Schlaf & Rhythmus

Saunadecke und Rotlichtpanel am selben Tag: Reihenfolge und Pause

MMarlo Schipper 8 Min. Lesezeit
Saunadecke und Rotlichtpanel am selben Tag: Reihenfolge und Pause
Sanftes Morgenlicht und kein Wecker: So beginnt ein Tag ohne Eile.

Kurz gesagt

Kannst du eine Infrarotdecke und ein Rotlichtpanel am selben Tag nutzen? Ja, aber die Reihenfolge und die Pause dazwischen machen den Unterschied. Dieser Artikel gibt dir Richtzeiten, einen Wochenplan und eine Anleitung Schritt für Schritt.

  • Erst das Panel, dann die Decke
  • 10 bis 20 Minuten Pause dazwischen
  • Wochenplan mit beiden Geräten
  • Wann du sie besser nicht am selben Tag nutzt

Wer sowohl eine Infrarotdecke als auch ein Rotlichtpanel zu Hause hat, stößt früher oder später auf dieselbe Frage. Geht das am selben Tag, und wenn ja, was machst du zuerst? Im Internet findest du dazu wenig Konkretes, dabei ist die Antwort ziemlich praktisch.

Dieser Leitfaden gibt dir eine feste Reihenfolge, einen Richtwert für die Pause dazwischen und einen Wochenplan, in den beide Geräte passen. Mit Tabellen, an die du dich halten kannst, und einer Anleitung für einen Abend, an dem du beides nutzt.

Die Anleitung deiner Geräte hat immer Vorrang. Steht dort eine andere Sitzungsdauer oder eine andere Höchsttemperatur, dann halte dich daran.

Zwei Geräte, die etwas ganz anderes tun

Die Verwirrung beginnt mit der Annahme, eine Decke und ein Panel seien Varianten desselben. Das stimmt nicht. Eine Saunadecke ist eine Wärmequelle, in der sich dein ganzer Körper aufwärmt. Ein Rotlichtpanel gibt Licht in bestimmten Wellenlängen ab und wird selbst nur ein bisschen warm.

Infrarot Saunadecke Rotlichtpanel
Einstellbereich Etwa 30 bis 80 °C Keine Temperatureinstellung
Übliche Sitzungsdauer 20 bis 40 Minuten 10 bis 20 Minuten
Was du spürst Deutliche Wärme innerhalb von 5 Minuten Wenig bis nichts
Schwitzen Ja, oft kräftig Nein
Abkühlen danach nötig Ja, 15 bis 20 Minuten Nein
Haut muss frei sein Teilweise, meist in dünner Baumwolle Ja, an der Stelle, die du behandelst
Wie viel vom Körper auf einmal Fast alles, die Decke misst ca. 180 x 80 cm Ein Bereich, je nach Panel

Aus diesem Unterschied ergibt sich die ganze Antwort. Die Decke macht dich warm und verschwitzt, das Panel nicht. Du willst also nicht, dass die Nachwirkungen des einen Geräts die Nutzung des anderen stören. Suchst du lieber ein Gerät, das beides gleichzeitig kann, dann lies zuerst, warum eine Saunadecke mit Rotlichttherapie im Alltag selten hält, was der Name verspricht.

Die Reihenfolge: erst das Panel, dann die Decke

Für die meisten Menschen ist erst das Panel und danach die Decke am angenehmsten. Dafür gibt es drei praktische Gründe.

  1. Deine Haut ist noch trocken und sauberLicht erreicht die Haut am besten, wenn kein Schweißfilm, keine Bodylotion und kein Öl darauf ist. Direkt nach einer Sitzung in der Decke ist deine Haut feucht, und dann willst du erst duschen.
  2. Beim Panel musst du still stehen oder still sitzenIn einem festen Abstand von 20 bis 40 Zentimetern aufrecht zu bleiben, klappt besser, bevor du 30 Minuten in der Wärme gelegen hast, als danach.
  3. Die Decke ist der angenehmere AbschlussNach der Decke folgen Abkühlen, Trinken und meistens Duschen. Das ist ein logischer Schlusspunkt für deinen Abend. Danach willst du dich nicht mehr vor ein Panel stellen.

