Abkühlen nach deiner Infrarotdecke: wie lange und wann duschen

Kurz gesagt
Der Timer läuft ab, und dann? Rechne mit etwa 15 Minuten Abkühlen: 3 bis 5 Minuten nachliegen, 1 bis 2 Minuten sitzen und erst nach 10 bis 15 Minuten unter die Dusche. Mit einem Ablauf Minute für Minute und einer Tabelle mit Wassertemperaturen.
- Ablauf von Minute 0 bis 20 nach dem Timer
- Duschen: lauwarm bei 30 bis 34 Grad, 2 bis 4 Minuten
- 200 bis 300 ml Wasser, im Sitzen getrunken
- Was du im Sommer und im Winter anders machst
Der Timer deiner Infrarotdecke läuft ab, und dann beginnt der Teil, für den fast niemand einen Plan hat. Wie lange bleibst du liegen, wann stehst du auf, und darfst du gleich unter die Dusche? Das sind drei Fragen mit klaren Antworten.
Die kurze Antwort: Rechne mit etwa 15 Minuten zwischen dem Ende des Timers und dem Moment, in dem du ganz normal weitermachen kannst. Davon liegst du 3 bis 5 Minuten nach, sitzt 1 bis 2 Minuten, und der Rest geht fürs Anziehen, Trinken und Aufräumen der Decke drauf. Duschen gehst du erst, wenn deine Haut nicht mehr nachschwitzt, meist nach 10 bis 15 Minuten.
Unten findest du diesen Ablauf Minute für Minute, mit einer Tabelle zum Duschen, einer Tabelle zu den verschiedenen Arten des Abkühlens und einer Schrittfolge, die du einmal durchgehst und dir danach nicht mehr merken musst.
Was passiert, sobald der Timer stoppt
Du hast 30 bis 45 Minuten in einer Decke gelegen, die auf 45 bis 65 Grad eingestellt war. Deine Haut ist warm, Schweiß liegt darauf und du hast still gelegen. In diesem Moment ist dein Körper noch voll damit beschäftigt, Wärme abzugeben, und das hört nicht auf, wenn die Decke ausgeht.
Zwei Dinge laufen weiter. Erstens verdunstet der Schweiß auf deiner Haut, und das kühlt so lange, bis du trocken bist. Zweitens sind die kleinen Blutgefäße direkt unter deiner Haut noch weit geöffnet, denn so bringt dein Körper Wärme an die Oberfläche. Deshalb fühlen sich manche Menschen kurz leicht benommen, wenn sie auf einmal aufstehen.
Beides ist harmlos, und beides löst sich mit ein paar Minuten Geduld. Das Nachwirken dauert länger, je wärmer und länger deine Session war. Lagst du 45 Minuten bei 70 Grad, rechne mit 20 Minuten statt 15. Wie du diese Temperatur in Ruhe einstellst, steht im kompletten Temperaturratgeber für deine Infrarotdecke.
Der Ablauf nach dem Timer
Diese Reihenfolge fühlt sich für die meisten Menschen gut an. Die Minuten sind Richtwerte, keine Vorschrift. Fühlst du dich nach 5 Minuten noch warm, verschieb einfach alles um 5 Minuten.
| Minute | Was du tust | Warum gerade dann |
|---|---|---|
| 0 | Decke aus, Reißverschluss oder Klettverschluss öffnen, Arme frei | Die Wärmequelle stoppt, das Abkühlen beginnt sofort |
| 0 bis 3 | Mit geöffneter Decke liegen bleiben | Du kühlst im Liegen ruhig ab, ohne dich aufrichten zu müssen |
| 3 bis 5 | Aufrecht hinsetzen, Beine noch auf der Decke | Im Sitzen geht das Abkühlen spürbar schneller als im Liegen |
| 5 bis 6 | 200 bis 300 ml Wasser trinken, im Sitzen | Du hast Flüssigkeit verloren und musst jetzt nicht dafür aufstehen |
| 6 bis 7 | Langsam aufstehen, ein paar Sekunden neben deinem Platz warten | Der Wechsel vom Liegen zum Stehen geht in zwei Schritten |
| 7 bis 10 | Abtrocknen und etwas Trockenes anziehen | Feuchte Kleidung kühlt weiter und fühlt sich nach zehn Minuten kalt an |
| 10 bis 15 | Duschen, wenn du möchtest, oder einfach sitzen bleiben | Deine Haut schwitzt nicht mehr nach, also bleibst du nach dem Duschen trocken |
| 15 bis 20 | Decke zum Trocknen offen hinlegen, Glas nachfüllen | Aufräumen, wenn du schon abgekühlt bist, nicht vorher |
Die wichtigste Zahl in dieser Tabelle ist nicht 15, sondern 3 bis 5. Das ist der Teil, den viele überspringen, und genau der Teil, der den Unterschied macht zwischen ruhig zu dir kommen und gleich wieder losrennen.

