Du schwitzt in der Sauna nicht? Ursachen und was du dagegen tun kannst

Kurz gesagt
Du schwitzt in der Sauna oder in deiner Infrarotdecke kaum oder gar nicht? Meistens liegt es am Trinken, an der Stufe oder an der Dauer deiner Session.
- Zu wenig getrunken ist die häufigste Ursache
- Stufe zu niedrig oder Session zu kurz
- Dicke Kleidung und ein kalter Raum wirken dagegen
- Wenig Schweiß heißt nicht, dass es weniger wirkt
Du liegst in der Sauna oder in deiner Infrarotdecke, die Wärme kommt gut in Gang, und trotzdem bleibt deine Haut fast trocken. In der Sauna nicht schwitzen zu können fühlt sich seltsam an, vor allem wenn die Person neben dir schon nach fünf Minuten tropft. In den meisten Fällen ist nichts Besonderes los. Oft liegt die Erklärung in etwas Einfachem: zu wenig getrunken, eine zu niedrige Stufe, eine kurze Session oder einfach ein Körper, der etwas länger braucht.
Dieser Ratgeber geht die möglichen Ursachen in Ruhe durch, von den häufigsten bis zu den seltenen. Bei jeder Ursache liest du, wie du sie erkennst und was du dagegen tun kannst. Am Ende erfährst du, warum wenig Schweiß überhaupt nicht bedeutet, dass deine Session misslungen ist. Denn Schwitzen fühlt sich für viele Menschen gut an, aber es ist keine Note in deinem Zeugnis.
Schwitzen sagt weniger über deine Session aus, als du denkst
Es gibt die hartnäckige Vorstellung, dass mehr Schweiß heißt, dass es besser wirkt. Diese Vorstellung stimmt nicht. Schweiß ist in erster Linie ein Kühlmechanismus. Dein Körper will seine Kerntemperatur stabil halten, und wenn es warm wird, gibt er Flüssigkeit an deine Haut ab. Diese Flüssigkeit verdunstet, und das Verdunsten kühlt dich ab. Mehr Schweiß bedeutet also vor allem, dass dein Körper in dem Moment stärker kühlt, nicht dass etwas zusätzlich passiert.
Dazu kommt, dass Schweiß fast vollständig aus Wasser und Salzen besteht. Es ist ein kleines bisschen Harnstoff und ein paar Spuren anderer Stoffe darin, aber die Menge ist vernachlässigbar. Schwitzen ist deshalb keine Form der Entgiftung, wie oft du das auch liest. Deine Nieren und deine Leber erledigen diese Arbeit, und zwar den ganzen Tag, ob du schwitzt oder nicht.
Die praktische Folge dieses Wissens: Du musst dir keine Gedanken über die Schweißmenge machen. Ob du völlig durchnässt aus deiner Decke kommst oder nur eine feuchte Stirn hast, die Wärme hat in beiden Fällen dasselbe getan.
Wie lange dauert es, bis du in der Sauna schwitzt?
Das ist vielleicht die meistgestellte Frage zu diesem Thema, und die Antwort ist weniger fest, als viele hoffen. In einer klassischen Sauna mit achtzig bis neunzig Grad beginnen viele Menschen nach fünf bis zehn Minuten zu schwitzen. In einer Infrarotdecke dauert es meist etwas länger, oft fünfzehn bis dreißig Minuten, weil die Decke selbst auch erst auf Temperatur kommen muss und die Wärme gleichmäßiger aufbaut. Warum diese achtzig bis neunzig Grad trockene Luft erträglich sind und was passiert, sobald jemand Wasser auf die Steine gießt, liest du in was eine finnische Sauna ist.
Diese Spanne ist groß, und das ist normal. Wann du anfängst zu schwitzen, hängt von deiner Ausgangstemperatur ab, davon, wie viel du getrunken hast, wie warm der Raum ist, wie du eingepackt bist, und von deinem eigenen Körper. Wer gerade vom Fahrrad steigt, schwitzt fast sofort. Wer mit kalten Füßen aus einem zugigen Zimmer kommt, braucht manchmal eine halbe Stunde.
Merkst du, dass in den ersten zehn Minuten noch nichts passiert, ist das also kein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Gib ihm Zeit. Wie lange die Aufwärmphase einer Decke dauert, liest du im Artikel darüber, wie lange das Aufwärmen einer Saunadecke dauert.
