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Was die Wattangabe eines Rotlichtpanels bedeutet: Chipleistung oder Leistungsaufnahme

MMarlo Schipper 13 Min. Lesezeit
Was die Wattangabe eines Rotlichtpanels bedeutet: Chipleistung oder Leistungsaufnahme
Die Zahl auf der Verpackung sagt weniger über deine Session als der Wert, den du nach zwei Minuten an einem Energiemessgerät abliest.

Kurz gesagt

Bei Rotlichtpanels stehen drei völlig verschiedene Zahlen in Watt, und sie werden munter durcheinandergeworfen. Hier liest du den Unterschied zwischen Chipleistung, Leistungsaufnahme und Lichtausbeute.

  • Warum 300 Chips mit 3 W keine 900 W sind
  • Rechenbeispiel vom Chip bis zum Licht
  • Tabelle mit dem Stromverbrauch pro Sitzung
  • Schritt für Schritt eine Wattangabe beurteilen

Die Wattangabe eines Rotlichtpanels ist fast nie eine Zahl über Licht: In den meisten Anzeigen ist es die Chipleistung, also die Summe der Nennwerte aller LEDs. Das ist etwas anderes als die Leistungsaufnahme, die du mit einem Energiemessgerät an der Steckdose ablesen kannst. Ein Panel, das als 900 Watt verkauft wird, zieht in der Praxis oft um die 250 Watt und gibt davon etwa 68 Watt als Licht ab. Alle drei Zahlen stehen in Watt und messen etwas anderes.

Diese Erklärung stellt die Leistungsarten nebeneinander, mit Rechenbeispielen, die du mit deinen eigenen Zahlen nachrechnen kannst: was pro LED übrig bleibt, was eine Sitzung kostet, wie du die Leistungsaufnahme misst und warum mehr Watt nicht mehr Licht auf deiner Haut bedeutet.

Drei Leistungsarten, die alle Watt heißen

Dasselbe Panel lässt sich mit verschiedenen Zahlen beschreiben, ohne dass irgendwo etwas Falsches steht. Der Unterschied liegt darin, was gemessen wird. Die Beispielwerte gehören zu demselben gedachten Panel mit 300 LEDs.

Leistungsart Was sie misst Wo du sie findest Beispielwert, gleiches Panel
Chipleistung Die Nennwerte aller LEDs zusammengezählt Groß im Titel oder in der Überschrift einer Anzeige 900 W
Leistungsaufnahme Was das Panel aus der Steckdose zieht Typenschild auf der Rückseite und in der Anleitung Etwa 250 W
Optische Leistung oder Lichtausbeute Die Leistung, die das Panel als Strahlung abgibt Selten, und meist ohne Messbericht Etwa 68 W
Strahlungsintensität Leistung pro Quadratzentimeter in einem genannten Abstand Manchmal, oft ohne Angabe des Messabstands Nicht aus den Wattzahlen oben ableitbar

Nur die letzte Zeile beschreibt, was bei dir ankommt, und genau diese Zahl lässt sich nicht aus den anderen berechnen. Was mW/cm2 bedeutet und warum der Messabstand immer dazugehört, liest du in was mW/cm2 bei einem Rotlichtpanel bedeutet.

Chipleistung oder Leistungsaufnahme

Jede LED hat eine Nennleistung, zum Beispiel 3 Watt. Das ist laut Datenblatt der Höchstwert, mit dem sie betrieben werden darf, nicht der Wert, mit dem sie im Panel tatsächlich läuft. Wer 300 LEDs mit je 3 Watt zusammenzählt, kommt auf 900 Watt. Die Summe stimmt, beschreibt aber nicht, was das Gerät tut.

LEDs werden bewusst weit unter diesem Wert angesteuert. Eine LED auf voller Leistung wird heiß, verliert schneller an Lichtausbeute und hält weniger lange. Sanftes Ansteuern ist also eine bewusste Entscheidung für eine lange Lebensdauer; 20 bis 50 Prozent der Nennleistung sind üblich.

Hier ein Rechenbeispiel mit runden Zahlen. Die Annahmen stehen ausdrücklich dabei und unterscheiden sich von Panel zu Panel. Es sind keine gemessenen Werte eines bestehenden Produkts.

