Saunaofen: Arten, Leistung und Anschluss erklärt

MMarlo Schipper 10 Min. Lesezeit
Saunaofen: Arten, Leistung und Anschluss erklärt
Ein Saunaofen heizt die Luft einer ganzen Kabine, Infrarot wärmt nur dich.

Kurz gesagt

Ein Saunaofen heizt die Luft in der Kabine auf 70 bis 100 °C und erhitzt die Steine für den Aufguss. Welchen du brauchst, ergibt sich aus dem Volumen der Kabine.

  • Die vier Arten von Saunaöfen im Überblick
  • Leistung pro Kubikmeter berechnen
  • 230 Volt oder Starkstrom
  • Was er an Energie kostet

Kurz gesagt: Ein Saunaofen ist das Heizelement einer traditionellen Sauna. Er bringt die Luft in der Kabine auf 70 bis 100 °C und erhitzt einen Behälter mit Steinen, damit du Wasser darauf gießen kannst. Es gibt vier Varianten: holzbefeuert, elektrisch mit 230 Volt, elektrisch mit Starkstrom und einen Kombiofen mit Verdampfer. Welcher zu dir passt, hängt vom Volumen deiner Kabine in Kubikmetern und von deinem Stromanschluss ab.

Hier liest du, was ein Ofen macht, wie du die Leistung ausrechnest, welcher Anschluss dazugehört, wie viele Steine hineinkommen und was der Unterschied zu Infrarot ist, wo gar kein Ofen nötig ist. Die Rechenbeispiele stehen als Rechenbeispiele dabei.

Was macht ein Saunaofen eigentlich?

Ein Saunaofen ist ein Luftheizer mit einem Stapel Steine obendrauf. Das Element, ob Feuer oder elektrisch, macht die Luft darüber heiß. Sie steigt auf, kühlt an Wänden und Decke ab und sinkt wieder. Das nennt man Konvektion, und es erklärt, warum es auf der obersten Bank bis zu dreißig Grad heißer ist.

Die Steine speichern Wärme und sind das Ziel des Aufgusses: Wasser darauf verdampft fast sofort, wodurch die Luftfeuchtigkeit kurz stark ansteigt. Dieser Dampfstoß fühlt sich heißer an, als das Thermometer anzeigt. Siehe was eine finnische Sauna genau ist.

Hier hinkt der Vergleich mit Infrarot. Ein Ofen heizt die Luft, und diese Luft wärmt dich. Infrarot überspringt diesen Schritt und wärmt deine Haut direkt. Deshalb läuft eine Infrarotkabine mit 45 bis 60 °C statt mit 70 bis 100.

Die Arten von Saunaofen im Überblick

In der Praxis gibt es vier Bauarten, plus eine fünfte, die formal kein Ofen ist. Die Aufheizzeiten gelten für eine gut gedämmte Kabine.

Art Wärmequelle Aufheizzeit Kabine Anschluss Wo er meist steht
Holzbefeuerter Ofen Feuer in einer Brennkammer, Steine darüber 40 bis 60 Minuten Kein Strom, aber Schornstein und Luftzufuhr Außensauna, Fasssauna, Gartenhaus
Elektrisch mit 230 Volt Heizelemente 30 bis 50 Minuten Normaler Stromkreis, praktisch bis etwa 3 kW Kleine Innenkabine, 1 bis 2 Personen
Elektrisch mit 400 Volt Elemente verteilt auf drei Phasen 30 bis 45 Minuten Starkstromkreis mit drei Phasen Kabinen ab etwa 6 Kubikmetern
Kombiofen mit Verdampfer Elemente plus separater Wasserbehälter 30 bis 50 Minuten Meist 400 Volt Kabine, die auch ein feuchteres Programm bieten soll
Infrarotstrahler (kein Ofen) Strahlung, wärmt den Körper direkt 10 bis 15 Minuten Normaler Stromkreis mit 230 Volt Infrarotkabine, Decke oder Panel
Gut zu wissen

Ein holzbefeuerter Ofen braucht keinen Strom, aber einen Schornstein, eine Durchführung durch Dach oder Wand und Frischluftzufuhr. Das ist meist der aufwendigste Teil einer solchen Lösung und gleichzeitig der Grund, warum Holz im Garten sinnvoller ist als im Haus.

