So nutzt du es

Wie lange dauert eine Sitzung in einer Infrarotdecke?

MMarlo Schipper 10 Min. Lesezeit
Wie lange dauert eine Sitzung in einer Infrarotdecke?
Wenn du alles bereitlegst, bevor du anfängst, ersparst du dir Unterbrechungen während deiner Sitzung.

Kurz gesagt

Eine Sitzung in einer Infrarotdecke dauert länger als die Zeit auf dem Timer. Rechne mit 8 bis 15 Minuten Aufwärmen, 20 bis 45 Minuten in der Wärme und 10 bis 20 Minuten Abkühlen. Zusammen sind das 45 bis 75 Minuten von Anfang bis Ende.

  • Aufwärmzeit je Stufe, von 40 bis 80 Grad
  • Sitzungsdauer und Häufigkeit je nach Erfahrung
  • Von deiner Schlafenszeit zurückrechnen
  • Schritt für Schritt vom Vorbereiten bis zum Aufräumen

Wie lange dauert eine angenehme Infrarotsitzung eigentlich? Das ist eine der häufigsten Fragen zur Nutzung einer Infrarotdecke. Genau wie bei der Frage, wie oft du sie nutzt, gibt es keine feste Antwort. Es geht darum, was sich für dich angenehm anfühlt.

Unten liest du, was die Dauer bestimmt, welche Richtzeiten je nach Situation sinnvoll sind, wie du dich steigerst und warum ein kürzerer Moment genauso wertvoll sein kann wie ein langer.

Es gibt keine feste Sitzungsdauer für eine Infrarotdecke

Die eine Person mag einen kurzen Moment, die andere taucht lieber etwas länger ab. Beides ist gut. Folge vor allem deinem eigenen Wohlbefinden und der Gebrauchsanleitung, die zu deiner Decke gehört. Diese Anleitung steht da nicht ohne Grund: Darin steht der Rahmen, in dem das Gerät arbeiten soll.

Innerhalb dieses Rahmens ist die Dauer vor allem eine persönliche Entscheidung. Was sich für die eine Person schön lang anfühlt, ist für die andere schon zu viel. Hier gibt es nichts zu gewinnen. Länger ist nicht besser, und eine Sitzung abzusitzen, weil du dir nun mal eine Zeit vorgenommen hast, bringt vor allem einen unruhigen Moment.

Fang ruhig an und steigere dich

Hast du gerade erst angefangen, halte es kurz. Von dort aus entdeckst du von selbst, was sich für dich angenehm anfühlt. Eine erste Sitzung dient vor allem dem Gewöhnen: an die Wärme, ans Stillliegen und an das Gefühl der Decke um dich herum.

  1. Starte mit einer kurzen SitzungHalte deine ersten Male bewusst kurz und auf einer niedrigeren Stufe.
  2. Achte darauf, wie es sich anfühltSowohl während der Sitzung als auch in den Stunden danach.
  3. Steigere dich Schritt für SchrittVerlängere oder erhöhe nicht beides gleichzeitig, sondern nur eines von beiden.
  4. Bleib bei dem, was angenehm bleibtSobald es weniger angenehm wird, hast du deine Grenze überschritten.
Niedriges Leinensofa mit einer weichen gefalteten Wolldecke und einem Beistelltisch mit einem Glas Wasser und einem gefalteten Baumwollhandtuch
Ein Glas Wasser und ein Handtuch in Reichweite machen den Unterschied zwischen einer Sitzung absitzen und sie wirklich genießen.

Sitzungsdauer je nach Situation und Erfahrung

Eine Richtzeit ist keine Vorschrift, sondern ein Startpunkt, von dem du abweichen darfst. Diese Tabelle zeigt je Situation, wo die meisten landen, aufgeteilt danach, wie lange du es schon machst. Bleib immer innerhalb der Anleitung, die deiner Decke beiliegt.