Schritt im Rechenbeispiel Annahme Ergebnis
1. Chipleistung auf dem Papier 300 LEDs mit 3,0 W Nennleistung 900 W
2. Tatsächliche Ansteuerung 25 Prozent der Nennleistung, also 0,75 W pro LED 225 W zu den LEDs
3. Verlust im Netzteil Wirkungsgrad 90 Prozent Etwa 250 W aus der Steckdose
4. Umwandlung in Licht 30 Prozent der 225 W werden zu Strahlung Etwa 68 W optische Leistung
5. Der Rest wird Wärme 250 W Aufnahme minus 68 W optisch Etwa 182 W Wärme in Gehäuse und Netzteil

Von 900 Watt auf dem Papier bleiben etwa 250 Watt am Messgerät und etwa 68 Watt als Licht übrig: grob dreizehn zu eins. Das macht das Panel nicht schlecht, es zeigt nur, dass die größte Zahl am wenigsten aussagt.

Gut zu wissen

Steht irgendwo eine Wattzahl, ohne dass dabeisteht, welche Leistungsart gemeint ist, dann geh davon aus, dass es die Chipleistung ist. Die Leistungsaufnahme steht fast immer auf dem Typenschild, manchmal in Ampere bei 230 Volt. Dann rechnest du selbst: 1,1 A mal 230 V sind etwa 250 W.

Watt pro LED, die Zahl, an der du es erkennst

Teilst du die Chipleistung durch die Zahl der LEDs, siehst du, wie sanft oder hart ein Panel angesteuert wird. Die Tabelle geht wieder von 300 LEDs mit 3,0 Watt Nennleistung aus, einem Netzteil mit 90 Prozent Wirkungsgrad und 30 Prozent Umwandlung in Strahlung.

Ansteuerung Watt pro LED Zu den LEDs, 300 Stück Leistungsaufnahme Optische Leistung
20 Prozent 0,60 W 180 W 200 W 54 W
25 Prozent 0,75 W 225 W 250 W 68 W
33 Prozent 1,00 W 300 W 333 W 90 W
50 Prozent 1,50 W 450 W 500 W 135 W
100 Prozent, nur auf dem Papier 3,00 W 900 W 1000 W 270 W

Die unterste Zeile ist das einzige Niveau, auf dem die beworbene Zahl stimmen würde, und genau das Niveau, auf dem niemand ein Panel betreibt. Vergleichst du zwei Panels, dann teil bei beiden die Chipleistung durch die Zahl der LEDs. Kommt Marke A auf 3,0 Watt pro LED und Marke B auf 1,0 Watt, dann vergleichst du eine Summe mit einer realistischeren Angabe. Weitere Fallstricke findest du in der Checkliste mit zehn Spezifikationen für Rotlichtpanels.

Lichtausbeute in optischen Watt

Die optische Leistung ist die ehrlichste der drei Zahlen, und genau deshalb steht sie fast nirgends. Diese Zahl gibt an, wie viel Watt Strahlung das Panel abgibt. Bei guten LEDs liegt die Umwandlung von elektrischer in optische Leistung bei etwa 30 Prozent, und dieser Anteil sinkt, wenn die LED wärmer wird.

Dabei gibt es zwei Haken. Die optische Leistung sagt nichts über die Verteilung: Dieselben 68 Watt kannst du auf eine kleine Fläche bündeln oder über 91 mal 30 Zentimeter verteilen. Außerdem zählt sie alle Wellenlängen zusammen, sodass ein Panel mit Schwerpunkt auf 850 Nanometer dieselbe Summe erreicht wie eines mit Schwerpunkt auf 660 Nanometer. Welche Wellenlängen ein Panel mischt, liest du in sieben Wellenlängen in einem Rotlichtpanel.

Von der optischen Leistung zur Intensität

Ein Rechenbeispiel: 68 Watt optische Leistung sind 68.000 Milliwatt. Verteilst du das gleichmäßig über 91 mal 30 Zentimeter, also 2.730 Quadratzentimeter, kommst du auf etwa 25 mW/cm2 direkt vor dem Panel. In der Praxis erreichst du das nie, weil Licht schräg zur Seite wegstrahlt. Wie sich der Abstrahlwinkel auswirkt, steht in was der Abstrahlwinkel eines Rotlichtpanels bewirkt.

