Infrarot und Solaranlage: wann deine Sitzung mit eigenem Strom läuft

MMarlo Schipper 11 Min. Lesezeit
Infrarot und Solaranlage: wann deine Sitzung mit eigenem Strom läuft
Bei Infrarot und Solaranlage geht es nicht darum, was die Sitzung kostet, sondern darum, wann du sie einplanst.

Infrarot und Solaranlage passen nur dann zusammen, wenn du die Sitzung in die Zeit legst, in der deine Anlage wirklich Strom liefert. Und das ist bei den meisten Menschen nicht die Zeit, in der sie die Decke nutzen wollen. Eine Sitzung zieht rund ein halbes Kilowatt und dauert zwanzig bis vierzig Minuten: wenig im Vergleich zu dem, was eine Anlage an einem klaren Nachmittag erzeugt, viel im Vergleich zu dem, was im November um acht Uhr abends noch hereinkommt. Am Nachmittag passen Infrarot und Solaranlage also gut zusammen. An einem Winterabend kommt der Strom für die Sitzung aus dem Netz.

In diesem Beitrag geht es nicht darum, wie viel eine Decke verbraucht, sondern wann du sie einschaltest. Du erfährst, was eine Sitzung tatsächlich zieht und warum der echte Verbrauch unter Leistung mal Zeit liegt, was eine Anlage zu Hause zu verschiedenen Zeiten ungefähr liefert, welche Tageszeit bei einem Zweitarif oder dynamischen Tarif günstig ist und warum der Abend trotzdem meistens gegen die Rechnung gewinnt. Die reinen Verbrauchszahlen findest du in Stromverbrauch einer Infrarotdecke und in Stromverbrauch einer Infrarotsauna selbst berechnen.

Was eine Sitzung tatsächlich zieht

Fang bei der Leistungsaufnahme an. Die Slimline 100 hat 500 W Nennleistung mit einer Spitze von 600 W beim Aufheizen, die Comfort 150 hat 500 W Nennleistung und die Deluxe 310 hat 560 W. Eine Wärmelampe Redlight 120 oder Redlight 160 hat 275 W. Mehr brauchst du für die Obergrenze nicht: Leistung in Kilowatt mal Zeit in Stunden.

Gerät Leistung 20 Min. 30 Min. 40 Min.
Slimline 100 500 W Nennleistung 0,17 kWh 0,25 kWh 0,33 kWh
Comfort 150 500 W Nennleistung 0,17 kWh 0,25 kWh 0,33 kWh
Deluxe 310 560 W 0,19 kWh 0,28 kWh 0,37 kWh
Redlight 120 oder 160 275 W 0,09 kWh 0,14 kWh 0,18 kWh

Das ist ein Rechenbeispiel auf Basis der Leistungsaufnahme, keine Messung und keine Produktangabe. Es ist die Obergrenze: der Wert, der herauskommt, wenn das Gerät während der ganzen Sitzung volle Leistung zieht.

Warum Leistung mal Zeit zu hoch ausfällt

Eine Infrarotdecke zieht nicht ständig volle Leistung. In der Aufheizphase von zehn bis fünfzehn Minuten heizt sie fast ohne Pause. Sobald der eingestellte Wert erreicht ist, schaltet die Regelung die Heizung immer wieder kurz zu, um die Temperatur zu halten, und einen Teil der Zeit heizt die Decke gar nicht. Wie diese Phase abläuft, liest du im Beitrag über die Aufheizzeit einer Saunadecke.

Der durchschnittliche Verbrauch liegt deshalb unter der Obergrenze, und der Abstand wächst mit der Dauer der Sitzung: Die Aufheizphase bleibt gleich lang, während die Zeit, in der die Temperatur nur gehalten wird, länger wird. Bei einer langen Sitzung auf niedriger Stufe, um 50 °C, ist der Unterschied am größten.

Sitzung mit 500 W Obergrenze, durchgehend volle Leistung Realistischere Spanne, Schätzung
20 Minuten 0,17 kWh 0,12 bis 0,16 kWh
30 Minuten 0,25 kWh 0,15 bis 0,20 kWh
40 Minuten 0,33 kWh 0,19 bis 0,26 kWh

Die linke Spalte ist eine Rechnung aus der Leistungsaufnahme. Die rechte Spalte ist ausdrücklich eine Schätzung: zehn bis fünfzehn Minuten Aufheizen bei fast voller Leistung, danach eine Regelung, die grob die Hälfte der Zeit heizt. Wie das bei dir aussieht, hängt von der eingestellten Temperatur, vom Raum und von der Dämmung ab. Nur ein Strommessgerät zwischen Stecker und Steckdose sagt es dir sicher.

