Rotlicht durch Kleidung: wirkt ein Panel auch durch ein Shirt?

MMarlo Schipper 11 Min. Lesezeit
Rotlicht durch Kleidung: wirkt ein Panel auch durch ein Shirt?
Was du durch einen Stoff leuchten siehst, ist der kleine Rest, der weder zurückgeworfen noch aufgenommen wurde.

Kurz gesagt

Ein dicht gewebtes Shirt lässt nur wenige Prozent rotes Licht durch. Ein Panel braucht nackte Haut, eine Saunadecke nicht.

  • Was verschiedene Stoffe mit Licht machen
  • Wie viel länger eine Sitzung durch Kleidung dauern müsste
  • Warum Wärme genau der umgekehrte Fall ist
  • Welche Fläche du je nach Gerät freimachen musst

Kurz gesagt: nein, so gut wie nicht. Rotlicht kommt durch Kleidung so schlecht an, dass du es in der Praxis vergessen kannst. Ein dicht gewebtes T Shirt lässt nur ein paar Prozent des roten Lichts durch, ein dunkler Pullover praktisch nichts. Ein Panel braucht nackte Haut auf der Fläche, die du bestrahlst, und das ist kein Verkaufsargument, sondern eine Folge davon, wie Textil Licht streut und aufnimmt.

Bei Wärme gilt das Gegenteil. Eine Infrarotdecke oder eine Wärmelampe spürst du durch eine Stoffschicht hindurch problemlos, und bei einer Decke ist dünne Kleidung sogar die Empfehlung. Dieser Unterschied verwirrt viele, weil beide Geräte im selben Onlineshop stehen. Unten steht, was verschiedene Stoffe mit Licht machen, wie viel länger eine Sitzung durch Kleidung dauern müsste, um dieselbe Dosis zu erreichen, warum Wärme ein anderer Fall ist und wie du deine Sitzung so aufbaust, dass das Licht ankommt.

Warum Licht kaum durch Textil kommt

Stoff ist kein Filter, der sauber einen Teil durchlässt. Er ist ein Gewirr aus Fasern, und jede Fasergrenze ist eine Stelle, an der Licht die Richtung ändert. Das nennt man Streuung. Ein Photon prallt Dutzende Male zwischen den Fasern hin und her, bevor es irgendwo herauskommt, und bei einem großen Teil ist dieser Ausgang die Seite, von der es kam. Deshalb sieht ein weißes Shirt weiß aus: Es wirft den größten Teil zurück.

Dazu kommt Absorption: Farbstoff nimmt bestimmte Wellenlängen auf, und ein dunkler Stoff ist darauf ausgelegt, fast alles aufzunehmen. Streuung und Absorption zusammen sorgen dafür, dass jede Schicht das Licht um einen Faktor verringert statt um einen festen Betrag. Ein Shirt, das 10 Prozent durchlässt, lässt mit einer zweiten Schicht darüber noch 1 Prozent übrig.

Der Mechanismus ist derselbe wie in der Haut, nur ist Stoff darin besser. In der Haut klingt Licht über Millimeter ab, mit 5,4 mm als höchstem gemessenen Wert, wie in wie tief Infrarot in die Haut eindringt steht. Ein halber Millimeter Baumwolle schwächt schon genauso stark wie einige Millimeter Gewebe.

Rote Lichtstrahlen, die durch das Gewebe eines Textils scheinen
Was du durch einen Stoff scheinen siehst, ist der kleine Rest, der weder zurückgeworfen noch aufgenommen wurde.

Rotlicht durch Kleidung: was verschiedene Stoffe machen

Die Tabelle listet die Schichten auf, die Menschen in der Praxis während einer Sitzung anbehalten. Spalte drei ist eine Größenordnung und keine Messung eines bestimmten Kleidungsstücks: Die Durchlässigkeit hängt von Webart, Dicke, Farbstoff und Wellenlänge ab. Die Richtung ist aber immer dieselbe.

