Sauna und Ekzem: wann Wärme guttut und wann nicht

Kurz gesagt
Wärme und empfindliche Haut wirken bei jedem anders. Was Schweiß bei Ekzem oder Schuppenflechte macht, wo der Unterschied zwischen trockener und feuchter Wärme liegt und wann du es besser lässt.
- Wärme behandelt weder Ekzem noch Schuppenflechte, die Reaktionen sind sehr unterschiedlich
- Salziger Schweiß auf einer geschädigten Hautbarriere brennt und juckt
- Abkühlen, kurz abduschen und sofort eincremen macht am meisten aus
- Schub, offene Haut oder Infektion? Lass es und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt
Über Wärme und empfindliche Haut zu schreiben, ist schwierig, weil die Erfahrungen so weit auseinandergehen. Die eine kommt aus der Sauna mit einer Haut, die sich ruhiger anfühlt als vorher. Der andere hat innerhalb einer Stunde Juckreiz, rote Stellen und das Gefühl, dass alles spannt. Beide Geschichten sind echt, und genau das macht die Frage, ob Sauna gut bei Ekzem ist, schwieriger als ein einfaches Ja oder Nein.
Dieser Artikel zeigt, was passiert, wenn du geschädigte Haut aufwärmst, warum Schweiß dem einen Erleichterung bringt und den anderen reizt, und welche Rahmenbedingungen du selbst in der Hand hast. Keine Versprechen, denn Wärme behandelt weder Ekzem noch Schuppenflechte. Aber eine ehrliche Abwägung, damit du selbst einschätzen kannst, ob es zu deiner Haut passt und wann du es besser lässt.
Sauna und Ekzem: die kurze Antwort
Auf die Frage, ob Sauna gut bei Ekzem ist, gibt es keine allgemeine Antwort, und wer eine gibt, ist zu schnell. Was sich aber sagen lässt: Die Reaktionen gehen stark auseinander, und dieser Unterschied ist kein Zufall. Er hängt vom Hauttyp ab, davon, wie ruhig oder aktiv die Erkrankung gerade ist, von Temperatur und Dauer und vor allem davon, was in der Stunde danach passiert.
Grob siehst du drei Gruppen. Ein Teil der Menschen mit Ekzem merkt, dass sich die Haut nach einer warmen Sitzung geschmeidiger anfühlt und der Juckreiz vorübergehend weniger im Vordergrund steht. Eine zweite Gruppe merkt fast nichts, außer dass es angenehm entspannend war. Eine dritte Gruppe bekommt gerade Beschwerden: stechenden Juckreiz beim Schwitzen, ein brennendes Gefühl an Stellen, an denen die Haut schon dünn war, und manchmal einen Schub in den Tagen danach.
Dieser Unterschied sagt wenig darüber, wie gut du es angehst, und viel darüber, wie deine Haut funktioniert. Die ehrliche Linie ist also: Wärme ist keine Behandlung, du kannst höchstens vorsichtig ausprobieren, wie deine Haut reagiert, und bei einem Schub oder kaputter Haut ist dieses Ausprobieren keine gute Idee. Bist du in Behandlung, sprich zuerst mit deiner Hautarztpraxis oder Hausarztpraxis. Dort kennt man deine Haut, wir nicht.
Was Wärme mit der Haut macht
Wärme macht drei Dinge gleichzeitig mit deiner Haut, und jedes davon kann für sich angenehm oder unangenehm ausfallen.
Erstens weiten sich die kleinen Blutgefäße in der Haut. Es fließt mehr Blut an die Oberfläche, die Haut wird röter und wärmer, und so wird dein Körper Wärme los. Das fühlt sich für viele angenehm an, aber bei Haut, die schon entzündet ist, kann diese zusätzliche Durchblutung die roten Stellen vorübergehend kräftiger machen und das warme Gefühl verstärken.