Einfacher analoger Wecker auf einem dunklen Tisch in rotem Licht
Die Frage ist nicht, was die Sitzung kostet, sondern um wie viel Uhr du sie einplanst.

Was deine Solarmodule in diesem Moment ungefähr liefern

Hier müssen wir vorsichtig sein. Was eine Anlage liefert, hängt von der Zahl der Module, der Leistung pro Modul, der Ausrichtung, der Dachneigung, von Schatten und vom Wetter ab; zwei Häuser in derselben Straße können sich um den Faktor zwei unterscheiden. Die Tabelle unten ist deshalb nur ein Richtwert, ausgehend von acht bis zwölf Modulen, also etwa drei bis fünf Kilowatt Peak. Es geht um die momentane Leistung, nicht um den Tagesertrag.

Zeitpunkt Größenordnung momentane Leistung Sitzung mit rund 0,5 kW
Sommer, klarer Nachmittag 2 bis 3,5 kW locker gedeckt
Sommer, bewölkt, Tagesmitte 0,5 bis 1,5 kW meist gedeckt
Sommer, acht Uhr morgens 0,3 bis 1 kW teilweise gedeckt
Sommer, acht Uhr abends 0,1 bis 0,5 kW höchstens teilweise
Winter, klarer Nachmittag 0,8 bis 1,5 kW oft gedeckt
Winter, grauer Nachmittag 0,1 bis 0,4 kW kaum
November, acht Uhr abends null komplett aus dem Netz
Nacht, das ganze Jahr null komplett aus dem Netz

Das sind Größenordnungen, keine Messwerte und kein Versprechen. Die Werte unterscheiden sich je nach Anlage, Ausrichtung und Jahreszeit, und bei wechselnder Bewölkung springt die Leistung innerhalb einer Minute quer durch so einen Bereich. Eines zeigt die Tabelle trotzdem: Mitten an einem klaren Tag fällt ein halbes Kilowatt kaum ins Gewicht. Im Dunkeln zählt es voll.

Der Widerspruch, um den es in diesem Beitrag geht

Und genau da liegt das Problem. Die meisten Menschen nutzen eine Infrarotdecke abends. Nicht weil das energetisch klug ist, sondern weil es dann passt: Der Tag ist geschafft, es ist Zeit da, und danach kannst du duschen und ins Bett gehen. Genau dann, wenn keine Sonne mehr scheint. In wie oft und wie lange du eine Saunadecke nutzt siehst du dasselbe Muster: Sitzungen, die Menschen auf Dauer durchhalten, passen in ihre Routine.

Sei da ehrlich zu dir. Wenn der Abend die Zeit ist, in der du die Sitzung wirklich machst, dann ist der Abend die bessere Wahl, auch wenn der Strom aus dem Netz kommt. Eine Sitzung, die du für drei Uhr nachmittags planst und dann nicht machst, bringt gar nichts. Nachmittag oder Abend macht einen Bruchteil einer Kilowattstunde aus; machen oder nicht machen die ganze Sitzung.

Eine Sitzung, die du nicht machst, ist die teuerste Sitzung, die es gibt.

Die Frage ist also nicht, ob alles auf den Nachmittag muss, sondern ob es in deiner Woche schon Zeiten gibt, die tagsüber liegen und trotzdem frei sind. Verlegst du eine davon, holst du den größten Teil des Vorteils, ohne deine Routine umzuwerfen.

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Die Tageszeiten im Vergleich

Neben dem eigenen Solarstrom spielt dein Stromvertrag eine Rolle. Bei einem Zweitarif gilt der günstige Tarif meistens nachts und am Wochenende, wobei die Zeiten je nach Anbieter unterschiedlich sind. Bei einem dynamischen Tarif folgt der Preis dem Markt: oft niedrig mitten am Tag, wenn viel Solarstrom im Netz ist, und höher in der Abendspitze.