In der Sauna nicht schwitzen: die Ursachen im Überblick
Hier findest du die Ursachen in der Reihenfolge, wie oft sie vorkommen. Die ersten fünf erklären den weitaus größten Teil der Fälle. Geh sie von oben nach unten durch, dann überspringst du nichts und landest meist schnell bei dem Grund, der auf dich zutrifft.
Ursache 1: Du hast zu wenig getrunken
Das ist mit Abstand der häufigste Grund. Schweiß ist Wasser, und Wasser, das nicht da ist, kann dein Körper nicht abgeben. Bist du leicht dehydriert, hält dein Körper Flüssigkeit lieber fest, als sie herzugeben. Du spürst die Wärme zwar, du wirst rot, aber deine Haut bleibt trocken oder höchstens etwas klamm.
Du erkennst es an ein paar Dingen: Du hast an dem Tag wenig getrunken, dein Urin ist dunkel, du hast Durst oder einen trockenen Mund, und vielleicht leichte Kopfschmerzen. Auch ein Tag mit viel Kaffee, ein Abend mit Alkohol oder ein intensives Training, nach dem du nicht richtig nachgetrunken hast, sorgen dafür.
Was du dagegen tun kannst: Trink über den Tag verteilt genug Wasser, nicht nur kurz vor deiner Session. Ein Glas Wasser zwanzig Minuten vorher hilft, aber ein Körper, der den ganzen Tag auf dem Trockenen saß, füllt sich nicht in einer Viertelstunde wieder auf. Stell dir auch eine Flasche in Reichweite und trink während der Session und danach. Das ist ohnehin sinnvoll, egal ob du schwitzt.
Ursache 2: Die Temperatur ist zu niedrig eingestellt
Der zweite Klassiker. Bei einer Infrarotdecke kommt das häufiger vor, als viele denken, weil sich eine niedrige Stufe durchaus warm anfühlt, obwohl sie nicht warm genug ist, um deine Kerntemperatur wirklich steigen zu lassen. Du liegst behaglich, du findest es angenehm, und du schwitzt nicht. Genau das passiert bei einer Stufe, die zu vorsichtig gewählt ist.
In einer klassischen Sauna gilt dasselbe für die unteren Bänke. Unten ist es spürbar kühler als oben, manchmal zehn bis fünfzehn Grad. Wer immer auf der untersten Bank sitzt und sich fragt, warum nichts passiert, hat die Erklärung oft buchstäblich über sich.
Was du dagegen tun kannst: Erhöhe die Stufe in Ruhe, in kleinen Schritten, und gib jedem Schritt ein paar Minuten Zeit. Geh nicht gleich auf die höchste Stufe, denn das ist unangenehm und nicht nötig. In der Sauna kannst du eine Bank höher probieren. Welche Stufe zu welcher Situation passt, steht ausführlich im kompletten Temperaturratgeber für die Infrarot Saunadecke.
Ursache 3: Deine Session ist zu kurz
Schwitzen kommt nicht auf Kommando. Dein Körper muss erst seine Kerntemperatur ein Stück steigen lassen, bevor er den Hahn aufdreht. Dauert deine Session zehn oder fünfzehn Minuten, steckst du manchmal noch in der Aufbauphase, wenn du aufhörst. Vor allem bei einer Infrarotdecke, die selbst auch noch aufwärmen musste, reicht die Zeit dann nicht.
Du erkennst das daran, dass du genau beim Aussteigen das Gefühl hattest, dass es gerade angenehm wurde. Dieses Gefühl stimmt. Du warst fast so weit.
Was du dagegen tun kannst: Rechne die Aufwärmzeit der Decke nicht als Sessionzeit mit. Lass die Decke erst auf Temperatur kommen und starte erst dann deinen Timer. Steigere deine Session nach und nach auf eine Dauer, die für dich angenehm bleibt, und hör dabei auf deinen Körper statt auf die Uhr. Wie du eine Session sinnvoll einteilst, steht im Artikel darüber, was du während einer Saunadeckensession machst. Sitzt du in einer Kabine, findest du denselben Aufbau in der Schritt für Schritt Anleitung zur Nutzung einer Infrarotsauna, vom Aufwärmen bis zum Abkühlen.