Zweitens werden deine Schweißdrüsen aktiv, und dieser Weg funktioniert erst, wenn der Schweiß auch wirklich verdunsten kann. Drittens verändert sich die Hornschicht, die oberste Schicht deiner Haut. Warme, feuchte Luft lässt diese Schicht aufquellen und geschmeidiger wirken. Trockene, heiße Luft bewirkt das Gegenteil und zieht Feuchtigkeit aus den oberen Schichten.
Dieser letzte Punkt ist der Kern fast aller Verwirrung rund um dieses Thema. Während der Sitzung fühlt sich die Haut oft weich an, denn es gibt Wärme und Feuchtigkeit. Das Problem entsteht danach, wenn du abkühlst, die Feuchtigkeit verdunstet und die Haut sich stärker spannt als vorher. Wer dann nichts tut, hat danach oft trockenere Haut.
Was Schweiß bei einer geschädigten Hautbarriere macht
Eine gesunde Hautbarriere ist eine dichte Schicht: Zellen wie Ziegelsteine, mit Fetten als Mörtel dazwischen. Bei Ekzem hat diese Schicht an vielen Stellen Lücken. Sie gibt Feuchtigkeit leichter ab und lässt Reize leichter herein. Genau deshalb macht derselbe Tropfen Schweiß beim einen nichts und fängt beim anderen an zu brennen.
Schweiß ist nämlich nicht neutral. Er besteht vor allem aus Wasser, enthält aber auch Salz sowie kleine Mengen Harnstoff, Milchsäure und andere Stoffe. Auf intakter Haut läuft das problemlos ab. Auf Haut mit kleinen Rissen, Kratzstellen oder einer dünnen Hornschicht kommt dasselbe Salz mit den Schichten darunter in Kontakt, und das kann brennen oder jucken. Viele Menschen mit Ekzem kennen dieses Gefühl vom Sport im Sommer: Die Stellen in der Ellenbeuge und der Kniekehle sind als Erste dran.
Es spielt noch etwas mit. Wärme selbst ist ein bekannter Auslöser für Juckreiz, unabhängig vom Schweiß. Die Nervenenden, die Juckreiz weiterleiten, werden aktiver, wenn die Haut wärmer wird. Deshalb ist Juckreiz unter einer Bettdecke oft schlimmer, und deshalb hat eine warme Sitzung bei manchen Menschen eine Stunde Kratzen zur Folge, auch wenn kein Schweiß mehr auf der Haut liegt.
Auf der anderen Seite: Schweiß, der kurz auf ruhiger Haut liegt und danach abgespült wird, ist für viele kein Problem. Manche finden es sogar angenehm, weil sich die Haut danach sauberer anfühlt. Kannst du kaum schwitzen, ist das eine eigene Geschichte mit eigenen Ursachen, erklärt im Artikel darüber, wenn du in der Sauna nicht schwitzen kannst.
Trockene und feuchte Wärme: der Unterschied, den deine Haut merkt
Wärme ist nicht gleich Wärme, und für trockene oder empfindliche Haut ist der Unterschied zwischen trockener und feuchter Wärme kein Detail. Er entscheidet, ob deine Haut Feuchtigkeit verliert oder vorübergehend Feuchtigkeit aufnimmt.
In einer klassischen finnischen Sauna ist die Luft heiß und sehr trocken. Diese Luft nimmt Feuchtigkeit aus allem auf, was da ist, auch aus der obersten Schicht deiner Haut. Für trockene Haut ist das oft das unangenehmste Klima, vor allem bei einer langen Sitzung.
In einem Dampfbad ist die Luft mit Wasser gesättigt. Deine Haut nimmt dort vorübergehend Feuchtigkeit auf und fühlt sich danach oft weicher an. Der Nachteil ist, dass Schweiß kaum verdunstet und deshalb länger liegen bleibt. Für alle, die mit Salz auf empfindlichen Stellen Probleme haben, ist das gerade ungünstig.