Verdoppelst du den Abstand, sinkt die Intensität grob um den Faktor vier: Von 20 auf 40 Zentimeter ist also keine Halbierung. Von der Intensität zur Dosis rechnest du mit der Formel in Joule pro cm2 erklärt weiter: mW/cm2 geteilt durch 1000, mal die Sitzungsdauer in Sekunden.

Die größte Wattzahl auf einer Produktseite ist meist die Zahl, die am wenigsten über deine Sitzung aussagt.

Stromverbrauch pro Sitzung

Die Leistungsaufnahme ist die einzige Zahl, die etwas kostet, und die einzige, die du selbst überprüfen kannst. Die Rechenregel: Watt geteilt durch 1000, mal die Zeit in Stunden. Ein Panel mit 300 Watt für 20 Minuten ergibt 0,100 kWh.

Leistungsaufnahme 10 Minuten 15 Minuten 20 Minuten 30 Minuten 4 Sitzungen à 20 min pro Woche
100 W 0,017 kWh 0,025 kWh 0,033 kWh 0,050 kWh 0,133 kWh
200 W 0,033 kWh 0,050 kWh 0,067 kWh 0,100 kWh 0,267 kWh
250 W 0,042 kWh 0,063 kWh 0,083 kWh 0,125 kWh 0,333 kWh
300 W 0,050 kWh 0,075 kWh 0,100 kWh 0,150 kWh 0,400 kWh
400 W 0,067 kWh 0,100 kWh 0,133 kWh 0,200 kWh 0,533 kWh

Selbst ein kräftiges Panel mit 400 Watt kommt bei 20 Minuten nicht über 0,14 kWh. Eine Rechenannahme, nur um die Größenordnung zu zeigen: Bei einem angenommenen Strompreis von 0,30 Euro pro kWh kostet diese Sitzung mit 0,133 kWh etwa 0,04 Euro, und vier Sitzungen pro Woche kommen auf 27,7 kWh pro Jahr, etwa 8,30 Euro. Setz deinen eigenen Tarif ein. Die vollständige Rechnung steht in der Stromverbrauch eines Rotlichtpanels.

Die Sitzungsdauer wiegt also schwerer als die Wattzahl auf der Verpackung. Wie lange eine Sitzung sinnvoll ist, liest du in wie lange du Rotlichttherapie pro Sitzung anwendest.

Selbst messen mit einem Energiemessgerät

Ein Energiemessgerät für die Steckdose ist ein Zwischenstecker mit Display, der Leistung und verbrauchte kWh anzeigt. Damit prüfst du, ob die Leistungsaufnahme auf dem Typenschild stimmt. Das ist die einzige Messung aus diesem Artikel, die du zu Hause zuverlässig durchführen kannst.

  1. Lies zuerst das TypenschildNotier dir, was hinten auf dem Panel steht. Steht dort nur ein Wert in Ampere, multiplizier ihn mit 230 Volt.
  2. Steck das Messgerät zwischen Steckdose und PanelNimm kein Verlängerungskabel, an dem noch andere Geräte hängen, sonst misst du die mit.
  3. Wähl die Stufe, die du normalerweise nutztAuf der höchsten Stufe zieht ein Panel mehr als auf der niedrigsten, und eine Pulsfunktion senkt den Durchschnitt.
  4. Warte mindestens zwei MinutenBeim Einschalten springt der Wert durch das Netzteil kurz nach oben, danach sinkt er und pendelt sich ein. Es zählt der Wert nach zwei Minuten.
  5. Lies die Leistung in Watt abVergleich sie mit dem Typenschild. Eine Abweichung bis etwa 10 Prozent ist normal, unter anderem weil die Netzspannung nicht genau 230 Volt beträgt.
  6. Lass eine ganze Sitzung auf dem kWh Zähler mitlaufenSetz den Zähler zurück, mach eine normale Sitzung und lies dann ab. Das ist dein tatsächlicher Verbrauch, einschließlich Anlauf und Lüfter.
  7. Rechne auf eine Woche und ein Jahr hochVerbrauch pro Sitzung mal Sitzungen pro Woche, mal 52. Jetzt hast du eine Zahl, die zu deiner eigenen Nutzung passt.

Was du auf dem Display beobachtest, läuft bei fast jedem Panel gleich ab. Die Beispielwerte gehören zu einem Panel mit 250 Watt auf dem Typenschild.