Tageszeit Chance auf eigenen Strom Chance auf günstigen Tarif Klappt es im Alltag
Morgen, 7 bis 10 Uhr gering bis mittel gering, Morgenspitze selten, alle haben es eilig
Tagesmitte, 11 bis 15 Uhr hoch hoch bei dynamischem Tarif nur an freien Tagen
Später Nachmittag, 15 bis 18 Uhr mittel mittel, steigt zur Spitze hin manchmal, vor dem Essen
Abend, 19 bis 23 Uhr sehr gering bis null gering, das ist die Spitze ja, mit Abstand am besten
Nacht, nach 23 Uhr null hoch bei Zweitarif nein, und nie unbeaufsichtigt

Das ist ein Richtwert für eine durchschnittliche Situation und keine Darstellung deines Vertrags; wann dein Niedertarif gilt, steht auf deiner Jahresabrechnung. Die letzte Spalte schätzt, wie machbar es ist, nicht die Energie. Auffällig ist die Zeile für die Nacht: bei einem Zweitarif die günstigste Zeit, und trotzdem steht dort nein. Warum, liest du weiter unten.

Rechenbeispiel mit einem Tarif

Um das greifbar zu machen, braucht es einen Tarif. Als Annahme rechnen wir mit 0,30 Euro pro Kilowattstunde; setz deinen eigenen Tarif ein, denn der ist je nach Vertrag und Zeitpunkt verschieden. Die Ergebnisse nutzen die Spanne aus der zweiten Tabelle, nicht die Obergrenze.

Situation Verbrauch, Schätzung Annahme 0,30 Euro pro kWh
Decke, 20 Minuten 0,12 bis 0,16 kWh 0,04 bis 0,05 Euro
Decke, 30 Minuten 0,15 bis 0,20 kWh 0,05 bis 0,06 Euro
Decke, 40 Minuten 0,19 bis 0,26 kWh 0,06 bis 0,08 Euro
Drei Sitzungen von 30 Minuten pro Woche 0,45 bis 0,60 kWh 0,14 bis 0,18 Euro
Wärmelampe mit 275 W, 15 Minuten etwa 0,07 kWh etwa 0,02 Euro

Das ist ein Rechenbeispiel mit einem angenommenen Tarif, kein Preisangebot und keine Produktangabe; die Ergebnisse gelten nur innerhalb dieses Beispiels. Es geht um Cent pro Sitzung, und wer auf den Nachmittag ausweicht, spart davon einen Bruchteil. Eine ausführlichere Rechnung findest du in was Infrarot pro Sitzung wirklich kostet. Rund ein Fünftel Kilowattstunde ist weniger als eine Waschmaschine im Kurzprogramm. Der Zeitpunkt ist also kein großer Hebel, sondern ein kleiner, den du ohne Kosten umlegen kannst, wenn es gerade passt.

Warum ein Rotlichtpanel eine andere Sache ist

Bei Rotlicht sieht es anders aus, und zwar aus zwei Gründen. Ein Panel für zu Hause nimmt deutlich weniger Leistung auf als eine Decke, und die Sitzung ist kürzer: zehn bis zwanzig Minuten statt zwanzig bis vierzig, siehe wie lange eine Rotlichtsitzung dauert. Außerdem heizt ein Panel nichts auf, es gibt also keine Regelung, die ständig einschaltet und ausschaltet.

Wenig Leistung mal kurze Zeit ergibt so wenig, dass der Zeitpunkt kaum eine Rolle spielt; ob drei Uhr nachmittags oder zehn Uhr abends, das merkst du auf deinem Stromzähler nicht. Wie du es ausrechnest, steht in Stromverbrauch eines Rotlichtpanels. Wähl bei einem Panel einfach die Zeit, die in deinen Tag passt, und heb dir das Thema Sonne für die Decke auf.

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Timer, smarte Steckdose und eine klare Grenze

Eine smarte Steckdose ist nützlich, aber nicht für das, wofür viele sie kaufen. Was sie gut kann, ist messen: wie viele Kilowattstunden pro Sitzung tatsächlich durchlaufen, einschließlich der Phasen, in denen die Regelung einschaltet und ausschaltet, die eine Rechnung nur schätzen kann.