Drehst du die Reihenfolge um, ist das nicht falsch. Du musst dann nur mehr Zeit einplanen: erst abkühlen, dann duschen und abtrocknen und erst danach das Panel. Rechne mit 40 bis 60 Minuten Abstand statt 15 bis 30.

Wie viel Zeit du dazwischen lässt

Die Pause dazwischen hat zwei Gründe. Deine Körpertemperatur muss wieder normal werden, und deine Haut muss für das Panel trocken sein. Die Tabelle unten gibt dir Richtzeiten.

Kombination Reihenfolge Pause dazwischen Gesamtzeit mit Aufräumen
Panel 10 Min. und Decke 30 Min. Panel zuerst 10 bis 15 Min. Etwa 75 Min.
Panel 20 Min. und Decke 40 Min. Panel zuerst 15 bis 20 Min. Etwa 105 Min.
Decke 30 Min. und Panel 10 Min. Decke zuerst 40 bis 60 Min., mit Duschen Etwa 110 Min.
Beides kurz, wenig Zeit Panel 10 Min., Decke 20 Min. 10 Min. Etwa 50 Min.
Über den Tag verteilt Panel am Morgen, Decke am Abend 6 bis 10 Stunden Nicht am Stück

Die letzte Zeile ist für viele die entspannteste Lösung. Eine Panelsitzung von 10 Minuten passt leicht in den Morgen, und die Decke passt besser ans Ende des Tages. Dann musst du gar keine Pause einplanen.

Gut zu wissen

Stell dein Panel bereit, bevor du mit der Sitzung in der Decke beginnst. Abstand einstellen, Timer vorbereiten und den Stuhl an die richtige Stelle. Das spart dir 5 Minuten Herumlaufen in dem Moment, in dem du dich eigentlich hinlegen willst.

Ein Abend mit beiden Geräten, Schritt für Schritt

So sieht ein Abend aus, an dem du beide Geräte nutzt. Die Zeiten sind Richtwerte, keine Vorschrift.

  1. Trink 300 bis 500 ml WasserMach das etwa 30 Minuten, bevor du anfängst. Vor allem, wenn eine Sitzung in der Decke geplant ist.
  2. Stell das Panel im richtigen Abstand aufBei einem kleinen Panel 15 bis 30 Zentimeter, bei einem größeren Panel 20 bis 40 Zentimeter. Miss es einmal mit einem Maßband nach und markiere die Stelle.
  3. Mach deine Panelsitzung von 10 bis 20 MinutenStell einen Timer. Bei einem Panel spürst du fast nichts, du merkst also selbst nicht, wann es genug ist.
  4. Mach 10 bis 20 Minuten PauseTrink etwas, leg die Decke bereit und stell die Temperatur schon auf die Stufe, mit der du beginnst.
  5. Starte die Decke auf einer niedrigen StufeFang bei etwa 45 bis 50 °C an und lass sie 5 bis 10 Minuten aufheizen, bevor du höher gehst.
  6. Halte die Sitzung in der Decke bei 20 bis 40 MinutenDer Timer geht bis maximal 60 Minuten, aber die meisten fühlen sich zwischen 20 und 40 Minuten wohl.
  7. Kühl 15 bis 20 Minuten ab, bevor du duschstDirekt unter die Dusche zu gehen, während du noch nachschwitzt, bringt nichts. Warte, bis sich deine Haut trocken anfühlt.
  8. Trink noch einmal 300 bis 500 mlUnd lass die Decke offen liegen, bis sie abgekühlt ist, bevor du sie zusammenfaltest.

Mehr zu diesem letzten Schritt steht im Artikel über das Abkühlen nach deiner Infrarotdecke.

