Welche Temperatur und Stufe wählst du bei einer Infrarotdecke

Kurz gesagt
Eine Infrarotdecke lässt sich von ca. 30 bis 80 Grad einstellen, und dabei liegt man schnell daneben. Für die meisten Menschen liegt die angenehme Stufe zwischen 45 und 60 Grad bei einer Session von 30 bis 40 Minuten. Mit einer Tabelle pro Stufe, einem Aufbauplan und dem, was du tust, wenn es zu viel wird.
- Was jede Stufe von 30 bis 80 Grad bringt
- Aufbauplan für vier Wochen
- Wie die Raumtemperatur mitzählt
- Erst Luft, dann die Stufe senken
Du breitest deine Infrarotdecke aus, nimmst die Bedienung in die Hand und dann kommt die Frage: auf wie viel Grad stellst du sie. Die meisten Decken lassen sich von ca. 30 bis 80 Grad einstellen, und in diesem Bereich liegt man schnell daneben.
Die kurze Antwort für die meisten Menschen: 45 bis 60 Grad bei einer Session von 30 bis 40 Minuten. Bist du neu, fang mit 40 Grad und 20 Minuten an. Die höchste Stufe von 75 bis 80 Grad ist kein Ziel, auf das du hinarbeitest, und viele Menschen kommen dort nie an.
Unten steht pro Stufe, was du erwarten kannst, ein Aufbauplan für vier Wochen, wie die Raumtemperatur mitzählt und was du tust, wenn es während der Session zu viel wird. Die Anleitung deiner Decke ist maßgeblich. Steht dort eine niedrigere Höchststufe oder eine kürzere Sessiondauer, dann hältst du dich daran.
Was die Stufe auf deiner Decke bedeutet
Auf der Bedienung steht eine Zahl in Grad. Das ist die Temperatur, die die Decke innen zu halten versucht, nicht die Temperatur deines Körpers. Stellst du sie auf 60 Grad, wird die Innenseite ca. 60 Grad warm und du nicht.
Zwei Dinge sind dabei gut zu wissen. Erstens dauert es 10 bis 15 Minuten, bis eine Decke die eingestellte Temperatur erreicht. Schalte sie also ein, bevor du dich hineinlegst, sonst geht das erste Viertel deiner Session fürs Aufwärmen drauf. Zweitens läuft der Timer bei den meisten Modellen bis maximal 60 Minuten, und das ist eine Obergrenze, keine Empfehlung.
Das Dritte, das mitzählt, ist der Raum. Eine Decke auf 55 Grad fühlt sich in einem Raum mit 18 Grad ganz anders an als in einem Raum mit 26 Grad. Darauf kommen wir weiter unten zurück, denn das erklärt, warum dieselbe Stufe im Juli schwerer fällt als im Januar.
Die Stufen im Überblick
Diese Tabelle ist der Kern dieses Artikels. Die Temperaturen sind Richtwerte, und es geht vor allem um die Kombination aus Stufe und Dauer.
| Stufe | Wie es sich anfühlt | Sessiondauer | Für wen | Schwitzen |
|---|---|---|---|---|
| 30 bis 40 Grad | Lauwarm, kaum mehr als eine normale Decke | 20 bis 30 Min. | Allererste Session, oder einfach warm liegen | Fast gar nicht |
| 40 bis 50 Grad | Angenehm warm, du merkst es deutlich | 25 bis 40 Min. | Einsteiger, und wer Wärme nicht so gut verträgt | Leicht |
| 50 bis 60 Grad | Deutlich warm, nach 15 Minuten spürst du es überall | 30 bis 40 Min. | Die am häufigsten gewählte Stufe für den täglichen Gebrauch | Spürbar |
| 60 bis 70 Grad | Ziemlich warm, der Komfort hängt vom Raum ab | 25 bis 35 Min. | Wer Wärme gut verträgt und die Decke schon seit Wochen nutzt | Kräftig |
| 70 bis 80 Grad | Heftig, viele Menschen finden das zu viel | 20 bis 30 Min. | Nur wenn sich die niedrigeren Stufen wirklich zu leicht anfühlen | Viel |
Achte auf die letzten zwei Zeilen. Je höher die Stufe, desto kürzer die Session. Das ist kein Zufall. Höher und länger zugleich ist die Kombination, aus der fast alle unangenehmen Erfahrungen kommen. Entscheide dich also für eins.

Aufbauplan für die ersten vier Wochen
Ändere pro Woche nur eine Sache: die Stufe oder die Dauer, nicht beides. So weißt du am Ende des Monats, woher ein angenehmes oder unangenehmes Gefühl kam.
| Woche | Stufe | Dauer | Sessions pro Woche | Was du diese Woche änderst |
|---|---|---|---|---|
| Woche 1 | 40 Grad | 20 Min. | 2 Mal | Nichts, du gewöhnst dich ans Liegen und an den Ablauf |
| Woche 2 | 45 Grad | 20 Min. | 2 bis 3 Mal | Nur die Stufe, 5 Grad mehr |
| Woche 3 | 45 Grad | 30 Min. | 3 Mal | Nur die Dauer, 10 Minuten mehr |
| Woche 4 | 50 bis 55 Grad | 30 Min. | 3 Mal | Nur die Stufe, in zwei Schritten von 5 Grad |
| Ab Woche 5 | Was angenehm geblieben ist | 30 bis 40 Min. | 2 bis 4 Mal | Nichts mehr, du hast deine Stufe gefunden |
Fühlt sich Woche 2 schon genau richtig an, bleib dabei. Für die höchste Stufe gibt es keinen Preis. Wie oft pro Woche für dich passt, steht im Ratgeber dazu, wie oft und wie lange du eine Saunadecke nutzt.