Leistung wählen: in Kubikmetern rechnen

Die Faustregel lautet etwa 1 Kilowatt Ofenleistung pro Kubikmeter Kabinenvolumen. Miss Länge mal Breite mal Höhe des Innenraums, nicht die Außenmaße.

Zwei Korrekturen gehören dazu. Glas verliert schneller Wärme: Rechne pro Quadratmeter Glas etwa 1,2 Kubikmeter zum Volumen dazu, und dasselbe für unverkleidete Fliesenflächen oder Betonflächen. Eine komplett verglaste Front kann so ein bis zwei Kilowatt mehr verlangen.

Volumen Kabine Richtleistung nach Faustregel Typischer Anschluss Passt etwa für
4 Kubikmeter Etwa 4 kW Grenze von 230 Volt in Sicht 1 bis 2 Personen
6 Kubikmeter Etwa 6 kW 400 Volt 2 bis 3 Personen
8 Kubikmeter Etwa 8 kW 400 Volt 3 bis 4 Personen
10 Kubikmeter Etwa 9 bis 10 kW 400 Volt Familienkabine
12 Kubikmeter Etwa 11 bis 12 kW 400 Volt Geräumige Kabine oder kleine Gruppensauna

Faustregel, keine Produktangaben.

Zu klein zu wählen ist ärgerlicher als zu groß: Ein unterdimensionierter Ofen läuft ständig auf voller Leistung und erholt sich nach dem Aufguss nur langsam. Viel zu groß hat aber auch einen Nachteil, denn dann schaltet der Thermostat ab, bevor die Steine durchgeheizt sind.

Anschluss: 230 Volt oder Starkstrom

Hier fällt die Entscheidung oft schon. Ein normaler Stromkreis hat 230 Volt und ist meist mit 16 Ampere abgesichert: rechnerisch etwa 3,7 Kilowatt. Weil du einen Stromkreis nicht dauerhaft bis an die Grenze belastest, liegt die praktische Obergrenze bei etwa 3 Kilowatt. Darüber ist Starkstrom nötig, 400 Volt über drei Phasen, wodurch der Strom pro Phase auf etwa ein Drittel sinkt.

Leistung Ofen Strom bei 230 Volt, 1 Phase Strom bei 400 Volt, 3 Phasen Praktischer Anschluss
3 kW Etwa 13 A Nicht zutreffend Eigener Stromkreis mit 16 A, 230 Volt
4,5 kW Etwa 20 A Etwa 6,5 A In der Praxis 400 Volt
6 kW Etwa 26 A Etwa 8,7 A 400 Volt, 16 A pro Phase
8 kW Etwa 35 A Etwa 11,6 A 400 Volt, 16 A pro Phase
9 kW Etwa 39 A Etwa 13 A 400 Volt, 16 A pro Phase

Strom berechnet als Leistung geteilt durch Spannung, bei drei Phasen mit dem üblichen Faktor. Eine Rechnung, keine Installationsvorschrift.

Drei Dinge gehen schief. Ein Ofen gehört an einen eigenen Stromkreis, nicht geteilt mit der Waschmaschine. Ein Verlängerungskabel oder eine Steckdosenleiste ist keine Lösung, denn die sind nicht für lange hohe Belastung gemacht. Und zu dünne Leitungen werden auf ganzer Länge warm. Siehe auch Infrarot an einen Stromkreis oder ein Verlängerungskabel anschließen. Lass Starkstrom von einem zugelassenen Elektroinstallateur verlegen.

Nicht die Kabine entscheidet, welcher Ofen es wird, sondern der Sicherungskasten.

Saunasteine: wie viele und wie sie hineinkommen

Die Steine bestimmen, wie sich der Ofen anfühlt. Wenige Steine bedeuten schnelles Aufheizen und einen dünnen Dampfstoß, viele Steine eine längere Aufheizzeit, aber einen volleren Stoß. Als Richtwert: 8 bis 12 Kilo bei 3 kW, 15 bis 20 Kilo bei 6 kW, 20 bis 25 Kilo bei 8 kW und 25 bis 35 Kilo ab 9 kW. Die Angabe des Herstellers hat Vorrang.

