthafte Panels mit angegebenen Wellenlängen als auch Lampen mit roter Kappe, die vor allem Wärme abgeben. Wer mit Letzterem anfängt und nichts merkt, hat keine Erfahrung mit Rotlichttherapie gemacht, sondern mit einer Wärmelampe. Steht in den Spezifikationen nur eine Wattzahl und das Wort Rot, weißt du noch nichts. Was diese Nanometer genau bedeuten, liest du in Wellenlängen bei Rotlicht und Infrarot.

Der Abstand zur Haut

Die Intensität, die deine Haut erreicht, nimmt schnell ab, je weiter du vom Panel entfernt sitzt. Jemand, der im angegebenen Abstand arbeitet, und jemand, der am anderen Ende des Zimmers sitzt, machen nicht dasselbe. Umgekehrt gilt: Näher ist nicht automatisch besser, denn der angegebene Abstand gehört zur Intensität genau dieses Geräts.

Dauer und Regelmäßigkeit

Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied zwischen Menschen, die etwas berichten, und Menschen, die nichts berichten. Dreimal pro Woche zehn Minuten über zwei Monate ist etwas ganz anderes als einmal pro Woche eine halbe Stunde. Wer aufhört, hört fast immer auf, weil er es nicht durchgehalten hat, nicht weil etwas schiefging.

Die Erwartung, mit der du anfängst

Wer mit der Vorstellung anfängt, dass etwas Sichtbares passieren wird, ist schneller enttäuscht als jemand, der es als ruhige Gewohnheit mit ungewissem Ertrag sieht. Die Erwartung färbt nicht nur dein Urteil hinterher, sondern auch dein Durchhalten unterwegs. Zu hohe Erwartungen führen oft dazu, früh aufzuhören, und wer früh aufhört, hat kein Ergebnis.

Alles, was sich sonst noch ändert

Ein neues Gerät kommt selten allein. Wer ein Panel kauft, geht oft gleichzeitig früher ins Bett, hängt abends weniger am Handy oder geht bewusster mit Haut und Regeneration um. Das ist völlig in Ordnung, macht es aber fast unmöglich, hinterher zu sagen, woher eine Veränderung kam.

Der Unterschied zwischen begeisterten und enttäuschten Erfahrungen liegt öfter im Aufbau als im Licht.

Der Placeboeffekt, und warum er keine Einbildung ist

Bei einem Thema wie diesem fällt schnell das Wort Placebo, meist als Vorwurf. Das ist schade, denn der Placeboeffekt wird damit falsch verstanden. Placebo heißt nicht, dass sich jemand etwas einbildet oder dass die Erfahrung unecht ist.

Der Placeboeffekt ist ein echtes, messbares Phänomen. Erwartung, Aufmerksamkeit, ein Ritual und der Zusammenhang, in dem etwas passiert, haben nachweislich Einfluss darauf, wie Menschen sich fühlen und was sie berichten. Das ist keine Schwäche der Person, so funktioniert Wahrnehmung. Wer sich nach einer Sitzung ruhiger fühlt, fühlt sich wirklich ruhiger, auch wenn das Licht dazu nichts beigetragen hat.

Für die Forschung ist das ein Problem, denn dort will man wissen, was das Licht selbst bewirkt. Deshalb arbeiten Studien mit Kontrollgruppen und mit Geräten, die identisch aussehen, aber nichts abstrahlen. Für dich zu Hause ist es anders. Du musst nicht wissen, welcher Teil der Wirkung von den LEDs kommt und welcher von der Routine, denn du bist keine Forscherin und kein Forscher.

Trotzdem gibt es einen Grund, die Unterscheidung beizubehalten. Solange du denkst, dass das Licht die Arbeit macht, zahlst du für das Licht. Zeigt sich bei der Bewertung, dass dir vor allem der Ruhemoment guttut, ist das eine wertvolle Information darüber, was du brauchst. Eine ehrliche Bewertung macht das Ergebnis nicht weniger wert, sie macht es nur brauchbarer.