Situation Erste zwei Wochen Nach einem Monat Worauf du achtest
Allererstes Kennenlernen 10 Minuten auf niedriger Stufe Nicht mehr zutreffend Ziel ist Gewöhnen, nicht warm werden
Entspannung am Ende des Tages 10 bis 15 Minuten 20 bis 30 Minuten Hör auf, sobald deine Gedanken wieder kreisen
Nach einem Tag auf den Beinen oder nach dem Sport 10 bis 15 Minuten 20 bis 30 Minuten Warte, bis du von der Anstrengung nicht mehr nachschwitzt
Kalter Wintertag, du willst vor allem warm werden 15 Minuten 20 bis 30 Minuten Es geht um das warme Gefühl, nicht um die Uhr
Warmer Sommerabend Kürzer als gewohnt, 10 Minuten 10 bis 15 Minuten Niedrigere Stufe, und sorg dafür, dass der Raum lüften kann
Kurzer Moment unter der Woche 10 Minuten 15 Minuten Lieber kurz und oft als lang und selten
Sitzung am Wochenende mit viel Zeit 15 Minuten, auch wenn du Zeit hast 30 Minuten Mehr Zeit ist kein Grund, dich weiter zu steigern
Dir wird immer schnell warm 10 Minuten auf der niedrigsten Stufe 15 Minuten Senk zuerst die Stufe, bevor du die Zeit verlängerst
Du bist müde, krank oder hast Fieber Auslassen Auslassen Warte, bis es dir wieder besser geht

Sieh die Spalte für die ersten zwei Wochen nicht als Phase, die du so schnell wie möglich hinter dich bringst. Manche bleiben jahrelang bei zehn Minuten, weil das einfach angenehm ist. Die Spalte nach einem Monat ist eine Obergrenze, die für viele passt, kein Ziel, auf das du hinarbeitest.

Hör auf deinen Körper

Dein Körper zeigt oft selbst an, wann ein Moment genug ist. Fühlt es sich angenehm und entspannt an, passt es. Wird es zu warm oder dauert es zu lange, darfst du einfach aufhören. Es gibt keinen Grund, eine Sitzung abzusitzen.

Achte auch darauf, wie du dich danach fühlst. Bist du angenehm entspannt, war die Dauer gut gewählt. Fühlst du dich eher schlapp oder leicht im Kopf, ist kürzer oder kühler beim nächsten Mal die bessere Wahl.

Welche Signale sagen dir, dass du aufhören solltest?

Es gibt ein paar Signale, die deutlicher sind als die Uhr. Die Signale kommen nicht alle gleichzeitig, und meistens fällt eines zuerst auf.

  • Du rutschst hin und her. Das erste Zeichen ist fast immer Unruhe im Körper. Wo du erst still lagst, suchst du jetzt eine kühlere Stelle. Das ist ein guter Moment, um zum Ende zu kommen.
  • Du schaust auf die Uhr. Sobald du dich damit beschäftigst, wie lange es noch dauert, ist der ruhige Moment eigentlich vorbei.
  • Dein Kopf fühlt sich leicht an oder dir wird schwindelig. Hör sofort auf, richte dich langsam auf und trink Wasser. Verkürze die nächste Sitzung.
  • Dein Herz schlägt schneller, als dir lieb ist. Wärme verlangt deinem Körper etwas ab. Fühlt sich das zu viel an, hör auf.
  • Deine Haut fühlt sich gespannt oder empfindlich an. Oft ein Zeichen, dass die Stufe zu hoch war, nicht dass es zu lange gedauert hat.
  • Übelkeit oder Kopfschmerzen. Hör auf, kühl ab und trink Wasser. Kommt es immer wieder, sprich mit deinem Arzt.

Mittendrin aufzuhören ist kein Scheitern. Es ist genau die Information, für die du ausprobiert hast, und es erspart dir einen unangenehmen Abend.

Was die Dauer sonst noch bestimmt

Nicht jede Sitzung muss gleich sein. Wie lange etwas angenehm bleibt, hängt von mehr ab als nur von der Gewöhnung. Ein paar Dinge, die mitspielen:

  • Die Stufe, auf die du die Decke stellst
  • Wie warm es im Raum schon ist
  • Was du an dem Tag gemacht hast
  • Ob du genug getrunken hast
  • Was du anhast und ob du eine Einlage nutzt
  • Die Tageszeit, denn abends fühlt sich dasselbe anders an als morgens

An einem warmen Sommerabend ist es dir früher warm genug als an einem kalten Wintertag. Das ist nicht schlimm, pass Dauer und Stufe einfach an den Moment an. Stufe und Dauer hängen außerdem zusammen: Eine höhere Stufe heißt fast immer, dass du kürzer liegen bleibst. Wie du beides gegeneinander abwägst, steht im kompletten Temperaturratgeber für deine Infrarotdecke.