Nimm nur Saunasteine, meist Olivindiabas oder Peridotit; Feldsteine können Feuchtigkeit enthalten und platzen. Schichte locker und über Kreuz, nicht angedrückt: Ein dicht gepackter Ofen überhitzt, während die Kabine kalt bleibt. Welche Ausstattung sonst noch zu einer Kabine gehört, vom Saunatuch über den Eimer bis zum Thermometer, liest du in Saunazubehör: was du wirklich brauchst und in welchen Größen.

  1. Miss die Innenmaße der KabineLänge mal Breite mal Höhe des Innenraums, in Metern. Miss nicht die Außenmaße und zieh die Bänke nicht ab.
  2. Rechne die Zuschläge dazuPro Quadratmeter Glas etwa 1,2 Kubikmeter mehr, und dasselbe für unverkleidete Fliesenflächen oder Betonflächen. Steht die Kabine an einem kalten Ort, rechne großzügiger.
  3. Übersetze das Volumen in KilowattEtwa 1 Kilowatt pro Kubikmeter, aufgerundet auf eine erhältliche Leistung. Im Zweifel nimm die nächsthöhere Stufe.
  4. Schau in den SicherungskastenGibt es einen freien Stromkreis und Starkstrom? Ab etwa 3 Kilowatt sind 400 Volt nötig. Klär das vor dem Kauf, nicht danach.
  5. Wähl Holz oder elektrischHolz braucht Schornstein, Luftzufuhr und Lagerplatz und ist nur draußen oder freistehend praktisch. Entscheide das, bevor du ein Modell aussuchst.
  6. Prüf Steinfüllung und SicherheitsabständeJedes Modell gibt einen Mindestabstand zu Wänden und Bänken an, dazu die Steinfüllung. Diese Maße bestimmen, wo der Ofen stehen kann.

Holz oder elektrisch: die ehrliche Abwägung

Holz sorgt für eine andere Art von Sitzung: Du heizt selbst ein, und kein Thermostat hält die Temperatur aufs Grad genau. Wer das mag, mag es sehr. Wer am Dienstagabend noch schnell will, meistens nicht, denn Holz bedeutet Anzünden, Nachlegen, einen sauberen Schornstein und Asche, die raus muss. Elektrisch ist berechenbar, oft mit Zeitschaltung, aber neun Kilowatt sind ordentlich, solange der Ofen läuft.

Welche Holzart die Kabine selbst hat, hängt nicht vom Ofen ab, bestimmt aber, wie sie sich anfühlt; siehe Saunahölzer wie Hemlock, Zeder, Espe und Abachi. Und es gibt einen Mittelweg, der oft vergessen wird: eine Kombisauna mit Ofen und zusätzlich Infrarotstrahlern. Das klingt nach dem Besten aus zwei Welten und enttäuscht in der Praxis, aus Gründen, die du in eine Kombisauna mit finnischer Sauna und Infrarot findest. Den gesamten Überblick gibt es in Saunaarten im Überblick.

Was ein Ofen an Energie kostet, im Vergleich zu Infrarot

Ein Saunaofen heizt einen ganzen Raum, Infrarot nur dich. Das siehst du am Zählerstand. Die Tabelle rechnet in Kilowattstunden; nimmst du zum Beispiel 0,30 pro Kilowattstunde als Rechengröße an, multiplizierst du die letzte Spalte damit.

Aufstellung Leistung Laufzeit pro Sitzung Verbrauch als Richtwert
Elektrischer Saunaofen, 6 kW 6 kW, Thermostat schaltet nach 45 Min. Aufheizen plus 30 Min. Nutzung Grob 3 bis 5 kWh
Elektrischer Saunaofen, 9 kW 9 kW, Thermostat schaltet nach 45 Min. Aufheizen plus 30 Min. Nutzung Grob 5 bis 8 kWh
Infrarotkabine Etwa 1,5 kW 45 Minuten, inklusive Aufheizen Etwa 1,1 kWh
Saunadecke Slimline 100 500 W Nennleistung, Spitze 600 W 40 Minuten Etwa 0,33 kWh
Saunadecke Deluxe 310 560 W 40 Minuten Etwa 0,37 kWh

Die Spanne bei den Öfen ist groß, weil der Thermostat nicht dauerhaft auf voller Leistung läuft. Die Rechenmethode findest du in Stromverbrauch einer Infrarotsauna selbst ausrechnen. Der Faktor zwischen Ofen und Saunadecke liegt bei zehn bis zwanzig pro Sitzung. Das ist kein Vorwurf an den Ofen, denn der bringt eine ganze Kabine auf 80 oder 90 Grad, aber es erklärt, warum viele bei einer leichteren Lösung landen.