Deine eigene Stufe in fünf Schritten finden
Mach das einmal in Ruhe. Danach musst du nie mehr zögern, wenn du die Bedienung in die Hand nimmst.
- Miss zuerst die RaumtemperaturUnter 18 Grad darfst du die Decke ein paar Grad höher stellen. Über 23 Grad gehst du dagegen 5 Grad niedriger. Ein Thermometer im Raum erspart dir viel Raten.
- Schalte die Decke 10 bis 15 Minuten vor der Nutzung einWähle die Stufe, die du ausprobieren willst, und lass sie aufwärmen, während du Wasser bereitstellst und dich umziehst.
- Fang 10 Grad unter dem an, was du zu brauchen glaubstAlso 45 statt 55. Während der Session kannst du immer höher gehen, zurückschalten, wenn es schon zu viel ist, funktioniert schlechter.
- Urteile erst nach 15 MinutenDie ersten 10 Minuten sagen wenig, denn die Wärme baut sich erst auf. Fühlt es sich nach einer Viertelstunde noch eher leicht an, stell 5 Grad höher.
- Notiere Stufe, Dauer und RaumtemperaturDrei Zahlen in deinem Handy. Nach drei Sessions siehst du von selbst, welche Kombination für dich passt, und musst nicht mehr schätzen.
Stell die Stufe während einer Session nie um mehr als 5 Grad auf einmal höher. Die Decke hinkt der Bedienung hinterher, einen Sprung von 15 Grad merkst du also erst 10 Minuten später, und dann ist er zu groß.
Wie der Raum mitzählt
Dieselbe Stufe fällt in einem warmen Raum deutlich schwerer. Das ist der am meisten unterschätzte Faktor, und er erklärt, warum sich Menschen im Sommer plötzlich über eine Stufe beklagen, mit der sie im Winter gut zurechtkamen.
| Raumtemperatur | Stufe anpassen | Dauer anpassen | Extra |
|---|---|---|---|
| 16 bis 18 Grad | 5 Grad höher als sonst | Gleich | Strickjacke und Socken für danach bereitlegen |
| 19 bis 22 Grad | Deine normale Stufe | Gleich | Das ist der angenehmste Bereich |
| 23 bis 25 Grad | 5 Grad niedriger | 5 bis 10 Min. kürzer | Fenster kippen |
| Über 25 Grad | 10 Grad niedriger | 10 Min. kürzer | Wähle eine kühlere Tageszeit |
Noch zwei Dinge, die mitzählen. Eine Einlage oder eine Baumwollschicht zwischen dir und der Decke macht dieselbe Stufe milder, etwa so, als wärst du 3 bis 5 Grad niedriger. Und je weiter du eingepackt bist, desto wärmer fühlt es sich an. Die Arme frei zu lassen macht einen spürbaren Unterschied, ohne dass du die Bedienung anfasst.
Höher und länger zugleich ist die Kombination, aus der fast alle unangenehmen Erfahrungen kommen. Entscheide dich für eins.
Wenn es während der Session zu viel wird
Du musst nicht sofort aufhören. Es gibt vier Dinge, die du tun kannst, und sie wirken in dieser Reihenfolge am schnellsten.
| Was du merkst | Erster Schritt | Wenn das nicht reicht | Nächstes Mal |
|---|---|---|---|
| Beklemmendes Gefühl, du liegst eng eingepackt | Arme und Oberkörper freimachen | Decke halb aufschlagen | Von Anfang an lockerer einpacken |
| Einfach zu warm | Stufe 10 Grad niedriger stellen | Noch einmal 5 Grad niedriger | Auf dieser niedrigeren Stufe anfangen |
| Warmer Kopf und ein pochendes Gefühl | Kalter Waschlappen in den Nacken | Session beenden und hinsetzen | Stufe 5 Grad niedriger, Raum kühler |
| Trockener Mund, Durst | Wasser trinken, 200 ml | Session um 5 Minuten kürzen | Vorher trinken und ein Glas in Reichweite |
| Benommen oder übel | Decke ausschalten und in Ruhe hinsetzen | Session abbrechen und abkühlen | 10 Grad niedriger und 10 Minuten kürzer |
| Beschwerden, die anhalten oder wiederkommen | Aufhören | Deinen Hausarzt kontaktieren | Nicht nutzen, bis du das besprochen hast |
Die Reihenfolge ist kein Zufall. Luft und Raum wirken sofort, das merkst du innerhalb von 30 Sekunden. Die Stufe zu senken wirkt mit Verzögerung, denn die Decke muss erst abkühlen. Stellst du sie niedriger und passiert in 2 Minuten nichts, ist das normal. Welche Signale darauf hinweisen, dass eine Session zu lang oder zu warm war, steht im Artikel über Signale nach einer zu langen oder zu warmen Session.