Eine Infrarot Saunadecke liegt dazwischen. Die Temperatur ist niedriger als in einer finnischen Sauna, aber du liegst eingepackt, sodass Schweiß schlechter verdunstet und länger an der Haut bleibt. Dazu hast du fast am ganzen Körper Kontakt mit Stoff. Für empfindliche Haut sind das die beiden Punkte, die zählen, und beide lassen sich mit Kleidung und einer Einlage lösen.
| Art der Wärme | Klima | Was deine Haut merkt | Worauf du bei empfindlicher Haut achtest |
|---|---|---|---|
| Finnische Sauna | Heiß und trocken | Schweiß verdunstet schnell, die Haut trocknet aus | Kurz halten und sofort eincremen |
| Dampfbad | Warm und gesättigt | Die Haut nimmt Feuchtigkeit auf und fühlt sich weich an | Schweiß bleibt liegen, gut abspülen |
| Infrarotkabine | Milder und trocken | Ruhige Wärme, allmähliches Schwitzen | Sitzauflage und Handtuch zwischen Haut und Material |
| Infrarot Saunadecke | Milder, eingepackt | Schweiß bleibt an der Haut liegen | Kleidung oder Einlage, kurze Sitzungen |

Sauna und Schuppenflechte: eine andere Geschichte als Ekzem
Schuppenflechte und Ekzem werden oft in einem Atemzug genannt, aber es sind verschiedene Erkrankungen, und die Haut verhält sich auch anders. Bei Schuppenflechte bilden sich Hautzellen viel zu schnell, wodurch dicke, schuppende Stellen entstehen. Bei Ekzem stehen die gestörte Barriere und der Juckreiz stärker im Vordergrund.
Was Menschen mit Schuppenflechte oft berichten: Eine warme, feuchte Umgebung macht die Schuppen weicher, und die Stellen fühlen sich danach weniger gespannt an. Das ist ein körperlicher Effekt von Feuchtigkeit und Wärme auf die oberste Hautschicht, nicht mehr und nicht weniger. Es ändert nichts an dem, was unter der Oberfläche passiert, und es lässt die Stellen nicht verschwinden. Wenn sich die Stellen weicher anfühlen, ist das angenehm, aber kein Zeichen, dass die Erkrankung nachlässt.
An einem Punkt verhält sich Schuppenflechte deutlich anders: Verletzungen der Haut können bei dieser Erkrankung neue Stellen auslösen. Scheuern, Kratzen, kräftiges Rubbeln mit einem Handtuch oder eine scharfe Kante einer Sitzfläche sind deshalb keine Kleinigkeit. Wer Schuppenflechte hat, ist mit sanftem Abtupfen besser dran als mit Reiben und mit Kleidung zwischen Haut und Sitzfläche oder Material.
Auch hier gilt: Was deine Haut tut, weiß deine Hautarztpraxis besser als ein Artikel. Nutzt du Salben, Lichttherapie oder Medikamente, sprich zuerst darüber, ob Wärme darauf Einfluss hat.
Trockene Haut und Sauna: Das Problem liegt oft danach
Wer kein Ekzem und keine Schuppenflechte hat, sondern einfach trockene Haut, für den ist das Bild übersichtlicher. Während der Sitzung fühlt sich die Haut meist gut an. Die Beschwerden kommen danach: gespannt, rau, manchmal schuppig, und bei manchen fängt der Juckreiz erst eine Stunde später an.
Das ist eine Summe. Die heiße Luft zieht Feuchtigkeit aus der Hornschicht, verdunstender Schweiß nimmt noch etwas Feuchtigkeit mit, und wer danach lange und heiß mit kräftiger Seife duscht, spült auch die eigenen Fette weg. Zusammen erklärt das, warum Menschen nach der Sauna oft trockenere Haut haben als vorher.