Finnische Sauna, Infrarotkabine und Saunadecke nebeneinander

Merkmal Finnische Sauna mit Ofen Infrarotkabine Infrarot Saunadecke
Wärmequelle Ofen mit Steinen, heizt die Luft Strahler, wärmen den Körper direkt Heizelemente in der Decke selbst
Temperatur 70 bis 100 °C 45 bis 60 °C Einstellbar von 30 bis 80 °C, in der Nutzung meist 50 bis 70
Aufheizzeit 30 bis 60 Minuten 10 bis 15 Minuten 10 bis 15 Minuten
Sitzungsdauer 8 bis 15 Minuten pro Gang 20 bis 40 Minuten 20 bis 40 Minuten
Anschluss 400 Volt, oder Holz mit Schornstein Eigener Stromkreis mit 230 Volt Normale Steckdose, 500 bis 560 Watt
Platzbedarf Feste Kabine von 4 bis 12 Kubikmetern Feste Kabine 180 x 80 cm, faltbar
Verstauen Nicht möglich Nicht möglich Im Schrank oder unter dem Bett

Mehr zu den ersten beiden Spalten liest du in Infrarotsauna oder finnische Sauna, was ist der Unterschied. Bei der Sitzungsdauer gibt es ein Missverständnis: In einer finnischen Kabine mit 90 Grad bleibst du kurz, acht bis fünfzehn Minuten pro Gang mit Abkühlen dazwischen, während du bei Infrarot mit 50 bis 70 Grad gerade länger am Stück bleibst. Siehe wie lange du pro Gang und pro Art in der Sauna bleibst.

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Pflege und Lebensdauer

Steine sacken zusammen und bröckeln, wodurch die Luft schlechter zirkuliert und die Elemente wärmer werden als vorgesehen. Nimm sie regelmäßig heraus und schichte sie neu und locker auf. Bei Holz kommt der Schornstein dazu: Asche entfernen, den Rauchzug freihalten, kehren lassen. Die Kabine braucht vor allem Trockenheit, und steht sie draußen, spielt das Wetter mit, siehe eine Außensauna mit Überdachung.

Wohnzimmer am Abend mit warmem Infrarotschein über dem Sofa und einer zusammengelegten Decke
Ohne Kabine und ohne Ofen wandert die Wärme in das Zimmer, in dem du ohnehin sitzt.

Wann ein Saunaofen nicht die logische Wahl ist

Ein Ofen gehört zu einer Kabine, und eine Kabine braucht Platz und eine Installation. Fällt eines davon weg, ist nicht der Ofen das Problem, sondern die Kabine drumherum. Die Alternativen arbeiten mit Strahlung statt mit erhitzter Luft; wie sich diese Strahler unterscheiden, liest du in Infrarotstrahler im Vergleich. Vorsicht bei einer hartnäckigen Behauptung: Fernes Infrarot dringt nicht zentimetertief ein. Der höchste Wert in begutachteten Studien liegt bei etwa 5,4 Millimetern, und das meiste bleibt in den obersten Zehntelmillimetern der Haut.

Eine Infrarot Saunadecke ist der kleinste Schritt: ausrollen, einstellen, nach 10 bis 15 Minuten auf Temperatur, eine Sitzung von 20 bis 40 Minuten, danach zusammengelegt in den Schrank. Kein Schornstein, kein Starkstrom, keine Stunde Aufheizen. Sie ersetzt keine finnische Kabine und wird hier auch nicht so dargestellt: kein Aufgusswasser, kein Dampfstoß, keine 90 Grad. Sieh dir die Infrarot Saunadecken von Luxyor an.

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Zum Schluss

Einen Saunaofen wählst du in drei Schritten: das Volumen der Kabine messen, mit der Faustregel von etwa 1 Kilowatt pro Kubikmeter in Kilowatt umrechnen und schauen, ob der Sicherungskasten das schafft. Ab etwa 3 Kilowatt ist Starkstrom nötig, und das ist meist der Moment, in dem die Entscheidung faktisch schon gefallen ist.