Sechs Fehler bei der Wahl der Stufe
- Gleich mit 70 Grad anfangen. Du weißt dann nicht, ob du die Wärme nicht magst oder das Stillliegen. Fang mit 40 an und steigere dich.
- Stufe und Dauer gleichzeitig erhöhen. Pro Woche eine Sache, sonst weißt du nicht, woher ein Unterschied kommt.
- Die Decke erst einschalten, wenn du drinliegst. Dann gehen 10 bis 15 Minuten deiner Session fürs Aufwärmen drauf.
- Mittendrin 20 Grad höher stellen. Die Decke hinkt hinterher, der Sprung kommt also erst 10 Minuten später an. Geh in Schritten von 5 Grad.
- Das ganze Jahr dieselbe Stufe. In einem Raum über 25 Grad fällt dir dieselbe Stufe deutlich schwerer.
- Die höchste Stufe als Ziel sehen. Für 80 Grad gibt es keinen Preis. Viele Menschen bleiben jahrelang bei 50 bis 55.
Stufe, Zeit und Verbrauch
Eine höhere Stufe bedeutet auch, dass die Decke länger mit voller Leistung läuft, um diese Temperatur zu erreichen und zu halten. Bei der Deluxe 310 mit einer Leistung von 560 Watt kommt eine Session von 30 Minuten auf ca. 0,28 kWh. Auf einer niedrigeren Stufe liegt das darunter, denn das Element schaltet öfter ab, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist.
Praktisch heißt das: Eine Session von 30 Minuten auf 50 Grad kostet dich weniger als dieselbe Session auf 70 Grad. Das ist kein Grund, niedriger zu gehen, als es angenehm ist, aber durchaus ein Grund, nicht standardmäßig hoch zu stellen, nur weil es geht.

- Einstellbar von ca. 30 bis 80 Grad, in Schritten, mit denen du genau nachjustieren kannst
- Timer bis 60 Minuten, 560 Watt und ca. 0,28 kWh pro 30 Minuten
- Ca. 180 x 80 cm, PU Leder, ca. 8 kg
- 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie
Zum Schluss
Für die meisten Menschen liegt die angenehme Stufe zwischen 45 und 60 Grad bei einer Session von 30 bis 40 Minuten. Bist du neu, fang mit 40 Grad und 20 Minuten an und ändere pro Woche nur eine Sache.
Schalte die Decke 10 bis 15 Minuten vorher ein, beurteile die Stufe erst nach einer Viertelstunde und geh in Schritten von 5 Grad höher. Achte dabei auf den Raum: Über 23 Grad gehst du 5 Grad niedriger und 5 bis 10 Minuten kürzer.
Wird es trotzdem zu viel, mach zuerst deine Arme frei und senk erst danach die Stufe. Das wirkt schneller. Und sieh die höchste Stufe nicht als Ziel. Für 80 Grad gibt es keinen Preis, und es gibt genug Menschen, die jahrelang bei 50 bleiben, weil das einfach am angenehmsten ist. Willst du tiefer in die Einstellungen einsteigen, schau in den kompletten Temperaturratgeber für deine Infrarotdecke oder sieh dir die Saunadecken von Luxyor an.
Häufige Fragen
Warum fühlt sich die Wärme manchmal beklemmend an?
Oft liegt das daran, dass du ganz eingepackt liegst und der Raum selbst auch warm ist. Mach Arme oder Oberkörper etwas frei, lieg lockerer und lüfte den Raum. Das nimmt das beklemmende Gefühl meist schon weg.
Sollte ich sofort aufhören, wenn es sich zu warm anfühlt?
Nicht unbedingt. Senk zuerst die Temperatur, lass etwas Luft herein und trink einen Schluck Wasser. Hilft das nicht genug oder fühlst du dich nicht wohl, hör ruhig auf und kühl in Ruhe ab.
Wie beende ich eine Session auf angenehme Weise?
Schalte die Decke aus, komm langsam heraus und setz dich kurz hin, bevor du aufstehst. Trink etwas Wasser und kühl in einem nicht zu warmen Raum ab. Gib dir Zeit, wieder zu dir zu kommen.
Fange ich beim nächsten Mal besser niedriger an?
Ja, das ist die einfachste Anpassung. Starte milder und halte die Session kürzer. Fühlt es sich angenehm an, kannst du beim nächsten Mal in Ruhe etwas weiter gehen.
Spielt die Raumtemperatur eine Rolle?
Auf jeden Fall. In einem warmen, schlecht gelüfteten Raum fühlt sich dieselbe Stufe viel schwerer an. Kipp ein Fenster oder wähl einen kühleren Raum, dann ist deine Session gleich angenehmer.