Die gute Nachricht: Dieser Teil der Geschichte liegt größtenteils in deiner Hand. Dauer der Sitzung, Temperatur, wie du duschst und was du danach auf deine Haut gibst, bestimmen zusammen den größten Teil des Ergebnisses. Bei empfindlicher Haut ist eine niedrigere Temperatur mit einer kürzeren Sitzung fast immer die bessere Wahl, und der komplette Temperaturratgeber für eine Infrarotdecke zeigt, wie du das in Ruhe einstellst.
Abkühlen, abspülen und eincremen: hier machst du den Unterschied
Wenn es einen Moment gibt, in dem du das Ergebnis wirklich steuern kannst, dann die Viertelstunde nach der Sitzung. Die Reihenfolge ist einfach, und bei trockener oder empfindlicher Haut macht sie mehr aus als die Sitzung selbst.
Kühl zuerst in Ruhe ab. Ein eiskalter Sprung ins Wasser ist spektakulär, aber für reizbare Haut oft zu viel. Lauwarm funktioniert besser und macht Juckreiz weniger wahrscheinlich. Spül danach den Schweiß ab, denn das Salz, das liegen bleibt, ist genau das, was an empfindlichen Stellen brennt. Halte das Abspülen kurz und lauwarm und nimm wenig oder gar keine Seife. Seife, die gut schäumt, entfernt neben Schweiß auch Fette, die deine Haut gerade braucht.
Tupf deine Haut danach trocken, statt sie trocken zu reiben. Bei Schuppenflechte ist das besonders wichtig, weil Reiben die Haut verletzt. Und dann creme dich ein, solange deine Haut noch etwas feucht ist. Dieser Moment zählt: Eine rückfettende oder pflegende Creme schließt die Feuchtigkeit ein, die in dem Moment noch da ist. Welche Creme oder Salbe zu dir passt, ist eine Frage für deine Hausarztpraxis, Hautarztpraxis oder Apotheke, und dazu geben wir keine Empfehlung.
Leg Handtuch und Creme bereit, bevor du anfängst. Eincremen innerhalb weniger Minuten nach dem Abspülen wirkt besser als eine halbe Stunde später, und wenn alles griffbereit ist, klappt das viel eher.
Trink außerdem ganz normal Wasser, vorher und nachher, und zieh etwas Weiches und Weites an statt enger Kleidung auf warmer Haut.
Material, Stoff und eine Einlage bei empfindlicher Haut
Bei einer Infrarot Saunadecke liegt fast dein ganzer Körper an einem Material, und das ist bei empfindlicher Haut ein Thema für sich. Warmer Stoff, Schweiß und Haut, die ohnehin gereizt ist: Genau aus dieser Kombination entsteht Kontaktreizung. Zum Glück ist das der am leichtesten lösbare Teil der ganzen Geschichte.
- Zieh lange Kleidung aus Baumwolle oder einem anderen weichen, atmungsaktiven Stoff an. Lange Hose und langärmeliges Shirt halten das Material von deiner Haut fern und nehmen gleichzeitig Schweiß auf.
- Nutze eine Einlage oder ein großes Baumwollhandtuch in der Decke. Das gibt eine weiche Schicht zwischen dir und dem Innenmaterial und spart außerdem Putzarbeit.
- Wähle Stoffe ohne raue Nähte oder feste Gummibänder an Stellen, an denen deine Haut dünn ist. Eine Naht, die auf warmer, feuchter Haut scheuert, hinterlässt innerhalb einer halben Stunde einen roten Streifen.
- Wasch die Einlage und deine Kleidung regelmäßig, mit wenig Waschmittel und lieber ohne Weichspüler. Rückstände im Stoff sind ein bekannter Reiz bei Ekzem.
- Vermeide scharfe Falten in der Decke. In so einer Falte staut sich Wärme, und das ist für jede Haut unangenehm, für dünne Haut aber besonders.
Ansonsten gelten dieselben Regeln wie für alle, die ein warmes Gerät benutzen: Stell den Timer ein, bevor du anfängst, halte die Temperatur niedrig und sorg dafür, dass die Bedienung griffbereit liegt. Der komplette Sicherheitsratgeber für Infrarot Saunadecken fasst diese Grundlagen zusammen.