Schicht zwischen Panel und Haut Was mit dem Licht passiert Durchlässigkeit, Größenordnung Praktisches Fazit
Weißes, dicht gewebtes Baumwoll T Shirt Viel Streuung in den Fasern, großer Teil zurückgeworfen Wenige Prozent Zu wenig, um eine Sitzung darauf aufzubauen
Dunkle oder schwarze Baumwolle Farbstoff nimmt das rote Licht fast vollständig auf Unter 1 Prozent Praktisch dicht
Dünner, heller synthetischer Sportstoff, sichtbar durchscheinend Starke Streuung, aber wenig Absorption Grob 5 bis 20 Prozent Der günstigste Stoff, und trotzdem ein Vielfaches an Zeit nötig
Dicker Pullover, Fleece oder Frottee Dicke Schicht mit sehr vielen Fasergrenzen So gut wie null Dicht

Das sind Größenordnungen, um die Verhältnisse zu zeigen, keine Produktspezifikationen und keine gemessenen Werte eines bestimmten Kleidungsstücks.

Gut zu wissen

Ein Stoff, durch den du das Panel deutlich leuchten siehst, lässt nicht viel Licht durch. Dein Auge ist extrem empfindlich und sieht ein paar Prozent schon als hellen Schein. Zu sehen, dass Licht durchkommt, ist also kein Beweis dafür, dass genug durchkommt.

Warum die Farbe weniger ausmacht, als du denkst

Weiß lässt mehr durch als Schwarz, das stimmt. Nur ist Weiß nicht durchsichtig: Weiß ist gerade die Farbe, die alle sichtbaren Wellenlängen zurückwirft. Genau dieses Zurückwerfen ist das Problem. Ein weißer Stoff schickt den größten Teil des roten Lichts zum Panel zurück statt zu deiner Haut.

Was wirklich den Unterschied macht, sind die Dichte des Gewebes und die Dicke, nicht die Farbe. Eine dünne schwarze Strumpfhose lässt mehr durch als dicke weiße Baumwolle, einfach weil kaum Material darin steckt. Erst die Dichte, dann die Farbe.

Warum Nahinfrarot etwas besser durchkommt

Hier gibt es eine echte Feinheit. Streuung ist bei kurzen Wellenlängen stärker als bei langen, in Textil genauso wie in Gewebe. Nahinfrarot von 810 bis 940 Nanometer wird weniger gestreut als sichtbares Rot von 630 und 660 Nanometer und weniger von Farbstoffen aufgenommen, die für das sichtbare Spektrum entwickelt sind. Ein schwarzer Stoff ist schwarz für dein Auge, nicht unbedingt für 850 Nanometer.

Kommt durch eine Stoffschicht also etwas durch, dann vor allem der nahinfrarote Anteil. Das Blau von 480 Nanometer kommt sicher nicht durch, denn das ist das Band, das am stärksten gestreut wird. Kleidung verändert damit nicht nur, wie viel Licht ankommt, sondern auch das Verhältnis zwischen den Bändern. Welches Band wo landet, steht in sieben Wellenlängen in einem Rotlichtpanel, und die Grundlagen dieser Nanometer in der Erklärung zu Wellenlängen bei Rotlicht und Infrarot.

Etwas besser ist immer noch schlecht. Ein Faktor zwei günstiger hilft nicht, wenn du bei ein paar Prozent anfängst, und wer deshalb nur Nahinfrarot einschaltet, gibt den roten Anteil komplett auf.

Durch ein Shirt bleibt das Nahinfrarot übrig, und das ist nur ein Teil dessen, was das Panel abgibt.

Was Kleidung mit deiner Dosis macht

Wie viel Licht du bekommst, ist Intensität mal Zeit, angegeben in Joule pro Quadratzentimeter, und die Rechenregel steht in Rotlicht Dosierung in Joule pro Quadratzentimeter. Kleidung senkt die Intensität auf deiner Haut, um auf dieselbe Dosis zu kommen, muss die Zeit also um denselben Faktor steigen.

Die Tabelle nimmt eine Sitzung von 10 Minuten auf nackter Haut als Ausgangspunkt und zeigt, wie lange diese Sitzung durch eine Stoffschicht mit der genannten Durchlässigkeit dauern müsste.

Durchlässigkeit des Stoffs Nötiger Zeitfaktor Sitzungsdauer für dieselbe Dosis wie 10 Minuten nackt Realistisch?
20 Prozent 5 mal 50 Minuten Nur bei sehr dünnem, durchscheinendem Stoff, und lang
10 Prozent 10 mal 1 Stunde 40 Minuten Nicht praktikabel
5 Prozent 20 mal 3 Stunden 20 Minuten Nicht praktikabel
1 Prozent 100 mal 16 Stunden 40 Minuten Nein

Rechenbeispiel auf Basis von Dosis gleich Intensität mal Zeit, mit 10 Minuten auf nackter Haut als Referenz. Die Durchlässigkeitswerte sind gewählte runde Zahlen und gehören zu keinem bestimmten Kleidungsstück.