Ursache 4: Zu viel, zu wenig oder die falsche Kleidung
Kleidung wirkt in zwei Richtungen, und beide können dem Schwitzen im Weg stehen. Trägst du in deiner Decke dicke Baumwolle oder mehrere Lagen davon, saugt der Stoff deine Feuchtigkeit sofort auf. Du schwitzt dann zwar, merkst aber wenig davon, weil alles im Stoff verschwindet. Das fühlt sich an wie nicht schwitzen, obwohl es das nicht ist.
Umgekehrt kann auch zu wenig Bedeckung eine Rolle spielen. Nackte Haut an der Innenseite einer Decke fühlt sich schneller heiß an, weshalb viele die Stufe niedriger stellen als nötig. Sie halten es angenehm bei einer Temperatur, die zu niedrig ist, um richtig in Gang zu kommen. Synthetische Sportkleidung ist wieder eine andere Geschichte: Sie liegt manchmal so eng an, dass sich die Wärme ungleichmäßig verteilt.
Was du dagegen tun kannst: Wähl dünne, luftige Kleidung aus Baumwolle oder einem Baumwollmix mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen. Das schützt deine Haut vor direktem Kontakt mit der warmen Oberfläche und lässt die Wärme trotzdem gut durch. Leg ein dünnes Handtuch unter dich statt eines dicken, denn ein dickes Handtuch isoliert dich gerade von der Wärme.
Ursache 5: Der Raum um dich herum ist kalt
Eine Infrarotdecke in einem kalten Schlafzimmer oder auf einem zugigen Dachboden hat es schwer. Nach außen geht Wärme verloren, und dein Kopf, dein Nacken und deine Schultern ragen meist aus der Decke heraus. Wenn die kalt sind, bleibt deine gesamte Wärmebilanz niedrig, und das Schwitzen setzt später oder gar nicht ein. Du fühlst dich unten warm und oben kalt.
Dasselbe gilt in geringerem Maß für eine Sauna, deren Tür ständig aufgeht. Jedes Mal, wenn jemand hinein oder hinausgeht, sinkt die Temperatur, und dein Körper reagiert darauf, indem er die Kühlung wieder herunterfährt.
Was du dagegen tun kannst: Nutze deine Decke in einem Raum mit Zimmertemperatur und schließ die Fenster. Leg eine zusätzliche Wolldecke über deinen Oberkörper oder nimm ein Kissen unter den Kopf, damit dein Nacken nicht im Zug liegt. Schließ die Decke sauber um deinen Körper, damit die Wärme drinnen bleibt, statt an den Rändern zu entweichen.
Ursache 6: Gewöhnung und Kondition
Diese Ursache überrascht viele. Deine Schweißreaktion ist zum Teil trainierbar. Wer regelmäßig in die Wärme kommt, ob durch Sport oder durch Saunabesuche, schwitzt in der Regel früher und leichter. Der Körper lernt, die Kühlung schneller einzuschalten. Wer selten in die Wärme kommt, braucht länger.
Deshalb kann es passieren, dass du in den ersten Wochen mit einer neuen Decke fast nichts merkst und nach ein oder zwei Monaten plötzlich viel schneller in Gang kommst, bei genau derselben Stufe. Am Gerät hat sich nichts verändert. Verändert hat sich etwas an dir.
Was du dagegen tun kannst: Nichts Besonderes, außer Regelmäßigkeit. Ein paar ruhige Sessions pro Woche bringen mehr als eine lange Session im Monat. Erwarte nicht, dass es sofort anders ist, und vergleich dich vor allem nicht mit anderen. Die Unterschiede zwischen Menschen sind enorm.
Mehr Schweiß heißt nicht, dass es besser wirkt. Schweiß ist Wasser und Salz und vor allem eine Art abzukühlen.
Ursache 7: Koffein, Alkohol und was du an dem Tag gegessen hast
Kaffee, Tee, Energydrinks und Alkohol beeinflussen alle deinen Flüssigkeitshaushalt. Vor allem Alkohol, denn er sorgt dafür, dass du mehr auf die Toilette musst und dadurch mehr Flüssigkeit verlierst, als du aufnimmst. Legst du dich am Tag nach einer Feier in deine Decke, startest du mit einem Rückstand, den du kaum wieder aufholst.