Wie oft beides an einem Tag

Beide Geräte an einem Tag musst du nicht oft machen. Für die meisten reichen zwei bis drei Sitzungen in der Decke pro Woche und drei bis fünf kurze Panelsitzungen pro Woche. Die Sitzungen müssen nicht aneinander gekoppelt sein.

Tag Panel Decke Anmerkung
Montag 10 Min. Keine Kurze Sitzung, morgens oder abends
Dienstag 10 Min. 30 Min. Panel zuerst, 15 Min. Pause
Mittwoch Keine Keine Ruhetag
Donnerstag 10 Min. Keine Kurze Sitzung
Freitag 15 Min. 35 Min. Der Abend mit der meisten Zeit
Samstag Keine Keine Ruhetag
Sonntag 10 Min. 30 Min. Panel am Morgen, Decke am Abend

Das ist ein Beispiel, keine Norm. Willst du einen Plan, den du an deine eigene Woche anpasst, dann findest du ihn ausführlich im Wochenplan für Infrarot und Rotlicht.

Das Panel braucht trockene Haut und einen festen Abstand. Die Decke braucht Zeit zum Abkühlen. Bring sie in diese Reihenfolge, und der Abend läuft von allein.

Wann du sie besser nicht am selben Tag nutzt

Es gibt Situationen, in denen zwei Geräte an einem Tag keine gute Idee sind. Das hat nichts mit der Wirkung zu tun, sondern mit Komfort und damit, wie du dich fühlst.

  • Eines der beiden Geräte ist neu für dich. Nutze in den ersten 2 Wochen nur ein Gerät pro Tag, damit du weißt, was woher kommt.
  • Du hast wenig geschlafen oder zu wenig getrunken. Lass die Decke dann aus und beschränke dich auf eine kurze Panelsitzung.
  • Du hast kurz vorher intensiv Sport gemacht. Warte 60 bis 90 Minuten und halte die Sitzung in der Decke kürzer.
  • Du hast keine Zeit für die Pause. Eine Sitzung in der Decke ohne Abkühlzeit danach ist kein kluger Plan. Wähl dann ein Gerät.
  • Die Haut ist von einer früheren Sitzung rot oder gereizt. Lass einen Tag aus und vergrößere den Abstand oder senke die Temperatur.
Hinweis: Hast du gesundheitliche Beschwerden, bist du schwanger oder nimmst du Medikamente, die die Wärmeregulierung oder die Empfindlichkeit deiner Haut beeinflussen? Dann sprich vorher mit deinem Arzt. Nutze Wärme nie auf Haut mit eingeschränktem Empfinden.

Fehler, die am häufigsten vorkommen

  • Direkt nach der Decke vor das Panel stellen. Deine Haut ist feucht, und du schwitzt noch nach. Warte und dusch zuerst.
  • Die Panelsitzung verlängern, weil du gerade dabei bist. Bei einem Panel spürst du nichts, das dich bremst. Bleib bei 10 bis 20 Minuten.
  • Die Decke sofort auf 75 °C stellen. Fang bei etwa 45 bis 50 °C an und steigere dich. Das ist angenehmer, und du hältst länger durch.
  • Erst hinterher trinken. Trink auch 300 bis 500 ml, bevor du anfängst.
  • Den Abstand zum Panel jedes Mal schätzen. Markiere die Stelle einmal mit Klebeband. Zehn Zentimeter Unterschied sind mehr, als du denkst.
  • Jeden Tag beide Geräte. Zwei bis drei Sitzungen in der Decke pro Woche reichen den meisten.

Warum der Abstand bei einem Panel so stark zählt, erklärt der Leitfaden zu Abstand und Zeit bei einer Infrarotlampe und einem Panel.

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Zum Schluss

Eine Saunadecke und ein Rotlichtpanel am selben Tag sind kein Problem. Die einfachste Reihenfolge ist erst das Panel und danach die Decke, mit 10 bis 20 Minuten Pause dazwischen. Drehst du es um, plan 40 bis 60 Minuten ein, denn du willst zuerst abkühlen und duschen.