Wofür sie nicht gedacht ist: eine Infrarotdecke aus der Ferne einzuschalten. Lass eine Decke nie von einer Zeitschaltuhr oder smarten Steckdose einschalten, wenn du nicht dabei bist. Nicht zum Vorheizen, bevor du nach Hause kommst, nicht weil der Tarif gerade niedrig ist, und schon gar nicht nachts. Eine Decke, die aufheizt, während niemand hinschaut, liegt oft zusammengefaltet da oder es liegt etwas darauf, und Wärme, die nicht entweichen kann, ist der Kern fast jedes Zwischenfalls mit beheizten Textilien.

Das ist eine Frage der Sicherheit, nicht des Sparens. Die paar Cent eines Nachttarifs wiegen dieses Risiko nicht auf. Die Regeln findest du im kompletten Sicherheitsleitfaden für Infrarot Saunadecken. Nutze für die Sitzung den eingebauten Timer und bleib dabei.

Gut zu wissen

Automatisiere höchstens das Ausschalten. Eine smarte Steckdose, die nach einer eingestellten Zeit den Strom abschaltet, ist ein zusätzliches Sicherheitsnetz zum Timer der Decke. Eine Steckdose, die sich von selbst einschaltet, ist das nie.

So planst du es ein

  1. Miss zuerst, was deine Decke wirklich verbrauchtSteck ein Strommessgerät zwischen Stecker und Steckdose und notiere drei Sitzungen mit deiner üblichen Einstellung. Nimm den Durchschnitt. Jetzt rechnest du mit deiner eigenen Zahl.
  2. Schau, wo deine Woche schon Luft hatSuch Zeiten, die tagsüber liegen und ohnehin frei sind: einen Morgen am Wochenende, einen Tag im Homeoffice. Verlege nur auf Zeiten, die es schon gibt; einen neuen Termin zu erfinden klappt selten.
  3. Schau nach, wann dein Niedertarif giltBei einem Zweitarif steht auf deiner Jahresabrechnung, wann der günstige Tarif gilt. Bei einem dynamischen Tarif zeigt dir die App den Preis pro Stunde. Rate nicht, denn die Zeiten sind je nach Anbieter verschieden.
  4. Verlege eine Sitzung, nicht alleMachst du zwei oder drei Sitzungen pro Woche, verlege eine davon in eine Zeit mit Sonne oder günstigem Tarif. Den Rest lässt du, wie er ist. So bleibt deine Routine erhalten.
  5. Lass die Sitzung selbst unverändertBleib bei 50 bis 70 °C und zwanzig bis vierzig Minuten, egal zu welcher Uhrzeit. Kürzer heizen, um Strom zu sparen, bringt ein paar Cent und nimmt dir den Grund, warum du es überhaupt machst.
  6. Stell den Timer und bleib dabeiNutze den Timer auf der Fernbedienung und bleib in der Nähe, solange die Decke an ist. Keine Zeitschaltuhr, die sie von selbst einschaltet, und nichts obendrauf, solange sie an ist.
Dunkles Fenster mit winterlichen Regentropfen, von innen rot beleuchtet
Im November gibt es abends keine Sonne mehr zu verteilen.

Sommer und Winter sind zwei verschiedene Fragen

Im Sommer lassen viele die Decke ausfallen, wenn es warm ist, oder verschieben sie auf den frühen Morgen oder den späten Abend, wie du in Infrarotdecke im Sommer liest. Ausgerechnet in der Jahreszeit, in der eine Sitzung am Nachmittag am meisten bringen würde. Im Winter ist es umgekehrt: Dann willst du die Sitzung unbedingt, und abends wird nichts erzeugt. In einem kalten Raum heizt die Regelung außerdem öfter nach, sodass der Verbrauch näher an die Obergrenze rückt. Bist du dir bei der Wahl unsicher, hilft dir Slimline 100, Comfort 150 oder Deluxe 310.

Zum Schluss

Infrarot und Solaranlage zu kombinieren ist eine nette Optimierung, aber eine kleine. Eine Sitzung von zwanzig bis vierzig Minuten kostet einen Bruchteil einer Kilowattstunde, und Nachmittag oder Abend macht ein paar Cent aus. Das lohnt sich, wenn es dich keinen Komfort kostet, und es lohnt sich nicht, wenn du dafür eine funktionierende Routine aufgeben musst.