Koffein ist weniger dramatisch, als oft gedacht wird, aber drei oder vier Tassen Kaffee an einem Tag, an dem du sonst wenig Wasser trinkst, summieren sich. Auch eine salzige Mahlzeit kurz vorher kann eine Rolle spielen, genauso wie ein schweres Essen, das deinen Blutfluss vor allem zur Verdauung schickt.
Was du dagegen tun kannst: Plane deine Session nicht direkt nach Alkohol und leg dich nicht mit vollem Magen hin. Warte nach einer großen Mahlzeit etwa eine bis anderthalb Stunden. Trink an dem Tag, an dem du eine Session planst, Wasser zusätzlich zu deinem Kaffee. Einfache Dinge, aber zusammen machen sie einen ordentlichen Unterschied.
Ursache 8: Das Alter spielt mit
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Art, wie der Körper mit Wärme umgeht. Die Schweißdrüsen werden in der Regel etwas weniger aktiv, und die Reaktion auf Wärme setzt oft später ein. Das ist ein normaler Alterungsprozess und an sich kein Problem. Es erklärt aber, warum jemand mit siebzig im selben Raum trockener bleibt als jemand mit fünfundzwanzig.
Auch das Durstgefühl wird im Alter weniger deutlich. Das bedeutet, dass die erste Ursache aus dieser Liste, zu wenig getrunken zu haben, öfter mitspielt, ohne dass du es merkst.
Was du dagegen tun kannst: Trink zu festen Zeiten statt nach Durst, und halte Sessions etwas kürzer und milder, wenn sich die Wärme schwerer anfühlt. Steigere dich in Ruhe. Es gibt keinen einzigen Grund, einer Norm entsprechen zu wollen, die zu jemand anderem gehört.
Ursache 9: Medikamente können das Schwitzen bremsen
Manche Medikamente können beeinflussen, wie viel du schwitzt. Das gilt zum Beispiel für bestimmte Mittel gegen Allergien, manche Mittel bei Blasenbeschwerden, bestimmte Mittel bei psychischen Beschwerden und einige Mittel gegen Übelkeit. Auch Entwässerungstabletten verändern deinen Flüssigkeitshaushalt und damit indirekt deine Schweißreaktion.
Wichtig: Das ist keine Liste, um dich selbst danach zu beurteilen, und erst recht kein Grund, etwas an deinen Medikamenten zu ändern. Sie soll dir nur zeigen, dass es eine Rolle spielen kann. Ob das bei dir so ist und was das bedeutet, ist eine Frage für deine Hausärztin, deinen Hausarzt oder deine Apotheke. Sie kennen deine Situation und können dazu etwas Sinnvolles sagen.
Was du dagegen tun kannst: Nimmst du Medikamente und merkst, dass du in der Wärme kaum schwitzt, sprich es einfach bei einem regulären Besuch in deiner Hausarztpraxis oder Apotheke an. Frag auch gleich, ob es etwas gibt, worauf du bei Wärme achten solltest. Ändere nie selbst etwas an deinen Medikamenten.
Ursache 10: Seltene Erkrankungen, bei denen das Schwitzen vermindert ist
Es gibt Erkrankungen, bei denen die Schweißdrüsen oder die Nerven, die sie steuern, weniger gut funktionieren. Vermindertes Schwitzen hat dafür einen medizinischen Namen, und es kann bei verschiedenen Erkrankungen vorkommen, darunter manche Hauterkrankungen, manche Nervenerkrankungen und bestimmte Stoffwechselprobleme. Das ist selten, und es ist fast nie die Erklärung, wenn jemand nur in der Sauna weniger schwitzt als andere.
Das Muster, das bei solchen Ursachen auffällt, ist, dass es sich nicht auf die Sauna beschränkt. Du schwitzt dann auch nicht bei Anstrengung, nicht an einem warmen Sommertag und nicht bei Fieber. Oft kommen andere Beschwerden dazu, etwa Überhitzung, Schwindel oder trockene Haut am ganzen Körper.
Was du dagegen tun kannst: Erkennst du dieses breitere Muster, dann grüble nicht selbst darüber nach und stell auch keine Diagnose auf Grundlage dessen, was du online liest. Mach einen Termin in deiner Hausarztpraxis und beschreib, was dir auffällt. Das ist der richtige Ort für diese Frage. In der Zwischenzeit gilt: Wirst du in der Wärme schnell überhitzt oder schwindlig, halte Sessions kurz und mild.