Wann duschen, und bei welcher Temperatur
Nach einer Session musst du nicht duschen, aber die meisten finden es angenehm, wenn sie ordentlich geschwitzt haben. Die Frage ist vor allem wann und wie warm. Duschst du zu früh, schwitzt du unter der Dusche einfach weiter, und eine zu kalte Dusche empfinden viele als Schock.
| Art | Wassertemperatur | Dauer | Wie lange nach der Session | Passt zu einer Saunadecke |
|---|---|---|---|---|
| Lauwarme Dusche | Etwa 30 bis 34 Grad | 2 bis 4 Min. | Nach 10 bis 15 Min. | Ja, das ist die übliche Wahl |
| Warme Dusche | Etwa 37 bis 40 Grad | 3 bis 5 Min. | Nach 15 bis 20 Min. | Geht, aber du kühlst dabei nicht ab |
| Kalter Waschlappen im Nacken | Kaltes Leitungswasser | 1 Min. | Sofort | Ja, praktisch im Sommer |
| Nur abtrocknen, keine Dusche | Entfällt | 1 bis 2 Min. | Nach 5 Min. | Ja, vor allem wenn du eine Einlage benutzt hast |
| Kalte Dusche | Unter 20 Grad | Kurz | Nicht direkt danach | Lieber nicht, der Kontrast ist heftig |
| Kaltes Bad oder Tauchbecken | Unter 15 Grad | Kurz | Entfällt | Nein, das gehört zu einer anderen Saunatradition |
Noch zwei praktische Punkte. Nimm wenig Seife, denn deine Haut ist warm und du hast gerade geschwitzt. Und trockne dich gut ab, bevor du dich anziehst, sonst kühlst du in den 20 Minuten danach doch noch zu stark aus. Hast du eine Einlage von 180 mal 80 cm benutzt, bleibt weniger auf deiner Haut zurück und Abtrocknen reicht oft.
Abkühlen in sechs Schritten
Geh das einmal in Ruhe durch und leg alles vorher bereit. Ab dem zweiten Mal machst du es, ohne darüber nachzudenken.
- Stell deinen Timer 5 Minuten kürzerLass ihn 30 statt 35 Minuten laufen und nutze diese 5 Minuten zum Nachliegen. Deine gesamte Ruhezeit bleibt gleich lang, aber du schließt sie ruhiger ab.
- Leg vorher bereit, was du danach brauchstEin Glas Wasser mit 300 ml, ein Handtuch, trockene Kleidung und im Winter eine Strickjacke und Socken. Alles in Armreichweite deines Platzes.
- Bleib 3 bis 5 Minuten mit geöffneter Decke liegenAugen zu, Handy liegen lassen. Dieser Teil bringt am meisten und wird am häufigsten übersprungen.
- Setz dich 1 bis 2 Minuten hin, bevor du aufstehstErst aufrecht sitzen mit den Beinen noch auf der Decke, dann erst stehen. So geht der Wechsel in zwei Schritten statt auf einmal.
- Trink 200 bis 300 ml Wasser in normalem TempoNicht in einem Zug leeren. Hast du 45 Minuten auf einer hohen Stufe gelegen, nimm eine Viertelstunde später ein zweites Glas.
- Dusch erst nach 10 bis 15 MinutenWarte, bis sich deine Haut trocken anfühlt. Halte es lauwarm, um 30 bis 34 Grad, und kurz, 2 bis 4 Minuten.
Sorg dafür, dass der Raum, in dem du abkühlst, zwischen 18 und 21 Grad hat. In einem Raum mit 25 Grad verdunstet dein Schweiß schlecht, und das Nachwirken dauert schnell 10 Minuten länger.