Noch entspannter ist es, beides über den Tag zu verteilen: Panel am Morgen, Decke am Abend. Dann fällt die Pause ganz weg. Und behalte die Anzahl im Blick. Zwei bis drei Sitzungen in der Decke und drei bis fünf kurze Panelsitzungen pro Woche sind für die meisten mehr als genug.

Häufige Fragen

Darf ich eine Saunadecke und ein Rotlichtpanel am selben Tag nutzen?

Ja, das geht gut. Achte aber auf die Reihenfolge und auf eine Pause dazwischen. Für die meisten ist erst das Panel und danach die Decke am angenehmsten, mit 10 bis 20 Minuten Abstand.

Was machst du zuerst, die Decke oder das Panel?

Zuerst das Panel. Deine Haut ist dann noch trocken und sauber, du kannst leichter in einem festen Abstand sitzen bleiben, und die Decke ist der logischere Abschluss, weil danach Abkühlen und Duschen folgen.

Wie viel Zeit lässt du zwischen den beiden Sitzungen?

Machst du zuerst das Panel, reichen 10 bis 20 Minuten. Machst du zuerst die Decke, rechne mit 40 bis 60 Minuten, denn du willst erst 15 bis 20 Minuten abkühlen und dann duschen und abtrocknen, bevor du dich vor das Panel stellst.

Warum muss deine Haut für eine Panelsitzung trocken sein?

Licht erreicht die Haut am besten, wenn kein Schweißfilm, keine Bodylotion und kein Öl darauf ist. Direkt nach einer Sitzung in der Decke ist deine Haut feucht, und oft schwitzt du noch nach, das ist also kein guter Moment.

Kann ich beides auch über den Tag verteilen?

Das ist für viele die entspannteste Lösung. Eine Panelsitzung von 10 Minuten passt gut in den Morgen, und eine Sitzung in der Decke passt besser ans Ende des Tages. Dann musst du gar keine Pause einplanen.

Wie lange dauert so ein Abend mit beiden Geräten?

Rechne bei 10 Minuten Panel und 30 Minuten Decke mit etwa 75 Minuten insgesamt, mit Pause, Abkühlen und Aufräumen. Bei längeren Sitzungen werden es bis zu etwa 105 Minuten.

Wie oft pro Woche kannst du beides nutzen?

Für die meisten reichen zwei bis drei Sitzungen in der Decke pro Woche plus drei bis fünf kurze Panelsitzungen. Die müssen nicht aneinander gekoppelt sein und nicht alle auf denselben Tag fallen.

Auf welche Temperatur stellst du die Decke, wenn du danach noch etwas vorhast?

Fang bei etwa 45 bis 50 °C an und steigere in 5 bis 10 Minuten. Der Bereich reicht von etwa 30 bis 80 °C, aber wenn du direkt auf der höchsten Stufe anfängst, hältst du es selten angenehm durch.

Wann lässt du eines von beiden besser aus?

Wenn eines der Geräte neu für dich ist, du wenig geschlafen oder zu wenig getrunken hast, gerade intensiv Sport gemacht hast oder keine Zeit für die Abkühlphase nach der Decke hast. Wähl dann ein Gerät und halte die Sitzung kurz.

Wie viel sollte ich rund um so einen Abend trinken?

Trink etwa 300 bis 500 ml Wasser rund 30 Minuten vor dem Start und noch einmal 300 bis 500 ml nach der Sitzung in der Decke. Nur hinterher zu trinken ist ein häufiger Fehler.

In welchem Abstand stelle ich das Panel auf?

Bei einem kleinen Panel sind 15 bis 30 Zentimeter üblich, bei einem größeren Panel 20 bis 40 Zentimeter. Miss den Abstand einmal mit einem Maßband und markiere die Stelle, denn zehn Zentimeter Unterschied zählen mehr, als du denkst.

M
Marlo Schipper

Gründer von Luxyor. Schreibt über Infrarot, Rotlicht und Ruhe aus der täglichen Erfahrung mit Kunden und Produkten.

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