Wirkt Rotlichttherapie? Eine ehrliche Antwort

Die Frage, ob Rotlichttherapie wirkt, ist zu breit, um sie mit Ja oder Nein zu beantworten, denn sie betrifft vier verschiedene Anwendungen mit vier verschiedenen Arten von Grundlage. Was man vernünftigerweise dazu sagen kann, ist Folgendes.

  • Rotes und nahinfrarotes Licht wird nachweislich vom Gewebe aufgenommen. Dieser Teil steht außer Frage.
  • Dass diese Aufnahme mit Veränderungen in Zellen einhergeht, ist in der Laborforschung beschrieben und die Wirkungshypothese, auf der das Feld beruht.
  • Was davon zu etwas führt, das ein Mensch zu Hause merkt, ist je nach Anwendung verschieden und nirgends sicher festgestellt.
  • Ein Teil der Nutzer merkt nichts, auch bei treuer Nutzung über Monate. Das ist ein normales Ergebnis, kein Fehler.
  • Wer ohne Vorbehalt über Ergebnisse spricht, geht weiter, als die Forschung erlaubt, auch wenn diese Person etwas verkauft.

Wie wir Produkte testen und was wir dabei feststellen können und was nicht, erklären wir auf der Seite über Produkttests und Transparenz.

Deine eigene Erfahrung mit einem einfachen Protokoll festhalten

Wenn einzelne Erfahrungen anderer eine schwache Quelle sind, dann ist es deine eigene Erfahrung auch. Außer du schreibst sie auf. Ein kleines Protokoll kostet eine Minute pro Mal und löst das größte Problem: Deine Erinnerung daran, wie es vor acht Wochen war, stimmt nicht.

  1. Halte deinen Ausgangspunkt fest, bevor du anfängstSchreib in zwei Sätzen auf, wie die Situation jetzt ist und was sich ändern soll. Mach das vor deiner ersten Sitzung, nicht danach.
  2. Wähl ein ZielHaut, eine bestimmte Stelle oder Entspannung. Alles gleichzeitig festzuhalten funktioniert nicht, und alles gleichzeitig zu bewerten auch nicht.
  3. Notier pro Sitzung vier DingeDatum, welche Stelle, wie viele Minuten und in welchem Abstand. Mehr braucht es nicht, und mehr hältst du sowieso nicht durch.
  4. Gib einmal pro Woche eine NoteEine Zahl von 1 bis 10 für dein Ziel, zu einem festen Zeitpunkt in der Woche. Nicht täglich, denn tägliche Schwankungen sagen nichts.
  5. Schreib auf, was sich sonst geändert hatAndere Schlafroutine, neue Pflege, stressige Phase, Krankheit. Das ist die Spalte, die dich später vor falschen Schlüssen bewahrt.
  6. Bewerte erst nach acht bis zwölf WochenLies dann alles auf einmal durch. Schau auf die Linie über Wochen, nicht auf einzelne Tage.

Für die Haut kannst du außerdem ein Foto hinzufügen, aber nur, wenn du es ernsthaft machst: dieselbe Stelle, derselbe Abstand, dieselbe Uhrzeit und dasselbe Licht. Ein Foto bei Tageslicht neben einem Foto bei Lampenlicht vergleicht vor allem die Lampen. Fotografier nie im roten Licht selbst.

Spalte in deinem Protokoll Was du einträgst Warum es hilft
Datum Tag der Sitzung Zeigt, ob deine Regelmäßigkeit echt ist oder nur geplant war
Stelle Gesicht, Schulter, Knie, Rücken Verhindert, dass du später verschiedene Dinge durcheinanderbringst
Minuten und Abstand Dauer pro Stelle und der Abstand zum Gerät Macht hinterher klar, was du eigentlich gemacht hast
Wochennote Eine Zahl von 1 bis 10 für dein Ziel Ergibt eine Linie über Wochen statt eines Gefühls pro Tag
Besonderheiten Alles, was sich in dieser Woche sonst geändert hat Bewahrt dich vor Schlüssen, die eigentlich woanders herkommen
Notizbuch und Stift auf einem dunklen Schreibtisch mit rotem Streiflicht
Ein Notizbuch neben dem Panel tut mehr für eine ehrliche Bewertung als jede Onlinebewertung.