Die Uhr ist nicht der Maßstab, dein Wohlbefinden schon.

Zeit oder Temperatur: was passt du an?

Wenn eine Sitzung nicht gut läuft, ist der Reflex oft, an der Zeit zu drehen. Meistens ist die Stufe der bessere Regler. Die Faustregel ist einfach: Geht es darum, wie intensiv es sich anfühlt, pass die Temperatur an. Geht es darum, wie lange es angenehm bleibt, pass die Zeit an.

Konkret: Wird dir zu schnell zu warm, senk die Stufe und behalte dieselbe Dauer. Bleibt dir dagegen zu wenig, verlängere erst die Zeit, bevor du die Stufe erhöhst. Und änder nie beides gleichzeitig, denn dann weißt du hinterher nicht, was den Unterschied gemacht hat. Das klingt kleinlich, spart aber Wochen des Ausprobierens.

Merkst du, dass du bei einer niedrigeren Stufe viel länger angenehm liegst, ist das einfach deine Kombination. Es gibt keine Stufe, die du erreichen müsstest.

Qualität vor Dauer

Ein ruhiger, entspannter Moment von ein paar Minuten kann wertvoller sein als eine lange Sitzung, bei der deine Gedanken schon woanders sind. Eine Infrarot Saunadecke, die sich angenehm anfühlt, hilft dir, wirklich zu entspannen, egal wie lang oder kurz.

Dimm deshalb das Licht, leg dein Handy weg und mach nichts nebenher, was Aufmerksamkeit verlangt. Das bringt für die Qualität deines ruhigen Moments oft mehr, als zehn Minuten dranzuhängen.

Komfort zählt hier mehr, als viele erwarten. Eine Einlage von 180 mal 80 Zentimetern gibt eine weiche Schicht zwischen dir und dem Innenmaterial und spart außerdem Putzarbeit. Wer entspannt liegt, bleibt von selbst länger liegen. Wer hin und her rutscht, ist nach acht Minuten fertig, egal wie gut die Decke ist.

Gut zu wissen

Leg dir vor dem Start ein Glas Wasser und ein Handtuch bereit. So musst du zwischendurch nicht aufstehen und der Moment bleibt ununterbrochen.

Vor und nach der Sitzung

Die Dauer deiner Sitzung hängt mit dem zusammen, was drumherum passiert. Sorg dafür, dass du trocken bist, bevor du anfängst, und trink genug Wasser. Nimm dir danach die Zeit, in Ruhe abzukühlen, statt sofort aufzustehen und weiterzumachen.

Rechne für das Ausklingen etwa so viel Zeit wie für den Einstieg am Anfang. Bleib ein paar Minuten mit offener Decke liegen, richte dich danach langsam auf und steh erst, wenn du dich stabil fühlst. Wer sofort aufspringt, fühlt sich öfter leicht im Kopf, und das wird dann zu Unrecht der Dauer der Sitzung zugeschrieben.

Dieses ruhige Ausklingen gehört genauso zum Moment. Praktische Tipps zum Vorbereiten stehen im Artikel darüber, wie du eine Sitzung mit deiner Infrarotdecke gut vorbereitest, und mehr Hintergrund findest du in der Wissensdatenbank über Saunadecken.

Ruhig und sicher genießen

Nutze die Saunadecke an einem trockenen, stabilen Platz und verlass dich auf den Timer und die automatische Abschaltung. Steigere die Wärme ruhig und trink genug Wasser. Lass die Decke nicht unbeaufsichtigt eingeschaltet und nutze sie nach der mitgelieferten Anleitung.

Achtung: Hast du gesundheitliche Beschwerden, bist du schwanger oder nimmst du Medikamente, die die Wärmeregulation beeinflussen? Dann sprich vorher mit deinem Arzt.
Luxyor Comfort 150
Luxyor Comfort 150
  • Einstellbare Wärme und ein Timer, damit du die Dauer selbst bestimmst
  • Großzügige Größe, in der du entspannt liegen kannst
  • 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie
Zur Comfort 150

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Sitzung mit einer Infrarotdecke im Durchschnitt?