Zeitpunkt nach dem Einschalten Beispielwert auf dem Messgerät Warum du das siehst
Erste Sekunde Kurzzeitig 350 bis 400 W Einschaltstrom der Kondensatoren im Netzteil
Nach 5 Sekunden Etwa 265 W Die LEDs sind noch kalt, ihre Durchlassspannung ist etwas höher
Nach 30 Sekunden Etwa 258 W Das Gehäuse erwärmt sich, die Ansteuerung regelt nach
Nach 2 Minuten Etwa 250 W Stabil, das ist der Wert, den du notierst
Nach 10 Minuten Etwa 246 W Warme LEDs ziehen etwas weniger, der Lüfter läuft mit

Misst du 250 Watt bei einem Panel, das als 900 Watt verkauft wird, dann ist nichts kaputt. Du siehst einfach den Unterschied zwischen Chipleistung und Leistungsaufnahme in der Praxis. Wie der Adapter zwischen Steckdose und Panel diese Leistungsaufnahme in das umwandelt, was die LEDs brauchen, und was du tust, wenn der Adapter selbst das Problem ist, steht in Adapter für ein Rotlichtpanel: Netzteil, Kabel und Austausch.

Nennleistungen aus dem Luxyor Dossier

Bei den Infrarot Saunadecken von Luxyor gibt es dieses Problem nicht. So eine Decke hat keine LEDs, sondern Heizelemente. Wärme ist dort das Ziel und kein Nebenprodukt, deshalb ist die Nennleistung auf dem Typenschild gleichzeitig die Leistungsaufnahme.

Modell Nennleistung Was diese Zahl ist Sitzung von 30 min
Slimline 100 500 W Nennleistung, Spitze 600 W Leistungsaufnahme, die Spitze gilt kurz beim Aufheizen 0,250 kWh bei 500 W
Comfort 150 500 W Leistungsaufnahme beim Heizen 0,250 kWh
Deluxe 310 560 W Leistungsaufnahme auf der höchsten Stufe 0,280 kWh

Zwei Anmerkungen. Die Spitze von 600 Watt bei der Slimline 100 ist kein Dauerwert: Dieser Wert tritt beim Aufheizen auf und sinkt danach wieder, genau wie in der Messtabelle oben. Und die 30 Minuten in der letzten Spalte sind eine Obergrenze, denn der Thermostat schaltet zwischendurch ab.

Achtung: Übernimm diese Werte vom Typenschild oder aus der Anleitung, nicht aus einer Zusammenfassung von Dritten. Die richtigen Angaben sind 500 W Nennleistung mit einer Spitze von 600 W für die Slimline 100, 500 W für die Comfort 150 und 560 W für die Deluxe 310 Saunadecke.

Warum mehr Watt nicht mehr Licht auf deiner Haut bedeutet

Angenommen, zwei Hersteller geben beide ehrlich 68 Watt optische Leistung an. Dann weißt du immer noch nicht, welches Panel mehr Licht auf deine Haut bringt, denn das hängt von drei Dingen ab, die nichts mit Watt zu tun haben.

  • Die bestrahlte Fläche. Dieselben 68 Watt auf 2.730 Quadratzentimeter ergeben etwa 25 mW/cm2, auf 700 Quadratzentimeter etwa 97 mW/cm2. Ein kleineres Panel kann mit weniger Gesamtleistung intensiver sein.
  • Der Abstrahlwinkel der LEDs. LEDs mit einem engen Winkel von 30 Grad bündeln das Licht geradeaus, LEDs mit 120 Grad verteilen es auf eine breitere Fläche: günstiger für eine gleichmäßige Verteilung, ungünstiger für den Spitzenwert.
  • Dein Abstand. Die Intensität sinkt grob mit dem Quadrat des Abstands. Doppelt so weit weg heißt etwa ein Viertel, dreimal so weit weg etwa ein Neuntel.

Ein größeres Panel erreicht allerdings einen größeren Teil deines Körpers auf einmal. Das ist ein echter Grund für mehr Leistung, dann geht es aber um Abdeckung und nicht um Intensität. Den Unterschied zwischen einem kompakten Panel und einem Ganzkörperpanel liest du in Lumi 110 oder Lumi 700 im Vergleich.