Wärme behandelt weder Ekzem noch Schuppenflechte. Was du aber steuern kannst, ist, wie deine Haut danach aussieht.
Wann du es besser lässt
Es gibt Situationen, in denen Wärme keine gute Idee ist, egal wie vorsichtig du vorgehst. Die Liste ist kurz, aber eindeutig.
| Situation | Was tun | Warum |
|---|---|---|
| Akuter Schub von Ekzem oder Schuppenflechte | Lass es | Wärme und Schweiß reizen Haut, die schon entzündet ist |
| Offene, kaputte oder rissige Haut | Lass es | Salziger Schweiß brennt in kleinen Rissen, und die Haut schließt sich schlechter |
| Anzeichen einer Infektion wie Eiter, Krusten oder Fieber | Lass es und geh zuerst zur Hausarztpraxis | Wärme passt nicht zu einer laufenden Entzündung |
| Frisches Tattoo, Wunde oder verbrannte Haut | Diese Stelle nicht | Verletzte Haut reagiert anders auf Wärme |
| Juckreiz, der während der Sitzung schnell zunimmt | Aufhören und abkühlen | Durchhalten macht es fast immer schlimmer |
| Salbe oder Medikamente auf der Haut | Zuerst Rücksprache halten | Wärme kann die Aufnahme und das Schwitzen beeinflussen |
| Lichttherapie oder eine laufende Behandlung | Zuerst mit deiner Hautarztpraxis sprechen | Wer dich behandelt, entscheidet, was zu deinem Plan passt |
| Fieber oder Krankheit | Lass es | Warte, bis du wieder fit bist |
Außerdem passt es zu manchen Menschen einfach nicht, auch ohne dass etwas nicht stimmt. Wer merkt, dass jede warme Sitzung stundenlangen Juckreiz bringt, hat damit seine Antwort. Weitere Situationen, in denen eine Decke weniger sinnvoll ist, stehen auf der Seite darüber, wann eine Infrarot Saunadecke weniger geeignet ist.
Vorsichtig ausprobieren: kleine Schritte
Willst du es trotzdem ausprobieren und ist deine Haut gerade ruhig, dann fang so klein wie möglich an. Das Ziel ist nicht, etwas zu leisten, sondern herauszufinden, wie deine Haut reagiert, ohne dass dich ein Fehlgriff eine Woche kostet.
- Wähle einen ruhigen MomentFang nur an, wenn kein Schub da ist und die Haut intakt ist. Bist du unsicher, warte ein paar Tage oder frag zuerst deine Ärztin oder deinen Arzt.
- Mach zuerst einen kleinen TestWärm ein kleines Stück Haut auf, zum Beispiel einen Unterarm, und warte einen Tag ab. Reagiert diese Stelle nicht, ist das ein ruhigerer Startpunkt als gleich der ganze Körper.
- Starte niedrig und sehr kurzWähl die niedrigste Stufe, die sich noch angenehm anfühlt, und eine kurze Sitzung. Stell den Timer, bevor du dich hinlegst, und halte es bewusst eher langweilig.
- Sorg für eine Schicht dazwischenLange Baumwollkleidung und eine Einlage, damit deine Haut nicht direkt am Material liegt und Schweiß aufgenommen wird.
- Abkühlen, abspülen, eincremenLauwarm abkühlen, kurz ohne kräftige Seife abspülen, trocken tupfen und eincremen, solange die Haut noch feucht ist.
- Warte zwei Tage und zieh BilanzReaktionen kommen nicht immer sofort. Lief es gut, erhöhe nur die Zeit oder nur die Temperatur, nie beides gleichzeitig.
Mittendrin aufzuhören, ist nie schade. Spürst du, wie der Juckreiz steigt, eine Stelle zu brennen anfängt oder ein unruhiges Gefühl aufkommt, ist das das Signal, abzubrechen und abzukühlen. Bei empfindlicher Haut ist das kein Scheitern, sondern genau die Information, für die du es gemacht hast.