Sobald die Durchlässigkeit unter etwa 20 Prozent fällt, läuft die Sitzungsdauer aus dem Ruder, und ein dicht gewebtes Baumwollshirt liegt weit darunter. Wer den Unterschied mit etwas längerem Sitzen ausgleichen will, rechnet in Stunden statt in Minuten.

Es gibt einen viel einfacheren Weg, Intensität zu gewinnen: näher ans Panel. Ein Schritt von 40 auf 20 Zentimeter bringt nach der Faustregel einen Faktor vier, ohne dass du etwas ausziehen musst. Wo diese Faustregel nah an einem großen Panel abweicht, steht in was mW/cm2 bei einem Rotlichtpanel bedeutet, und die Abstände pro Gerät in der Erklärung zu Abstand und Dauer bei einer Infrarotlampe und einem Rotlichtpanel.

Luxyor Lumi 110 Rotlichttherapie Panel in Weiß mit Touchscreen
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  • Kompaktes Panel mit 31 x 22 x 6 cm und 2,5 kg, auf einen Arm, ein Knie oder das Gesicht auszurichten
  • 630 und 660 nm Rot, 810 bis 940 nm Nahinfrarot und 480 nm Blau
  • 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie
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Bei Wärme gilt das Gegenteil

Eine Infrarotdecke und eine Infrarotlampe arbeiten mit Ferninfrarot, und das ist Wärmestrahlung. Sie wird in den obersten Zehntelmillimetern vollständig aufgenommen, danach geht die Wärme per Leitung weiter. Eine Stoffschicht schaltet das nicht aus: Der Stoff wird selbst warm und gibt diese Wärme an deine Haut weiter.

Deshalb ist dünne lange Kleidung in einer Saunadecke die Empfehlung und kein Kompromiss: Sie hält die Innenseite sauber und trocken, während du von der Wärme kaum etwas verpasst. Welche Kleidung geeignet ist, steht in was du in einer Saunadecke anziehst.

Der Unterschied liegt im Mechanismus. Eine Wärmelampe ist keine Rotlichttherapie: Photobiomodulation ist per Definition nicht thermisch, während eine Wärmequelle gerade über die Temperatur wirkt. Ein Panel gibt deshalb kaum Wärme ab, und das ist ein Merkmal und kein Mangel, wie in warum sich ein Rotlichtpanel kaum warm anfühlt steht.

Gerät Art der Strahlung Nackte Haut nötig? Was du anbehältst
Lumi 110 Panel, 31 x 22 x 6 cm und 2,5 kg 630 und 660 nm Rot, 810 bis 940 nm Nahinfrarot, 480 nm Blau Ja, auf der Fläche, die du bestrahlst Nichts über dieser Fläche, der Rest darf anbleiben
Lumi 700 Panel, 91 x 30 x 6 cm und 8,5 kg Dieselben Bänder wie das Lumi 110 Ja, auf der ganzen Fläche, die du bestrahlst So wenig wie möglich über dieser Fläche
RedLight Maske 630 nm Rot, 520 nm Grün, 460 nm Blau, 850 nm Nahinfrarot Ja, saubere Haut ohne Make up oder dicke Creme Maske direkt auf dem Gesicht, Nackenband am Hals
RedLight 120 und 160 Infrarotlampe Wärmestrahlung, keine Photobiomodulation Nein, die Wärme kommt auch durch dünne Kleidung Dünne Kleidung geht, nackt auch
Saunadecke Slimline 100 mit 180 x 80 cm, 500 W Nennleistung und 600 W Spitze, Comfort 150 mit 500 W Nennleistung, Deluxe 310 mit 560 W und Stufe 1 bis 6 Ferninfrarot, Wärme Nein Dünne lange Kleidung ist gerade die Empfehlung, eventuell mit einer Einlage

Die Decken haben alle drei einen einstellbaren Bereich von 30 bis 80 Grad und heizen in 10 bis 15 Minuten auf.