Luxyor Lumi 700 Ganzkörper Rotlichtpanel
Luxyor Lumi 700
  • Außenmaße 91 x 30 x 6 cm und 8,5 kg, Leuchtfläche 91 x 30 cm
  • Sieben Wellenlängen: 630 und 660 nm Rot, 810 bis 940 nm nahes Infrarot und 480 nm Blau
  • Regelbare Intensität und Pulsfunktion, Touchscreen und Fernbedienung
  • 60 Tage Rückgaberecht und 2 Jahre Garantie
Zur Lumi 700

Wo diese Geschichte endet, auch bei Luxyor

Bis hierher hast du vor allem gelesen, warum die Wattangaben anderer Anbieter wenig aussagen. Die ehrliche Fortsetzung: Luxyor kann dir an dieser Stelle nicht mehr bieten als ein Mitbewerber.

Erstens ist eine höhere Leistungsaufnahme an sich kein Vorteil. Das bedeutet nur, dass mehr elektrische Leistung in das Gerät fließt. Ein Panel, das 400 Watt zieht und seine LEDs hart ansteuert, kann weniger Licht liefern und schneller nachlassen als ein Panel mit 250 Watt und besseren LEDs. Mehr Watt ist kein Qualitätsmerkmal, auch nicht in unseren eigenen Spezifikationen.

Zweitens, und das ist die wichtigste Einschränkung: Luxyor hat die Strahlungsintensität der Lumi 110 und der Lumi 700 nicht mit einer geeichten Messung bestimmen lassen und veröffentlicht deshalb keinen Wert in mW/cm2. Eine Zahl ohne Messbericht und Messabstand wäre genauso wenig wert wie die Chipleistung, vor der dieser Artikel warnt. Die Folge ist allerdings, dass du auch bei uns nicht aus der Wattzahl ableiten kannst, wie viel Licht auf deiner Haut ankommt. Dasselbe gilt für EMF: Auch diesen Wert veröffentlichen wir nicht ohne eigene Messung, und wie du ihn selbst nachmessen kannst, steht in EMF bei einem Rotlichtpanel. Dieselbe Abwägung gibt es bei Mito Red Light, einer amerikanischen Marke, die diese Zahlen sehr wohl veröffentlicht: Den vollständigen Vergleich findest du in Luxyor im Vergleich mit Mito Red Light.

Willst du Anbieter nach Intensität ordnen, kannst du Luxyor also nicht einbeziehen. Vergleich uns nach dem, was sich überprüfen lässt: die Leistungsaufnahme, die du selbst nachmisst, die Wellenlängen, die Maße, die Bedienung und die Garantiezeit. Sei bei einem Mitbewerber, der eine Intensität angibt, genauso streng und frag nach Messabstand und Messgerät.

Achtung: Dieser Artikel handelt von Technik, Messen und Rechnen, nicht von medizinischer Wirkung. Hast du gesundheitliche Beschwerden, bist du schwanger oder nimmst du Medikamente, die deine Haut lichtempfindlich machen, dann sprich vorher mit deinem Arzt.

Sechs Fehler, die du mit diesen Zahlen machen kannst

  • Chipleistung mit Leistungsaufnahme vergleichen. Laut Rechenbeispiel liegt dazwischen schnell ein Faktor drei bis vier.
  • Denken, ein Panel sei kaputt, weil es weniger zieht als beworben. Misst du 250 Watt bei einem Panel mit 900 Watt, ist das genau zu erwarten.
  • Einer Intensitätsangabe ohne Messabstand glauben. Ein Wert auf 5 Zentimeter und einer auf 30 Zentimeter können um den Faktor 36 auseinanderliegen.
  • Wattzahl mit Abdeckung verwechseln. Ein Panel von 31 mal 22 Zentimeter und eines von 91 mal 30 Zentimeter beleuchten sehr unterschiedliche Flächen.
  • Länger bestrahlen, weil die Wattzahl niedrig wirkt. Mehr Minuten gleichen keine geringere Leistung aus.
  • Den Lüfter vergessen. Leistung, die nicht als Licht hinausgeht, muss als Wärme hinaus. Panels über etwa 200 Watt haben deshalb oft einen hörbaren Lüfter.