Die meisten landen nach einer Eingewöhnungszeit zwischen 20 und 30 Minuten, aber das ist ein Durchschnitt und keine Norm. In den ersten zwei Wochen sind 10 bis 15 Minuten üblicher. Halte dich immer an die Gebrauchsanleitung, die deiner Decke beiliegt, denn die hat Vorrang.

Wie lange sollte meine erste Sitzung dauern?

Bleib beim ersten Mal bei etwa zehn Minuten und wähl eine niedrige Stufe. Das Ziel ist, dich an die Wärme und ans Stillliegen zu gewöhnen, nicht zu schauen, wie weit du kommst. War das angenehm, verlängere beim nächsten Mal um ein paar Minuten oder erhöhe die Stufe, aber nicht beides.

Ist eine längere Sitzung besser?

Nein. Länger heißt nur, dass du länger warm liegst, nicht, dass du mehr davon hast. Für viele kippt eine Sitzung nach einer bestimmten Zeit von entspannt zu unbequem. Dieser Punkt ist bei jedem anders und verschiebt sich von Tag zu Tag, je nach Raumtemperatur, Stufe und wie dein Tag gelaufen ist.

Kann ich zwei kürzere Sitzungen an einem Tag machen?

Das geht, ist für die meisten aber nicht nötig und auch kein Weg, sich schneller zu gewöhnen. Regelmäßigkeit über die Woche ist angenehmer als alles auf einen Tag zu packen. Einen Aufbauplan pro Woche findest du im Wochenplan für Infrarot und Rotlicht.

Was, wenn ich mittendrin aufhören will?

Dann hörst du auf. Schalte die Decke aus, schlag sie auf und bleib ein paar Minuten ruhig liegen, bevor du aufstehst. Mittendrin aufzuhören sagt nichts darüber, wie gut du es machst, und es ist der schnellste Weg herauszufinden, welche Kombination aus Zeit und Stufe zu dir passt.

Zum Schluss

Wie lange eine Sitzung in deiner Infrarotdecke dauert, bestimmst du selbst. Fang kurz an, steigere dich ruhig, folge der Gebrauchsanleitung und sieh die Dauer nicht als Leistung. Dann wird daraus von selbst ein schöner ruhiger Moment, egal ob er zehn Minuten dauert oder länger.

Nutze die Richtzeiten aus der Tabelle als Startpunkt und pass sie an den Tag, die Jahreszeit und dein Befinden an. Läuft eine Sitzung nicht gut, dreh zuerst an der Stufe und erst danach an der Zeit. Neugierig, welche Decke zu dir passt? Schau dir die Kollektion Infrarot Saunadecken an, lies den Ratgeber Infrarotdecke kaufen oder stöbere weiter in der Wissensdatenbank von Luxyor.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Infrarotsitzung idealerweise?

Es gibt keine feste ideale Dauer. Die Dauer hängt von deinem Wohlbefinden, der gewählten Stufe und deiner Gewöhnung ab. Folge der Gebrauchsanleitung deiner Decke und bleib bei dem, was für dich angenehm ist.

Wie lange sollte meine erste Sitzung dauern?

Halte deine ersten Male bewusst kurz und wähl eine niedrigere Stufe. So gewöhnt sich dein Körper in Ruhe an die Wärme und ans Stillliegen. Von dort aus entdeckst du von selbst, was dir gefällt.

Was, wenn mir zwischendurch zu warm wird?

Dann darfst du einfach aufhören. Eine Sitzung ist keine Leistung, die du absitzen musst. Stell die Stufe niedriger oder beende den Moment und versuch es beim nächsten Mal kürzer oder kühler.

Lohnt sich eine kurze Sitzung überhaupt?

Auf jeden Fall. Ein ruhiger, entspannter Moment von ein paar Minuten kann mehr bringen als eine lange Sitzung, bei der deine Gedanken schon woanders sind. Die Qualität der Ruhe zählt mehr als die Uhr.

Warum fühlt sich dieselbe Dauer an einem Tag anders an als an einem anderen?

Die Raumtemperatur, was du an dem Tag gemacht hast und wie viel du getrunken hast, spielen alle mit. Pass Dauer und Stufe deshalb in Ruhe an den Moment an, statt an einem Plan festzuhalten.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

Weiterlesen