Rücken und Schulterblatt unter rotem Licht mit weichen Lichtkreisen auf der Haut
Auf nackter Haut landet das Licht dort, wo du es haben willst, ohne Schicht dazwischen.

So sorgst du dafür, dass das Licht ankommt

Du musst dich nicht ganz ausziehen. Es geht darum, dass die Fläche, die du bestrahlst, frei ist, und das ist meist ein begrenzter Bereich. Vier Schritte.

  1. Leg zuerst fest, welche Fläche du bestrahlstEin Knie, ein Unterarm, eine Schulter oder dein Gesicht ist eine kleine Fläche. Mach nur diesen Teil frei und lass den Rest an. Bei einem Ganzkörperpanel ist die Fläche größer, dort lohnt es sich also, vorher zu überlegen, was im Bereich liegen soll.
  2. Entferne alles, was im Lichtweg liegtNicht nur Kleidung. Eine Decke über den Beinen, ein Kissen auf dem Schoß, ein Handtuch um die Schultern oder ein Handy in der Hand blockieren genauso stark. Auch ein Pflaster oder eine dicke Cremeschicht gehören in diese Reihe.
  3. Prüf, ob die Fläche im Lichtkegel liegtJede LED strahlt in einem Kegel, und die Strahlen überlappen erst ab einem bestimmten Abstand. Schau, wohin das Licht wirklich fällt, statt wohin du denkst, dass es fällt. Wie du den Durchmesser dieses Lichtflecks berechnest, steht in der Abstrahlwinkel eines Rotlichtpanels.
  4. Lass Maske und Nackenband auf der HautBei einer LED Maske kommt es auf die Passform an: Sitzt die Maske locker, schwankt der Abstand je nach Stelle, und deine Nase bekommt eine andere Dosis als deine Wange. Wie du das einstellst, steht in LED Maske Passform und Bänder.

Häufige Annahmen über Licht und Kleidung

Das sind die Gedankengänge, die am häufigsten auftauchen.

  • Ich sehe das Licht durch mein Shirt, also kommt es durch. Dein Auge sieht ein paar Prozent schon als deutlichen Schein. Sichtbar ist nicht dasselbe wie ausreichend.
  • Dann sitze ich einfach doppelt so lange. Bei einem Shirt, das 5 Prozent durchlässt, brauchst du nicht die doppelte Zeit, sondern zwanzigmal so viel. Das geht in die Stunden.
  • Nahinfrarot geht doch glatt hindurch. Es kommt etwas besser durch als Rot, und von etwas mehr als ein paar Prozent hast du nicht viel. Außerdem verlierst du den roten Anteil komplett.

Was das für die Luxyor Geräte bedeutet

Die Geräte, die mit Licht arbeiten, brauchen nackte Haut auf der Fläche, die du bestrahlst. Beim Lumi 110 mit 31 x 22 x 6 cm ist diese Fläche klein, und du richtest es auf eine einzelne Körperstelle. Beim Lumi 700 mit 91 x 30 x 6 cm ist die Fläche viel größer, dort wird es also zur Entscheidung, welcher Teil deines Körpers in dieser Sitzung davorsteht.

Bei der RedLight Maske spielt Kleidung keine Rolle, aber die Haut muss sauber sein. Die Maske arbeitet mit Rot bei 630 nm, Grün bei 520 nm, Blau bei 460 nm und Nahinfrarot bei 850 nm. Der grüne und der blaue Anteil bleiben in den oberen Hautschichten, und genau auf diese Bänder haben Make up oder eine dicke Creme den größten Einfluss.

Die Infrarotlampen und die Decken stehen auf der anderen Seite der Linie. Sie geben Wärme ab, und da ist dünne Kleidung kein Problem: Bei den Decken ist sie sogar die Empfehlung, mit einem Bereich von 30 bis 80 Grad, in der Nutzung meist 50 bis 70 Grad, und einer Sitzung von 20 bis 40 Minuten. Für den Überblick startest du mit dem kompletten Ratgeber zum Kauf eines Rotlichtpanels, und für die Praxis mit dem Ratgeber zur Rotlichttherapie zu Hause.