Praktisch heißt das: Miss, was deine Decke zieht, statt nur zu rechnen. Verlege die Sitzungen, die ohnehin auf eine freie Tageszeit fallen, und lass den Rest, wie er ist. Automatisiere höchstens das Ausschalten. Und lass bei einem Rotlichtpanel den Zeitpunkt außen vor: Wähl die Zeit, die passt, zum Beispiel mit etwas aus der Kollektion Rotlichttherapie Panels. Die beste Sitzung bleibt die, die du wirklich machst.

Hinweis: Luxyor verkauft Wellnessprodukte, keine Medizinprodukte. Hast du Beschwerden, sprich mit deinem Hausarzt oder deinem Physiotherapeuten.

Häufige Fragen

Wie viel Strom zieht eine Infrarotdecke pro Sitzung?

Die Obergrenze rechnest du mit Leistung mal Zeit aus. Bei 500 W Nennleistung sind das 0,17 kWh für zwanzig Minuten, 0,25 kWh für dreißig und 0,33 kWh für vierzig Minuten. In der Praxis liegt es niedriger, weil die Regelung nach der Aufwärmphase abwechselnd einschaltet und ausschaltet.

Warum ist der echte Verbrauch niedriger als Leistung mal Zeit?

Eine Decke zieht nur während der Aufwärmphase von zehn bis fünfzehn Minuten fast durchgehend volle Leistung. Danach schaltet die Regelung ein und aus, um die eingestellte Temperatur zu halten, das Heizelement steht also einen Teil der Zeit still. Der Unterschied zur Obergrenze wird bei einer langen Sitzung auf niedriger Stufe größer.

Kann ich eine Sitzung komplett mit meiner Solaranlage betreiben?

An einem klaren Nachmittag fast sicher: Eine übliche Anlage liefert dann einige Kilowatt, während eine Sitzung um ein halbes Kilowatt zieht. An einem grauen Wintertag wird es knapp und nach Sonnenuntergang ist es unmöglich. Das sind Richtwerte; es hängt von Anlage, Ausrichtung und Jahreszeit ab.

Ist der Abend dann ein schlechter Zeitpunkt für eine Infrarotsitzung?

Energetisch ja, praktisch nicht. Abends erzeugen deine Module nichts mehr und der Netzstrompreis ist bei einem dynamischen Tarif oft sogar höher. Trotzdem ist der Abend für die meisten Menschen der Moment, in dem die Sitzung wirklich stattfindet, und eine Sitzung, die du nicht machst, bringt nichts.

Was kostet eine Sitzung bei einem angenommenen Tarif?

Als Rechenannahme nehmen wir 0,30 Euro pro Kilowattstunde; setz deinen eigenen Tarif ein. Eine Sitzung von dreißig Minuten kommt dann auf grob 0,05 bis 0,06 Euro, drei solche Sitzungen pro Woche auf 0,14 bis 0,18 Euro. Das ist ein Rechenbeispiel, kein Preisangebot.

Spielt der Zeitpunkt bei einem Rotlichtpanel auch eine Rolle?

Kaum. Ein Panel für zu Hause hat eine viel geringere Leistungsaufnahme als eine Decke und die Sitzungen sind kürzer, oft zehn bis zwanzig Minuten. Außerdem heizt ein Panel nichts auf, es gibt also keine Regelung, die nachheizt. Wähl dort einfach den Moment, der in deinen Tag passt.

Darf ich eine Infrarotdecke an eine Zeitschaltuhr hängen?

Nein. Lass eine Decke nie über eine Zeitschaltuhr oder smarte Steckdose einschalten, während du nicht dabei bist, auch nicht, um einen Nachttarif zu nutzen. Eine Decke, die aufheizt, während niemand hinschaut, liegt oft zusammengefaltet oder mit etwas darauf. Nutze den eingebauten Timer und bleib dabei.

Wofür ist eine smarte Steckdose dann gut?

Zum Messen und zum Ausschalten. Sie zeigt, wie viele Kilowattstunden pro Sitzung wirklich durchlaufen, einschließlich der Schaltzyklen der Regelung, die du mit einer Rechnung nur schätzen kannst. Als zusätzliche Absicherung darf sie den Strom nach einer eingestellten Zeit abschalten, aber nie einschalten.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

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