Ursache 11: Du schwitzt, merkst es aber nicht
Diese Ursache verdient einen eigenen Platz, denn sie kommt öfter vor, als vielen bewusst ist. In einem Dampfbad oder einer feuchten Sauna kondensiert Wasserdampf auf deiner Haut. Was du an dir herunterlaufen spürst, ist dann zum Teil gar kein Schweiß. Umgekehrt verdunstet Schweiß in einer trockenen Umgebung so schnell, dass sich deine Haut kaum nass anfühlt, obwohl du sehr wohl Flüssigkeit abgibst.
In einer Infrarotdecke passiert etwas Ähnliches mit deiner Kleidung und dem Handtuch unter dir. Sie nehmen die Feuchtigkeit auf, bevor du sie bemerkst. Kommst du aus deiner Session und dein Shirt ist feucht, obwohl sich deine Haut trocken anfühlte, dann hast du geschwitzt, ohne es zu merken.
Was du dagegen tun kannst: Fühl danach einmal an deiner Kleidung und deinem Handtuch statt nur an deiner Haut. Wieg dich notfalls vorher und nachher, dieser Unterschied ist fast komplett Flüssigkeitsverlust.
Ursache und Lösung im schnellen Überblick
| Was du merkst | Häufige Ursache | Was du tust |
|---|---|---|
| Haut bleibt trocken, aber Durst | Zu wenig getrunken | Über den Tag verteilt Wasser trinken, auch während der Session |
| Angenehm warm, sonst nichts | Stufe zu niedrig | Schrittweise erhöhen und pro Schritt ein paar Minuten warten |
| Es wurde gerade angenehm | Session zu kurz | Aufwärmzeit nicht mitzählen und die Dauer in Ruhe steigern |
| Kleidung feucht, Haut trocken | Stoff nimmt die Feuchtigkeit auf | Dünne Baumwollkleidung und ein dünnes Handtuch verwenden |
| Unten warm, oben kalt | Kalter Raum oder Zugluft | Fenster zu, Wolldecke über den Oberkörper, Decke gut schließen |
| Auch bei Sport oder Hitze kein Schweiß | Breiteres Muster | Mit der Hausarztpraxis besprechen, nicht selbst herausfinden |
Geh die Liste von oben nach unten durch. Trinken, Stufe und Zeit erklären zusammen den weitaus größten Teil der Fälle. Erst wenn diese drei stimmen und immer noch nichts passiert, lohnt es sich, weiter zu schauen.
Wann weniger Schwitzen völlig in Ordnung ist
Jetzt der wichtigste Teil dieses Artikels. Wenn du alles oben durchgegangen bist, du genug trinkst, deine Stufe passt, deine Session lang genug dauert und du trotzdem wenig schwitzt: Dann ist das in Ordnung. Wirklich. Es gibt keinen Zielwert und kein Minimum.
Menschen unterscheiden sich enorm in der Zahl ihrer aktiven Schweißdrüsen und darin, wie schnell diese reagieren. Zwei Menschen, die nebeneinander bei genau derselben Stufe liegen, können ein komplett anderes Bild zeigen. Das sagt nichts darüber, wer von beiden mehr davon hat. Es sagt etwas über ihre Haut.
Außerdem ist Schweiß, wie gesagt, vor allem Wasser und Salz. Das macht ihn zu einem schlechten Maßstab für alles Mögliche, außer dafür, wie stark dein Körper in dem Moment kühlt. Was du nach einer ruhigen Session in der Wärme meist merkst, ist ein entspanntes Gefühl und warme Muskeln, und das hat nichts mit der Menge an Feuchtigkeit auf deiner Haut zu tun.
Also: Nutze Schweiß nicht als Gradmesser. Nutze stattdessen, wie du dich während und nach der Session fühlst. Fühlt es sich gut an, ist die Wärme gut auszuhalten und bist du danach entspannt? Dann machst du es richtig, egal wie trocken deine Haut ist. Und fühlt es sich unangenehm an oder wird dir schwindlig, hör auf, egal wie viel du schwitzt.
Was du lieber nicht tun solltest
Ein paar Dinge, die Menschen ausprobieren, um das Schwitzen zu erzwingen, und die du besser lässt.