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Zum Schluss

Rotlicht durch Kleidung funktioniert theoretisch ein bisschen und praktisch nicht. Ein dicht gewebtes Shirt lässt wenige Prozent durch, eine dunkle oder dicke Schicht so gut wie nichts, und die passende Sitzungsdauer geht in die Stunden. Nahinfrarot kommt etwas besser durch als sichtbares Rot, aber das ändert das Fazit nicht.

Halte dich deshalb an eine einfache Regel: Licht will nackte Haut, Wärme nicht. Ein Panel und eine LED Maske brauchen eine freie Fläche, eine Infrarotlampe und eine Saunadecke nicht. Mach nur die Körperstelle frei, die du bestrahlst, leg deinen Abstand fest und lass den Rest an.

Hinweis: Luxyor verkauft Wellnessprodukte, keine Medizinprodukte. Hast du Beschwerden, sprich mit deinem Hausarzt oder Physiotherapeuten.

Häufige Fragen

Wirkt Rotlicht durch Kleidung hindurch?

So gut wie nicht. Ein dicht gewebtes Baumwollshirt lässt vom roten Licht nur wenige Prozent durch und eine dunkle oder dicke Schicht praktisch nichts. Ein Rotlichtpanel oder eine LED Maske braucht nackte Haut auf der Fläche, die du beleuchten möchtest.

Warum kommt Licht so schlecht durch Stoff?

Stoff ist ein Gewirr aus Fasern, und jede Fasergrenze streut das Licht, wobei ein großer Teil zur Quelle zurückgeworfen wird. Dazu kommt Absorption durch Farbstoff. Jede Schicht verringert die Lichtmenge um einen Faktor, zwei Schichten, die jeweils 10 Prozent durchlassen, ergeben zusammen also 1 Prozent.

Lässt ein weißes Shirt mehr Rotlicht durch als ein schwarzes?

Etwas, aber Weiß ist nicht durchsichtig. Weiß ist gerade die Farbe, die alle sichtbaren Wellenlängen zurückwirft, der größte Teil geht also zum Panel zurück statt zu deiner Haut. Dichte des Gewebes und Dicke bestimmen die Durchlässigkeit viel stärker als die Farbe.

Kann ich länger unter dem Panel sitzen, um Kleidung auszugleichen?

Theoretisch ja, praktisch nicht. Dosis ist Intensität mal Zeit, bei einem Stoff, der 5 Prozent durchlässt, brauchst du also zwanzigmal so viel Zeit. Eine Sitzung von 10 Minuten auf nackter Haut wird dann zu 3 Stunden und 20 Minuten. Näher ans Panel zu rücken bringt viel schneller etwas.

Kommt Nahinfrarot besser durch Kleidung als rotes Licht?

Etwas besser, denn lange Wellenlängen werden weniger gestreut und weniger von Farbstoffen aufgenommen, die für das sichtbare Spektrum entwickelt sind. Ein schwarzer Stoff ist schwarz für dein Auge, nicht unbedingt für 850 Nanometer. Von etwas mehr als ein paar Prozent hast du aber nicht viel, und den roten Anteil verlierst du ganz.

Muss ich auch in einer Infrarot Saunadecke nackt sein?

Nein, dort gilt das Gegenteil. Eine Decke arbeitet mit Ferninfrarot, und das ist Wärmestrahlung: Der Stoff wird selbst warm und gibt diese Wärme an deine Haut weiter. Dünne lange Kleidung ist bei einer Saunadecke gerade die Empfehlung, weil sie die Innenseite sauber und trocken hält, ohne dass du von der Wärme etwas verpasst.

Gilt das auch für eine Infrarotlampe oder eine Pulsebrace?

Nein. Eine Infrarotlampe und die Pulsebrace arbeiten mit Wärme, und Wärme kommt durch dünne Kleidung. Eine Wärmelampe ist deshalb auch keine Rotlichttherapie, denn Photobiomodulation ist per Definition nicht thermisch. Nur die Geräte, die mit Licht arbeiten, brauchen nackte Haut.

Muss meine Haut für eine LED Maske sauber sein?

Ja, und das ist bei einer Maske wichtiger als Kleidung. Die RedLight Maske arbeitet mit Rot bei 630 nm, Grün bei 520 nm, Blau bei 460 nm und Nahinfrarot bei 850 nm. Der grüne und blaue Anteil bleibt in den oberen Hautschichten, und genau auf diese Bänder haben Make up oder eine dicke Cremeschicht den größten Einfluss.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

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