Welche Art des Abkühlens zu einer Decke passt
Rund um die Sauna gibt es alle möglichen Abkühltraditionen, vom Tauchbecken bis zum kalten Eimer. Eine Session in einer Decke bei 45 bis 65 Grad ist milder als eine finnische Sauna mit 80 bis 100 Grad. Du musst also auch nicht so stark abkühlen.
| Art des Abkühlens | Richtzeit | Worauf du achtest | Passend nach einer Saunadecke |
|---|---|---|---|
| Mit geöffneter Decke liegen bleiben | 3 bis 5 Min. | Nicht in einem feuchten Handtuch liegen bleiben | Ja, das ist die Basis |
| Aufrecht sitzen, bevor du aufstehst | 1 bis 2 Min. | Beine noch auf der Decke, ruhig atmen | Ja, immer machen |
| Lauwarme Dusche | 2 bis 4 Min. | Erst nach 10 bis 15 Minuten, wenig Seife | Ja |
| Kalter Waschlappen im Nacken oder an den Handgelenken | 1 Min. | Nicht aufs Gesicht, wenn dir leicht schwindelig ist | Ja, vor allem im Sommer |
| Fenster gekippt | 10 bis 15 Min. | Mit feuchter Haut nicht im Durchzug liegen | Ja, in Maßen |
| Kalte Dusche direkt danach | Entfällt | Großer Sprung direkt nach dem Liegen | Lieber nicht |
| Sofort raus in die Kälte | Entfällt | Warmer Körper, kalte Luft, feuchte Kleidung | Nein |
| Direkt intensiv Sport treiben | Mindestens 30 bis 60 Min. warten | Du bist schon warm und hast Flüssigkeit verloren | Nein, plane es vorher ein |
Willst du Wärme und Bewegung trotzdem kombinieren, leg die Session ans Ende statt an den Anfang. Das ist in der Praxis am entspanntesten. Mehr zum Trinken rund um deine Session steht im Artikel über Wasser und Flüssigkeit rund um deine Session.
Deine Session ist vorbei, wenn du in Ruhe aufgestanden bist, nicht wenn der Timer abläuft. Diese fünf Minuten dazwischen machen den ganzen Unterschied.
Abkühlen im Sommer und im Winter
Die Jahreszeit verändert den Ablauf stärker, als du denkst, und in beide Richtungen kann es schiefgehen.
| Winter, Raum 17 bis 19 Grad | Sommer, Raum 23 bis 26 Grad | |
|---|---|---|
| Risiko | Du kühlst zu schnell ab | Das Nachwirken dauert zu lange |
| Nachliegen | 3 Min., Decke halb offen | 5 Min., Decke ganz offen |
| Anziehen | Strickjacke und Socken, bevor du aufstehst | Erst nach 10 Min., und dünn |
| Dusche | Lauwarm bis warm, um 34 Grad | Lauwarm, um 30 Grad |
| Extra | Kein offenes Fenster, kein Durchzug | Fenster gekippt oder ein Ventilator in einiger Entfernung |
| Die Session selbst | Normale Stufe und Dauer | 5 Grad niedriger und 5 bis 10 Minuten kürzer |
Fehler, die das Abkühlen unangenehm machen
Fast alle Beschwerden über ein unangenehmes Gefühl nach einer Session lassen sich auf einen dieser Punkte zurückführen.
- Auf einmal aufstehen. Erst 1 bis 2 Minuten sitzen bringt am meisten, und es kostet dich nichts.
- Innerhalb von 5 Minuten unter die Dusche. Du schwitzt dann einfach weiter und klebst eine Viertelstunde später trotzdem.
- In feuchter Kleidung sitzen bleiben. Nasser Stoff kühlt weiter und fühlt sich nach zehn Minuten kalt an. Umziehen oder abtrocknen ist besser.
- Die Decke sofort zusammenfalten und wegräumen. Sie ist in dem Moment noch feucht. Lass sie 30 bis 60 Minuten offen liegen, wie im Ratgeber zum Thema Infrarotdecke reinigen und pflegen beschrieben.
- Gleich zur nächsten Aufgabe. Plane die Session für einen Moment, nach dem 20 Minuten lang nichts ansteht.
- Zu spät am Abend anfangen. Rechne mit 15 bis 20 Minuten Abkühlen, bevor das Zubettgehen angenehm ist.
- Nichts trinken, weil du keinen Durst hast. Nimm trotzdem 200 bis 300 ml. Der Durst hinkt dem hinterher, was du verloren hast.