Missverständnisse, die dir oft begegnen
Rund um Wärme und Haut kursieren steile Thesen. Das sind die Behauptungen, die am häufigsten auftauchen, und was wirklich daran stimmt.
- „Schwitzen reinigt deine Haut von innen.“ Schweiß ist vor allem Wasser und Salze. Er spült höchstens etwas von der Oberfläche und bewirkt nichts an dem, was unter der Haut passiert.
- „Wärme heilt Ekzem.“ Dafür gibt es keinen Grund. Manche spüren vorübergehend weniger Juckreiz, andere gerade mehr. Das ist ein Gefühl, keine Behandlung.
- „Wenn es brennt, wirkt es.“ Stechen und Brennen sind Signale, dass es der Haut nicht gefällt. Durchhalten macht es fast immer schlimmer.
- „Heißer ist besser für die Haut.“ Für trockene oder empfindliche Haut gilt oft das Gegenteil. Niedriger und kürzer bedeutet weniger Feuchtigkeitsverlust und weniger Juckreiz.
- „Rotlicht ist dasselbe wie Wärme.“ Das sind verschiedene Dinge. Rotlicht gibt kaum Wärme ab und wirkt anders als eine warme Sitzung. Was du davon erwarten kannst, steht im Artikel über Rotlicht und deine Haut.
- „Einmal ausprobieren sagt genug.“ Reaktionen kommen manchmal erst einen Tag später. Beurteile es nach zwei Tagen, nicht nach zwei Stunden.
- „Eincremen kann warten.“ Gerade nicht. Die Viertelstunde nach dem Abspülen ist der Moment, in dem Eincremen am meisten ausmacht.

- Einstellbare Temperatur, damit du niedrig anfangen kannst
- Timer, der die Heizung stoppt, sobald die Zeit abgelaufen ist
- Platz für eine Einlage oder ein Handtuch zwischen dir und dem Material
- 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie
Zum Schluss
Sauna und Ekzem ist keine Geschichte mit einem Gewinner. Wärme behandelt keine Hauterkrankung, und wer verspricht, dass sie Ekzem oder Schuppenflechte lindert, geht weiter, als sich sagen lässt. Was aber stimmt: Die eine kommt entspannt und mit einem geschmeidigeren Gefühl heraus, der andere bekommt Juckreiz und Reizungen. Dieser Unterschied liegt in der Hautbarriere, im Klima und in dem, was danach passiert.
Die Zusammenfassung ist kurz. Lass es bei einem Schub, offener Haut oder einer Infektion. Halte es niedrig, kurz und mit einer weichen Schicht zwischen Haut und Material. Kühl lauwarm ab, spül den Schweiß ohne kräftige Seife ab, tupf trocken und creme sofort ein. Und sprich mit deiner Hausarztpraxis oder Hautarztpraxis, wenn du in Behandlung bist.
Willst du mehr darüber lesen, wie Infrarotwärme funktioniert und worauf du achten solltest, stöbere in der Wissensdatenbank über Infrarot und Saunadecken.
Häufige Fragen
Ist eine Sauna gut bei Ekzem?
Darauf gibt es keine allgemeine Antwort. Manche Menschen mit Ekzem merken, dass sich die Haut nach einer warmen Sitzung geschmeidiger anfühlt und der Juckreiz vorübergehend weniger auffällt, andere bekommen gerade Juckreiz, rote Stellen oder einen Schub in den Tagen danach. Wärme behandelt kein Ekzem. Bist du in Behandlung, sprich vorher mit deiner Hausarztpraxis oder Hautarztpraxis.
Warum juckt deine Haut nach der Sauna?