Merk dir außerdem zwei Dinge. Die Steine bestimmen, wie sich der Ofen anfühlt: locker geschichtet, in der Menge, die der Hersteller angibt. Und ein Ofen ist ein Mittel, kein Ziel. Wer die Kabine, die Installation oder die Stunde Aufheizen nicht hinbekommt, muss auf die Wärme nicht verzichten. Das ist dann eine andere Frage, und die beginnt beim Unterschied zwischen trockener Wärme und Dampf.

Hinweis: Luxyor verkauft Wellnessprodukte, keine Medizinprodukte. Überlass elektrische Installationsarbeiten einem zugelassenen Elektroinstallateur. Wenn du Beschwerden hast, sprich mit deinem Hausarzt oder Physiotherapeuten.

Häufige Fragen

Was genau ist ein Saunaofen?

Ein Saunaofen ist das Heizelement einer traditionellen Sauna. Er heizt die Luft in der Kabine auf 70 bis 100 °C und erhitzt außerdem einen Behälter mit Steinen. Diese Steine speichern Wärme und sind das Ziel des Aufgusses: Wasser darauf verdampft fast sofort, wodurch die Luftfeuchtigkeit kurz stark ansteigt.

Wie viel Kilowatt braucht ein Saunaofen?

Die Faustregel liegt bei etwa 1 Kilowatt pro Kubikmeter Kabinenvolumen. Miss Länge mal Breite mal Höhe des Innenraums. Rechne pro Quadratmeter Glas etwa 1,2 Kubikmeter dazu, ebenso für unverkleidete Fliesenflächen oder Betonflächen. Eine Kabine mit 6 Kubikmetern kommt so auf etwa 6 Kilowatt.

Kann ein Saunaofen an eine normale Steckdose mit 230 Volt?

Bis etwa 3 Kilowatt ja, an einem eigenen Stromkreis. Ein Stromkreis mit 16 Ampere bei 230 Volt liefert rechnerisch etwa 3,7 Kilowatt, und weil du einen Stromkreis nicht dauerhaft bis an die Grenze belastest, liegt die praktische Grenze bei etwa 3 Kilowatt. Darüber ist Starkstrom nötig: 400 Volt über drei Phasen.

Was ist der Unterschied zwischen einem holzbefeuerten und einem elektrischen Saunaofen?

Holz braucht einen Schornstein, eine Durchführung durch Dach oder Wand und Frischluftzufuhr, dazu Anzünden, Nachlegen und Asche entfernen. Es gibt keinen Thermostat, die Temperatur steigt also allmählich. Elektrisch ist berechenbar und oft mit Zeitschaltung, braucht aber einen leistungsstarken Stromanschluss.

Wie viele Steine kommen in einen Saunaofen?

Als Richtwert 8 bis 12 Kilo bei einem Ofen mit 3 Kilowatt, 15 bis 20 Kilo bei 6 Kilowatt, 20 bis 25 Kilo bei 8 Kilowatt und 25 bis 35 Kilo ab 9 Kilowatt. Die Angabe des Herstellers für das jeweilige Modell hat immer Vorrang. Schichte locker und über Kreuz, denn ein dicht gepackter Ofen überhitzt.

Wie lange dauert das Aufheizen einer Sauna mit Ofen?

Rechne mit 30 bis 50 Minuten bei einem Elektroofen und 40 bis 60 Minuten bei Holz, in einer gut gedämmten Kabine. Eine Infrarotkabine oder eine Infrarot Saunadecke ist in 10 bis 15 Minuten bereit, weil dort kein Raum aufgeheizt werden muss.

Verbraucht ein Saunaofen viel mehr Strom als Infrarot?

Ja, weil ein Ofen einen ganzen Raum heizt und Infrarot nur dich. Eine Sitzung mit einem Ofen mit 6 Kilowatt kommt grob auf 3 bis 5 Kilowattstunden, eine Infrarotkabine auf etwa 1,1 Kilowattstunden und eine Saunadecke mit 500 bis 560 Watt auf etwa 0,33 bis 0,37 Kilowattstunden.

Brauche ich einen Saunaofen, wenn ich keine Kabine habe?

Nein. Ein Ofen gehört zu einer Kabine, und eine Kabine braucht Platz und eine Installation. Ohne beides ist eine Infrarotlösung der logische Weg: Eine Decke von 180 x 80 cm lässt sich von 30 bis 80 °C einstellen, ist in 10 bis 15 Minuten auf Temperatur und kommt danach zusammengelegt in den Schrank.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

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