Kurz zusammengefasst

Die Wattangabe eines Rotlichtpanels ist keine Lüge, aber fast nie die Zahl, auf die du achten solltest. Die Chipleistung ist eine Summe von Nennwerten, die in der Praxis nicht erreicht werden und im Rechenbeispiel um den Faktor dreizehn über der optischen Leistung liegen. Die Leistungsaufnahme sagt dir, wie viel Strom du verbrauchst, und sonst nichts. Die optische Leistung ist ehrlicher, sagt aber nichts über die Verteilung.

Mach deshalb drei Dinge. Miss die Leistungsaufnahme selbst und warte dabei zwei Minuten. Rechne deinen Verbrauch pro Sitzung und pro Woche mit der Tabelle oben aus, mit deinem eigenen Tarif. Und frag bei jeder Zahl in mW/cm2 nach dem Messabstand, auch bei uns.

Alle Modelle findest du gesammelt bei den Rotlichtpanels von Luxyor, und für einen kompakten Aufbau auf Tisch oder Schreibtisch ist die Lumi 110 mit 31 x 22 x 6 cm der Einstieg.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Chipleistung und Leistungsaufnahme?

Die Chipleistung ist die Summe der Nennwerte aller LEDs, zum Beispiel 300 LEDs mit 3 W sind 900 W. Die Leistungsaufnahme ist das, was das Panel tatsächlich aus der Steckdose zieht. Weil LEDs oft mit 20 bis 50 Prozent ihres Nennwerts laufen, liegt diese Zahl viel niedriger.

Warum zieht mein Panel viel weniger Watt als beworben?

Das ist meist kein Defekt. Die beworbene Zahl ist oft die Chipleistung und nicht die Leistungsaufnahme. Im Rechenbeispiel in diesem Artikel bleiben von 900 W Chipleistung etwa 250 W am Messgerät und etwa 68 W als Licht übrig.

Wie messe ich die Leistungsaufnahme selbst?

Mit einem Energiemessgerät für die Steckdose. Steck das Messgerät in die Steckdose, das Panel in das Messgerät, wähl die Stufe, die du normalerweise nutzt, und lass die Messung mindestens 2 Minuten laufen. Beim Einschalten schießt der Wert kurz hoch, danach stabilisiert er sich.

Was sehe ich auf einem Energiemessgerät direkt nach dem Einschalten?

Bei einem Panel mit 250 W auf dem Typenschild siehst du in der ersten Sekunde kurz 350 bis 400 W durch den Einschaltstrom des Netzteils, nach 5 Sekunden etwa 265 W, nach 30 Sekunden etwa 258 W und nach 2 Minuten etwa 250 W. Diesen letzten Wert notierst du.

Wie viel Strom kostet eine Session mit einem Rotlichtpanel?

Rechne Leistung geteilt durch 1000, mal die Zeit in Stunden. Ein Panel mit 300 W für 20 Minuten sind 0,100 kWh. Vier Sessions von 20 Minuten pro Woche ergeben 0,400 kWh pro Woche. Multipliziere das mit deinem eigenen Tarif pro kWh.

Wie viel Watt pro LED bleiben bei einem Panel mit 900 W übrig?

Teile die Chipleistung durch die Zahl der LEDs. Bei 300 LEDs sind 900 W auf dem Papier 3,0 W pro LED, aber bei einer Ansteuerung mit 25 Prozent sind es 0,75 W pro LED. Dann gehen 225 W an die LEDs und das Panel zieht etwa 250 W aus der Steckdose.

Heißt eine höhere Wattzahl, dass mehr Licht auf meine Haut kommt?

Nein. Wie viel Licht pro Quadratzentimeter ankommt, hängt von der bestrahlten Fläche, dem Abstrahlwinkel der LEDs und deinem Abstand ab. Doppelt so weit weg bedeutet ungefähr viermal so wenig auf deiner Haut.

Veröffentlicht Luxyor die Strahlungsintensität seiner Panels?

Nein. Die Strahlungsintensität der Lumi 110 und der Lumi 700 wurde nicht mit einer geeichten Messung festgestellt, deshalb wird kein Wert in mW/cm2 veröffentlicht. Du kannst also auch bei Luxyor nicht aus der Wattzahl ableiten, wie viel Licht auf deine Haut kommt. Vergleiche nach Leistungsaufnahme, Wellenlängen, Maßen, Bedienung und Garantie.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

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