Wärme macht die Nervenenden, die Juckreiz weiterleiten, aktiver, unabhängig vom Schweiß. Außerdem enthält Schweiß Salz und andere Stoffe, die auf Haut mit kleinen Rissen oder Kratzstellen brennen können. Und wenn die Haut danach austrocknet, setzt der Juckreiz manchmal erst eine Stunde später ein. Lauwarm abspülen und sofort eincremen bringt hier am meisten.
Ist eine Infrarot Saunadecke bei Ekzem geeignet?
Eine Infrarotdecke arbeitet bei niedrigerer Temperatur als eine finnische Sauna, aber du liegst eingepackt, sodass Schweiß länger auf der Haut bleibt und du fast am ganzen Körper Kontakt mit Stoff hast. Lange Baumwollkleidung und eine Einlage nehmen einen großen Teil davon weg. Bei einem akuten Schub oder offener Haut nutzt du sie nicht.
Was ist bei trockener Haut besser: trockene oder feuchte Wärme?
Trockene, heiße Luft zieht Feuchtigkeit aus der obersten Hautschicht, und die Haut spannt danach oft. Feuchte Wärme lässt die Haut vorübergehend Feuchtigkeit aufnehmen, aber Schweiß verdunstet dort kaum und bleibt länger liegen. Welche von beiden angenehmer ist, ist bei jedem anders. Kürzer und weniger heiß ist bei trockener Haut meist die bessere Wahl.
Hilft eine Sauna bei Schuppenflechte?
Wärme und Feuchtigkeit können Schuppen weicher machen, sodass sich die Stellen weniger gespannt anfühlen. Das ist ein Effekt auf die oberste Hautschicht und keine Behandlung der Erkrankung. Bei Schuppenflechte können Verletzungen der Haut neue Stellen auslösen, vermeide also Scheuern, kräftiges Abtrocknen und scharfe Kanten. Sprich mit deiner Hautarztpraxis, wenn du in Behandlung bist.
Solltest du dich nach der Sauna eincremen?
Bei trockener oder empfindlicher Haut ist das der Moment, in dem du am meisten bewirkst. Kühl lauwarm ab, spül den Schweiß kurz ohne kräftige Seife ab, tupf deine Haut trocken statt zu reiben und creme dich ein, solange die Haut noch etwas feucht ist. Welche Creme oder Salbe passt, fragst du deine Hausarztpraxis, Hautarztpraxis oder Apotheke.
Wann gehst du mit Ekzem oder Schuppenflechte besser nicht in die Sauna?
Bei einem akuten Schub, bei offener, kaputter oder rissiger Haut und bei Anzeichen einer Infektion wie Eiter, Krusten oder Fieber. Auch bei einem frischen Tattoo oder einer Wunde lässt du diese Stelle in Ruhe. Steigt der Juckreiz während einer Sitzung schnell an, hör auf und kühl ab, statt durchzuhalten.
Hilft eine Einlage bei empfindlicher Haut?
Ja, das ist eine der einfachsten Verbesserungen. Eine Einlage oder ein großes Baumwollhandtuch gibt eine weiche Schicht zwischen dir und dem Innenmaterial und nimmt Schweiß auf. Lange Baumwollkleidung tut dasselbe. Wasch diese Stoffe regelmäßig mit wenig Waschmittel und lieber ohne Weichspüler.
Wie lange und wie warm bei empfindlicher Haut?
Fang mit der niedrigsten Stufe an, die sich noch angenehm anfühlt, und mit einer kurzen Sitzung, und stell den Timer, bevor du dich hinlegst. Lief es gut, erhöhe nur die Zeit oder nur die Temperatur, nie beides gleichzeitig. Halte dich an die Anleitung deines eigenen Geräts und nicht an das, was jemand anderes online macht.
Kann Schwitzen deine Haut von innen reinigen?
Nein. Schweiß besteht vor allem aus Wasser und Salzen. Er spült höchstens etwas von der Oberfläche und bewirkt nichts unter der Haut. Behauptungen, dass Schwitzen die Haut entgiftet oder Ekzeme beseitigt, stimmen nicht.