Was tun, wenn du dich nicht gut fühlst
Meist klappt das Abkühlen von selbst. Trotzdem ist es gut zu wissen, was du tust, wenn es anders läuft.
| Was du merkst | Was du in dem Moment tust | Was du beim nächsten Mal änderst |
|---|---|---|
| Leichter Schwindel beim Aufstehen | Sofort wieder hinsetzen, 3 Minuten warten, Wasser trinken | 2 Minuten länger sitzen, bevor du aufstehst |
| Warmes Gesicht, das einfach nicht abklingt | Kalter Waschlappen in den Nacken, einen kühleren Platz suchen | Stufe 5 Grad niedriger |
| Übelkeit | Sitzen, kleine Schlucke Wasser, Session beenden | 10 Minuten kürzer und eine niedrigere Stufe |
| Kälteschauer innerhalb von 10 Minuten | Etwas Warmes anziehen, Durchzug vermeiden | Strickjacke und Socken bereitlegen, bevor du beginnst |
| Kopfschmerzen später am Tag | Ruhig angehen lassen und weiter trinken | Langsamer steigern und vorher mehr trinken |
| Beschwerden, die anhalten oder wiederkommen | Kontakt mit deinem Hausarzt aufnehmen | Die Decke bis dahin nicht benutzen |
Abkühlen und dein Abend
Nutzt du deine Decke abends, rechne von deiner Schlafenszeit aus zurück. Eine Session von 30 Minuten plus 15 bis 20 Minuten Abkühlen heißt, dass du etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen anfängst. Dann bleibt dir noch Zeit, in Ruhe runterzufahren, statt warm ins Bett zu steigen. Wie du daraus eine feste Routine machst, steht im Artikel über ein Abendritual mit einer Infrarotdecke.

- Timer bis 60 Minuten, der die Session von selbst beendet, damit du in Ruhe nachliegen kannst
- Einstellbar von etwa 30 bis 80 Grad, praktisch, um niedriger anzufangen
- Format etwa 180 x 80 cm, also Platz, um die Decke offen liegen zu lassen
- 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie
Zum Schluss
Das Abkühlen nach einer Session in deiner Infrarotdecke dauert etwa 15 Minuten. Bleib 3 bis 5 Minuten mit geöffneter Decke liegen, setz dich danach 1 bis 2 Minuten hin und steh erst dann auf. Trink 200 bis 300 ml Wasser, während du sitzt.
Duschen gehst du erst nach 10 bis 15 Minuten, lauwarm bei etwa 30 bis 34 Grad und nicht länger als 2 bis 4 Minuten. Lass die kalte Dusche und das Tauchbecken weg, denn eine Decke bei 45 bis 65 Grad verlangt nicht nach so einem heftigen Kontrast. Zieh dich im Winter an, bevor du aufstehst, und sorg im Sommer für einen Raum unter 23 Grad.
Lass zum Schluss deine Decke 30 bis 60 Minuten offen liegen, bevor du sie zusammenfaltest. Dann ist das Abkühlen nicht nur für dich gut gelaufen, sondern auch für die Decke.
Häufige Fragen
Wie lange sollte ich nach einer Session abkühlen?
Ein paar Minuten liegen und dann langsam aufrichten reicht den meisten. Fühlst du dich noch warm oder träge, nimm dir etwas länger. Es gibt keine feste Zeit, hör vor allem darauf, was sich gut anfühlt.
Darf ich nach einer Session duschen?
Das geht, aber warte kurz, bis du gut abgekühlt bist, und nimm eine lauwarme Dusche. Eine kalte Dusche direkt nach der Wärme fühlt sich oft wie ein Schock an. Viele finden es angenehmer, erst noch kurz nachzuruhen.
Wie viel Wasser sollte ich trinken?
Genug, um deinen Durst zu stillen, in normalem Tempo. Du hast während der Session durch Schwitzen Flüssigkeit verloren. Stell das Glas vorher bereit, dann musst du danach nicht dafür aufstehen.
Kann ich nach meiner Session noch Sport machen?
Plan intensive Anstrengung lieber nicht direkt danach. Dein Körper ist aufgewärmt und hat Flüssigkeit verloren, und ein abrupter Wechsel fühlt sich selten gut an. Ruhiges Spazierengehen oder Dehnen geht meist schon.
Was mache ich, wenn mir leicht schwindelig ist?
Bleib sitzen oder liegen, trink etwas Wasser und steh erst auf, wenn das Gefühl weg ist. Steigere beim nächsten Mal Wärme und Dauer etwas langsamer. Kommt es immer wieder, sprich mit deinem Hausarzt.