Wie du dir selbst eine faire Chance gibst

Die meisten enttäuschenden Erfahrungen kommen nicht vom Licht, sondern vom Aufbau drumherum. Diese Punkte verhindern den größten Teil davon.

  • Wähl ein Gerät, bei dem die Wellenlängen angegeben sind. Ohne diese Information weißt du nicht, womit du testest.
  • Halte den Abstand aus der Anleitung ein. Er gehört zur Intensität deines Modells und ist kein Vorschlag.
  • Fang kurz an und steigere in Ruhe. Fünf bis zehn Minuten pro Stelle in den ersten zwei Wochen reichen.
  • Wähl ein Ziel pro Zeitraum. Haut, Muskeln und Entspannung gleichzeitig zu bewerten, führt zu keinem brauchbaren Schluss.
  • Verbinde die Sitzung mit etwas Festem. Nach dem Zähneputzen oder nach deinem Training. Lose Vorsätze halten keine zwölf Wochen.
  • Verwechsle Wärme nicht mit Licht. Spürst du vor allem Wärme, arbeitest du mit einer Infrarot Saunadecke oder Wärmelampe, und das ist eine andere Anwendung für ein anderes Ziel.
  • Schau nicht direkt in die LEDs. Halte die Augen geschlossen oder nutze eine Rotlichtbrille, wenn du mit dem Gesicht zum Panel sitzt.
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Wann du besser aufhörst

Nicht jeder Versuch muss weitergehen. Hast du zwölf Wochen konsequent genutzt, mit einem Gerät, dessen Wellenlängen bekannt sind, im angegebenen Abstand, und siehst du in deinem Protokoll keinerlei Linie? Dann ist es vernünftig zu schließen, dass es für dich nicht das tut, was du dir erhofft hast.

Das heißt nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Nicht jeder reagiert gleich, und ein Teil der Nutzer merkt nichts. Es kann auch sein, dass dir der Ruhemoment gefällt und der Rest nicht, und auch das ist ein gutes Ergebnis, das man kennen sollte. Gerade weil wir keine erfundenen Erfahrungen veröffentlichen, gehört dieses Szenario hier genauso erwähnt wie die positiven.

Hör in jedem Fall auf, wenn deine Haut gereizt wird, wenn du von den Sitzungen Kopfschmerzen bekommst oder wenn du merkst, dass deine Beschwerden zunehmen. Und denk daran, dass Beschwerden, die Aufmerksamkeit brauchen, zu deinem Hausarzt gehören.

Zum Schluss

Erfahrungen mit Rotlichttherapie gehen auseinander, weil die Umstände auseinandergehen, nicht weil die eine Person es besser sieht als die andere. Gerät, Abstand, Dauer, Regelmäßigkeit und Erwartung bestimmen zusammen, was zu merken ist, und diese fünf unterscheiden sich von Nutzer zu Nutzer enorm.

Das Ehrlichste, was du tun kannst, ist deinen eigenen Versuch sauber aufzubauen: ein Ziel, ein fester Plan, ein kleines Protokoll und erst nach acht bis zwölf Wochen ein Urteil. Dann weißt du etwas über dich selbst, und das ist mehr wert als hundert Geschichten von Fremden. Willst du die Hintergründe und Quellen dazu, schau in die Wissensdatenbank Rotlichttherapie.

Häufige Fragen

Was berichten Menschen am häufigsten über Rotlichttherapie?

Das Erste, was Nutzer nennen, ist fast nie ein sichtbares Ergebnis, sondern der Ruhemoment der Sitzung selbst. Berichte über Haut oder Muskeln kommen meist erst nach Wochen regelmäßiger Nutzung. Ein Teil der Nutzer merkt nichts, auch bei treuer Nutzung.