- Die Stufe weit über das stellen, was angenehm ist. Das ist nicht angenehm und nicht nötig
- Sessions viel länger machen, als du verträgst, nur um doch Schweiß zu sehen
- Bewusst weniger trinken, im Glauben, dass der Körper dann härter arbeitet. Das bewirkt das Gegenteil, denn ohne Flüssigkeit kannst du gerade weniger schwitzen
- Dich in Plastik oder Folie wickeln. Das behindert die Wärmeabgabe und ist unangenehm
- Selbst Schlüsse über deine Gesundheit ziehen, je nachdem wie viel du schwitzt
In Ruhe steigern bringt immer mehr als Erzwingen. Mehr praktische Hinweise findest du im Artikel mit Tipps, wie du das Beste aus deiner Infrarot Saunadecke herausholst.
Wann du kurz in der Hausarztpraxis nachfragst
Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, deine Frage einer Ärztin oder einem Arzt zu stellen statt einem Ratgeber wie diesem. Zum Beispiel, wenn du merkst, dass du nirgends mehr schwitzt, also auch nicht bei Anstrengung oder an einem warmen Tag. Oder wenn du in der Wärme schnell überhitzt, dir schwindlig oder übel wird. Auch wenn das verminderte Schwitzen plötzlich begonnen hat oder mit anderen Beschwerden oder einem neuen Medikament zusammenfällt, ist das ein guter Grund, es anzusprechen.
Das ist kein Alarm, und meist kommt eine beruhigende Antwort heraus. Es ist einfach der richtige Ort für diese Frage, denn nur jemand, der deine Situation kennt, kann etwas dazu sagen. Dieser Ratgeber kann das nicht und tut das auch nicht.
Zum Schluss
Nicht zu schwitzen, in der Sauna oder in einer Infrarotdecke, hat fast immer eine ganz normale Erklärung. Zu wenig getrunken, eine zu niedrige Stufe, eine zu kurze Session, dicke Kleidung oder ein kalter Raum erklären zusammen den größten Teil der Fälle. Gewöhnung, Koffein und Alkohol, Alter und Medikamente können mitspielen. Seltene Erkrankungen gibt es, aber sie zeigen ein breiteres Muster als nur in der Wärme trocken zu bleiben, und diese Frage gehört in deine Hausarztpraxis.
Und wenn du alles durchgegangen bist und trotzdem wenig schwitzt, lass es los. Schweiß ist Wasser und Salz, kein Leistungsmesser. Willst du weiterlesen, schau in die Wissensdatenbank über Infrarot Saunadecken oder sieh dir in Ruhe die Infrarot Saunadecken von Luxyor an. Bei uns hast du immer 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie, damit du in Ruhe ausprobieren kannst, was zu dir passt.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis man in der Sauna schwitzt?
In einer heißen Sauna oft fünf bis zehn Minuten, in einer Infrarotdecke meist fünfzehn bis dreißig Minuten. Die Unterschiede zwischen Menschen sind groß, also gib dir in Ruhe Zeit.
Warum schwitze ich in der Sauna nicht, während andere schwitzen?
Meist wegen zu wenig Trinken, einer zu niedrigen Stufe oder einer zu kurzen Session. Auch Gewöhnung spielt mit: Wer öfter in die Wärme geht, schwitzt meist früher.
Heißt wenig Schwitzen, dass meine Session nicht wirkt?
Nein. Schweiß besteht fast vollständig aus Wasser und Salzen und ist vor allem eine Art abzukühlen. Er ist kein Maßstab dafür, wie gut eine Session läuft.
Hilft mehr Trinken, besser zu schwitzen?
Oft schon. Ohne genug Flüssigkeit hält dein Körper Wasser lieber fest. Trink über den Tag verteilt und halte während deiner Session eine Flasche in Reichweite.
Können Medikamente das Schwitzen beeinflussen?
Das kann bei manchen Mitteln eine Rolle spielen. Ändere nie selbst etwas an deinen Medikamenten und sprich im Zweifel mit deiner Hausarztpraxis oder Apotheke.
Wann spreche ich mit meiner Hausarztpraxis darüber?
Wenn du auch bei Anstrengung oder an warmen Tagen nicht schwitzt, wenn es plötzlich angefangen hat oder wenn du in der Wärme schnell überhitzt oder schwindlig wirst.