Wie lange dauert es, bis man etwas von Rotlicht merkt?

Rechne mit acht bis zwölf Wochen bei drei bis fünf Sitzungen pro Woche, bevor du dir ein brauchbares Urteil bilden kannst. Bei der Haut liegt der erste Moment, an dem etwas sichtbar werden kann, meist um Woche vier bis acht. Nach einer einzelnen Sitzung ist nichts Greifbares zu erwarten.

Wirkt Rotlichttherapie wirklich?

Dass rotes und nahinfrarotes Licht vom Gewebe aufgenommen wird, steht außer Frage. Was davon zu etwas führt, das du zu Hause merkst, ist je nach Anwendung verschieden und nirgends sicher festgestellt. Es ist also weder Unsinn noch eine bewiesene Behandlung mit festem Rezept.

Warum gehen die Erfahrungen mit Rotlichttherapie so weit auseinander?

Fünf Dinge erklären den Großteil der Unterschiede: das Gerät und die angegebenen Wellenlängen, der Abstand zur Haut, die Dauer pro Sitzung, die Regelmäßigkeit und die Erwartung, mit der jemand anfängt. Zwei Menschen können beide sagen, dass sie es ausprobiert haben, und trotzdem etwas ganz anderes gemacht haben.

Ist die Wirkung von Rotlichttherapie einfach Placebo?

Der Placeboeffekt spielt sicher mit, aber das heißt nicht, dass sich jemand etwas einbildet. Erwartung, Aufmerksamkeit und ein festes Ritual haben nachweislich Einfluss darauf, wie Menschen sich fühlen. Für die Forschung ist das ein Problem, für dich zu Hause vor allem eine Information darüber, was dir genau hilft.

Bei welcher Anwendung ist die Grundlage am stärksten?

Innerhalb dieses Themas ist die Grundlage für Haut und Gesicht vergleichsweise am stärksten, auch wenn es dort kein eindeutiges Protokoll gibt. Bei Muskeln und Regeneration widersprechen sich Studien, und bei Gelenken ist die Grundlage am dünnsten. Vergleichsweise stärker heißt hier nicht bewiesen.

Wie halte ich meine eigene Erfahrung mit Rotlicht fest?

Halte deinen Ausgangspunkt vor der ersten Sitzung fest, wähl ein Ziel und notier pro Sitzung Datum, Stelle, Minuten und Abstand. Gib einmal pro Woche eine Note von 1 bis 10 und schreib auf, was sich in der Woche sonst verändert hat. Bewerte erst nach acht bis zwölf Wochen.

Warum merkt der eine nichts und der andere schon?

Das kann am Gerät liegen, am Abstand, an zu wenig Regelmäßigkeit oder an einer zu kurzen Testphase. Es kann auch sein, dass jemand einfach anders reagiert. Menschen, die aufhören, hören fast immer auf, weil sie es nicht durchgehalten haben, nicht weil etwas schiefging.

Veröffentlicht Luxyor Kundenerfahrungen auf dieser Seite?

Nein. Luxyor veröffentlicht keine erfundenen Erfahrungen, also findest du hier keine Zitate, Namen oder Zufriedenheitswerte. Was du liest, ist eine allgemeine Zusammenfassung dessen, was in Forschung und Nutzerberichten zum Vorschein kommt.

Wann höre ich besser mit Rotlichttherapie auf?

Siehst du nach zwölf Wochen konsequenter Nutzung mit einem geeigneten Gerät und dem richtigen Abstand keinerlei Linie in deinem Protokoll, ist es vernünftig zu schließen, dass es für dich nicht das tut, was du dir erhofft hast. Hör auch auf, wenn deine Haut gereizt wird oder deine Beschwerden zunehmen, und geh bei anhaltenden Beschwerden zu deinem Hausarzt.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

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